{"id":1010,"date":"2020-10-30T20:57:11","date_gmt":"2020-10-30T20:57:11","guid":{"rendered":"http:\/\/rat-blog.at\/?p=1010"},"modified":"2023-07-06T09:49:01","modified_gmt":"2023-07-06T09:49:01","slug":"sakralbauten-als-teil-der-stadterweiterung-entwurf-fur-einen-campus-der-religionen-in-wien-seestadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=1010","title":{"rendered":"Sakralbauten als Teil der Stadterweiterung: Entwurf f\u00fcr einen Campus der Religionen in Wien Seestadt"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein innovatives Zukunftsprojekt?<\/h2>\n\n\n\n<p>Im August dieses Jahres wurde das Siegerprojekt eines internationalen Wettbewerbs zur Gestaltung eines <em>Campus der Religionen<\/em> im Stadterweiterungsgebiet Wien Aspern Seestadt, das k\u00fcnftig 20.000 Menschen beherbergen soll, vorgestellt. Es handelt sich um einen Entwurf des Wiener Architekturb\u00fcros <em>Burtscher-Durig ZT GmbH<\/em>. Am Gel\u00e4nde der neu zu errichtenden Katholisch-P\u00e4dagogischen Hochschule (KPH) sollen, architektonisch aufeinander abgestimmt, acht verschiedene Religionsgemeinschaften mit ihren je spezifischen Geb\u00e4uden vertreten sein. Diese sind auf die jeweils relevanten Gebetsrichtungen ausgerichtet. Frei bleibt der Platz in der Mitte, gemeinsam ist den Bauk\u00f6rpern eine \u00dcberdachung in Gestalt einer Pergola. Auf den D\u00e4chern sind G\u00e4rten geplant. Im Erl\u00e4uterungsbericht zum Entwurf hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bauten der Religionsgeb\u00e4ude werden von einer Pergolakonstruktion \u00fcberspannt, die eine verbindende bauliche Klammer der Geb\u00e4ude darstellt und ein raffiniertes Spiel von Licht und Schatten auf die H\u00e4user wirft. Leicht und luftig \u00fcberspannt diese Konstruktion die H\u00e4user und den Platz und ist auch Sonnenschutz f\u00fcr die Dachg\u00e4rten der Religionsbauten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Projekt beteiligt sind die \u00d6sterreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft (\u00d6BR), die Evangelische Kirche A.B., die Griechisch-orientalische Metropolis von Austria, die Islamische Glaubensgemeinschaft in \u00d6sterreich (IGG\u00d6), die Israelitische Kultusgemeinde Wien, die Neuapostolische Kirche \u00d6sterreich (NAK), die R\u00f6misch-Katholische Kirche (Erzdi\u00f6zese Wien) und die Sikh Religionsgemeinschaft \u00d6sterreich. Den jeweiligen Religionsgemeinschaften obliegt die Gestaltung ihres Geb\u00e4udes, sie m\u00fcssen aber auch dessen Finanzierung tragen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild2.jpg?w=717\" alt=\"\" class=\"wp-image-1018\" width=\"580\" height=\"828\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild2.jpg 1069w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild2-210x300.jpg 210w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild2-717x1024.jpg 717w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild2-768x1097.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><sub>Anordnung der Geb\u00e4ude am Campus der Religionen (\u00a9 Burtscher-Durig ZT GmbH<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>)<\/sub><\/p>\n\n\n\n<p>Wie sich das Projekt entwickeln wird, wie es von den Gl\u00e4ubigen angenommen wird und ob es zu einem lebendigen Zentrum der Seestadt werden kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall steht das Projekt in einer langen Geschichte des Zusammenspiels von Sakralbau und Stadterweiterung in Wien. Es ist \u00fcberdies nicht das erste Beispiel daf\u00fcr, wie im Kontext Wiens mit Bezug auf Sakralarchitektur Grenzen zwischen Konfessionen und Religionen \u00fcberschritten werden, sicher aber das ambitionierteste. Machen wir uns, um das Projekt zu kontextualisieren, auf einen Weg durch Wien und gehen der Frage nach, wie der Bau unterschiedlicher Kirchen als Teil der Erschlie\u00dfung neuer Stadtgebiete verstanden werden kann. Betrachten wir weiters, welche Rolle dabei konfessionelle und religi\u00f6se Grenzen gespielt haben und wie sie auch immer wieder unterwandert wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Gotik zur Neogotik<\/h2>\n\n\n\n<p>Den Beginn des Weges stellt der Stephansdom dar, dessen erste Weihe als Stephanskirche sehr wahrscheinlich im Jahr 1147 erfolgte. Vermutlich befand sich an seinem Standort jedoch schon fr\u00fcher ein Sakralbau.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Die Stephanskirche wurde au\u00dferhalb des Gebietes des ehemaligen R\u00f6merlagers Vindobona, auf dessen Gel\u00e4nde sich im 12. Jahrhundert die Bebauung Wiens konzentrierte, errichtet und war wesentlicher Bestandteil der Stadterweiterung. Noch im selben Jahrhundert begannen die Vergr\u00f6\u00dferungen der Kirche, was \u201eder fr\u00fchen, durchaus dynamischen Stadtentwicklung von Wien entspricht\u201c. Man errichtete einen \u201eseinen Dimensionen nach beachtlichen Bau\u201c<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>, dessen Kirchen-<em>Schiff<\/em> wie eine Arche vermutlich mehr als die gesamte Bev\u00f6lkerung Wiens, d.h. des heutigen ersten Bezirks, aufnehmen konnte. Der Dom schafft damit im Zuge eines Stadterweiterungsprojektes eine Form st\u00e4dtischer \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den \u00e4ltesten Kirchen Wiens gab es in dieser Zeit wohl bereits eine erste private Synagoge im Stadtgebiet.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Anfang des 15. Jahrhunderts wurde im Judenviertel am heutigen Judenplatz von Mitgliedern der Dombauh\u00fctte eine Synagoge im gotischen Stil neu erbaut \u2013 ein Stil konnte mithin zwei religi\u00f6se Traditionen beherbergen. Allerdings wurde diese Form eines Miteinanders, wie sie die Architektur und das Handwerk der Bauleute zum Ausdruck brachten, bald gesellschaftlich und theologisch nicht mehr mitgetragen. Im Jahr 1421 kam es in der Wiener Gesera zur Ermordung und Vertreibung der Juden. Die Synagoge wurde abgerissen, die Steine f\u00fcr den Ausbau der theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien verwendet, ihre Wiederverwendung wurde mit dem antijudaistischen Motiv der Transmutation des alten in den neuen Bund theologisch \u00fcberh\u00f6ht: \u201eecce mirum, Synagoga veteris legis in scholam virtutum novae legis mirabiliter transmutatur\u201c<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> (\u201eund, siehe da! Ein Wunder, die Synagoge des alten Gesetzes wird in die Schule der Tugenden des neuen Gesetzes verwandelt\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Pendant zum gotischen Stephansdom stellt die neogotische Votivkirche (eingeweiht 1879, geplant von Heinrich Ferstl) dar. Wie der Stephansdom die Kirche Wiens ist, sollte die Votivkirche der Dom der Monarchie werden: ein die V\u00f6lker der Donaumonarchie verbindender Dom der Nationen. Diese einigende Funktion erlangte die Votivkirche im Bewusstsein der Menschen nie, doch ist sie ein Meisterwerk der Neogotik<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> und der H\u00f6hepunkt der historistischen Kirchenbauten Wiens. Sie ist nicht mehr wie der Stephansdom g\u00e4nzlich in eine verbaute Stadtstruktur eingebunden, sondern steht wie ein Solit\u00e4r auf einer immensen freien Fl\u00e4che zwischen viel befahrenen Verkehrswegen. In deutlicher Abhebung vom mittelalterlichen Stephansdom weist sie damit schon in die moderne Stadtraumplanung voraus. Der Baubeginn der Votivkirche (Grundsteinlegung 1856) fiel mit der Schleifung der Stadtmauern, welche die innere Stadt umgeben hatten, zusammen. Mit Genehmigung des Kaisers durfte die Kirche als erstes Bauwerk auf der freien Fl\u00e4che des Glacis errichtet werden, das zu dieser Zeit aus milit\u00e4rischen Gr\u00fcnden noch einem Bauverbot unterlag. Wenig sp\u00e4ter wurde mit seiner Aufhebung der Weg f\u00fcr die Bebauung der Ringstra\u00dfe freigemacht. Wie der Stephansdom stellt auch die weithin sichtbare Votivkirche den Beginn einer wichtigen Phase der Stadterweiterung Wiens dar.<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die verbindende Kraft der Architektur: Ringstra\u00dfenstil<\/h2>\n\n\n\n<p>Der erwartete allgemein verbindende Charakter konnte im 19. Jahrhundert in einer Metropole wie Wien, geschweige denn in einem Vielv\u00f6lkerstaat, nicht mehr durch ein einzelnes Kirchengeb\u00e4ude, das einer bestimmten Konfession angeh\u00f6rt, zum Ausdruck kommen, vielleicht noch durch einen Stil \u2013 durch einen Stil freilich, der selbst nicht <em>unmittelbarer<\/em> Ausdruck einer Epoche war, sondern verfremdetes Zitat fr\u00fcherer Epochen. Architekten, die im historisierenden Ringstra\u00dfenstil bauten, diesen weiterentwickelten und sich zum Teil auch wieder von ihm abl\u00f6sten, pr\u00e4gten die f\u00fcr den Sakralbau h\u00f6chst produktive Phase von der Mitte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie bauten, wenn man den Blick von Wien auf die Donaumonarchie ausweitet, nicht allein katholische, orthodoxe und evangelische Kirchen, sondern auch Synagogen und Moscheen (in Bosnien-Herzegowina).<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Beispiele zeigen, wie dabei die Grenzen der Konfessionen und Religionen immer wieder \u00fcberschritten wurden: Theophil Hansen leitete zur selben Zeit den Umbau der griechisch-orthodoxen Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit und den Bau der Evangelischen Christuskirche am Matzleinsdorfer Friedhof. Wiener Architekten errichteten zwischen 1878 und 1918, als Bosnien-Herzegowina unter \u00f6sterreichischem Einfluss stand, neben zahlreichen anderen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden im besetzten bzw. annektierten Gebiet auch Moscheen. Sie pr\u00e4gten dabei einen spezifischen <em>orientalizing style<\/em> aus.<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Die Architekten verbanden zun\u00e4chst Elemente klassizistischer Baukunst mit solchen aus dem muslimischen Kontext (etwa aus Kairo und Andalusien<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a>). Sodann kam es zu einer st\u00e4rkeren Orientierung an spezifisch bosnischen Traditionen, aber auch der Kontakt zu den Entwicklungen in Wien (Otto Wagner) blieb aufrecht. Zur selben Zeit wurde die so genannte Wiener \u201eSchiffschul\u201c begr\u00fcndet, ein orthodoxes j\u00fcdisches Zentrum mit Synagoge, Torahschule und weiteren Einrichtungen, das nach seinem Ort in der Schiffgasse benannt wurde. Bauliche Erweiterungen erfolgen 1892 durch den j\u00fcdischen Architekten Wilhelm Stiassny, der im Bereich j\u00fcdischer Sakralarchitektur eine der wichtigsten Pers\u00f6nlichkeiten in der Donaumonarchie war. Er war Sch\u00fcler Friedrich v. Schmidts, der u.a. das Amt des Dombaumeisters des Stephansdoms innehatte. Auch Stiassny ist in der Ringstra\u00dfenarchitektur verwurzelt, nimmt jedoch auch neue (\u201esecessionistische\u201c) Elemente auf und verwendet f\u00fcr den j\u00fcdischen Sakralbau mitunter einen \u201emaurisch-orientalischen Stil\u201c<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es auch keine direkte Ann\u00e4herung der Religionen aneinander gab, so hatten diese doch gemeinsam Anteil an einem Stil, welcher der je spezifischen Ausgestaltung vorauslag. Dies darf nicht allein ausgehend von dem Gedanken betrachtet werden, dass ein Reich sich aus politischem Kalk\u00fcl unter einheitlichem Stil repr\u00e4sentiert wissen wollte. Vielmehr zeigt sich auch, wie sehr Religionen sich kulturelle Ausdrucksmittel anverwandeln und in diesen auszudr\u00fccken verm\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Moderner Sakralbau<\/h2>\n\n\n\n<p>Der \u00dcbergang zum modernen Kirchenbau wird am Beginn des 20. Jahrhunderts durch Otto Wagners ber\u00fchmte Steinhof-Kirche eingeleitet. Errichtet wurde sie auf dem Areal des zwischen 1904 und 1907 erbauten gro\u00dfangelegten Spitals auf der Baumgartner H\u00f6he, einem H\u00fcgel am Rande Wiens, der damals noch au\u00dferhalb der Stadt lag. Otto Wagner wollte im Dienst an den Kranken mit dem Bauwerk h\u00f6chste k\u00fcnstlerische, architektonische und hygienische Anspr\u00fcche erf\u00fcllen. Unter einem Dach sollten eine katholische und eine protestantische Kirche sowie eine Synagoge vereint sein, allerdings in klarem hierarchischem Gef\u00e4lle: F\u00fcr den protestantischen und den j\u00fcdischen Sakralraum war das Untergescho\u00df vorgesehen. Aus Geldmangel konnte dieses Projekt jedoch nicht realisiert werden. Die zweite gro\u00dfe Jugendstilkirche in Wien befindet sich am Wiener Zentralfriedhof und wurde von Max Hegele geplant und 1911 eingeweiht. Die beiden Projekte des \u00dcbergangs waren hinsichtlich Monumentalit\u00e4t und reichem Dekor noch stark der Tradition verhaftet, hinsichtlich der Verwendung neuer Formen, Materialien und Konstruktionsmethoden wiesen sie aber weit voraus.<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> Die Erneuerung des Kirchenbaus in Wien ging am Beginn des 20. Jahrhunderts von Orten prek\u00e4rer \u00d6ffentlichkeit aus \u2013 von dort, wo die Kranken Aufnahme finden und wo die Toten wohnen. Beide Kirchen wurden am Rande der Stadt im Zuge von innovativen Gro\u00dfprojekten der Stadtraumgestaltung realisiert: dem Bau eines modernen Spitals und eines \u00f6ffentlichen, nicht an Religionszugeh\u00f6rigkeit gebundenen Friedhofs.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1619\" height=\"911\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1019\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3.jpg 1619w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3-300x169.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3-768x432.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3-520x292.jpg 520w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild-3-610x343.jpg 610w\" sizes=\"auto, (max-width: 1619px) 100vw, 1619px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><sub>Donaucitykirche (Architekt Heinz Tesar) im Hintergrund Vienna International Center (Photo: \u00a9 Werner Sohm)<\/sub><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der von Otto Wagner gebauten, freilich nur zum Teil realisierten Kirche beginnt ein Jahrhundert innovativen Kirchenbaus in Wien, das besonders nach 1945 durch eine intensive Baut\u00e4tigkeit gepr\u00e4gt ist<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> und sein Ende mit der von Heinz Tesar entworfenen Donaucitykirche \u201eChristus, Hoffnung der Welt\u201c (eingeweiht im Jahr 2000 als bislang j\u00fcngste Kirche Wiens) findet. Die Kirche ist ein au\u00dfen schwarzer Kasten, eine Arche, gelandet im modernsten Viertel Wiens, zwischen der Autobahn A22 und der Station Kaiserm\u00fchlen der U-Bahnlinie 1, im Schatten des UNO-City-Geb\u00e4udes (Vienna International Centre), unweit von Donauturm und dem DC Tower, Wiens h\u00f6chsten Geb\u00e4uden. Anders als die Votivkirche ragt sie nicht mehr wie ein Solit\u00e4r aus der Stadtlandschaft auf, sie ist nicht weithin sichtbar auf einen H\u00fcgel gebaut wie die Steinhof-Kirche, sondern ist das niedrigste Geb\u00e4ude der Umgebung. Es vermag durch seine Pr\u00e4senz den umgebenden Raum, wenn \u00fcberhaupt, wohl nur mehr in einem sehr bescheidenen Ma\u00dfe zu strukturieren. Wer die Kirche betritt, merkt jedoch unmittelbar, wie sich das Innere akustisch von der st\u00e4dtischen Umgebung abhebt und wie der Blick nach au\u00dfen die Umgebung neu ordnet. Die hohen Geb\u00e4ude im Umkreis werden durch die Bullaugen-Fenster der Kirche in ganz eigent\u00fcmlichen Perspektiven sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1386\" height=\"1040\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild4.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1020\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild4.jpg 1386w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild4-300x225.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild4-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild4-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1386px) 100vw, 1386px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><sub>Blick aus der Donaucitykirche auf das Vienna International Centre (Photo: \u00a9 Raimund Stadlmann)<\/sub><\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir noch einmal die konfessionelle Dimension in den Blick: Ein Jahrhundert innovativen Kirchenbaus hatte mit einem \u00f6kumenischen, religions\u00fcbergreifenden Projekt, Otto Wagners Jugendstil-Kirche am Steinhof, begonnen. Der architektonisch zukunftsweisende Teil des Vorhabens konnte trotz Widerst\u00e4nden realisiert werden, der religi\u00f6s innovative Ansatz kam nicht zur Ausf\u00fchrung. Konfessionelle Differenzen spielten auch noch in die Innenraumgestaltung hinein. Der erbitterte Streit um die Gestaltung des Altarbildes entbrannte nicht nur an k\u00fcnstlerischen Aspekten, sondern hatte wohl auch damit zu tun, dass der urspr\u00fcnglich beauftragte und von Otto Wagner favorisierte Kolo Moser vom Katholizismus zum Protestantismus \u00fcbergetreten war. Der kirchliche Sachverst\u00e4ndige Heinrich Swoboda (Professor f\u00fcr Pastoraltheologie an der Universit\u00e4t Wien) erwirkte, dass ihm der Auftrag entzogen wurde. Als in den sechziger Jahren Fritz Wotruba, ein sozialistischer, atheistischer Bildhauer, beauftragt wurde, die Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit am Georgenberg zu entwerfen, gab es heftige Proteste aus dem katholischen Milieu. Diesmal aber stand die Kirchenleitung mit Kardinal Franz K\u00f6nig und Erzbischof-Koadjutor Franz Jachym hinter dem Projekt, das, wenn auch an ge\u00e4ndertem Standtort, realisiert wurde. Eine der bedeutendsten europ\u00e4ischen Kirchen des 20. Jahrhunderts stammt mithin von einem Atheisten. Am Ende des 20. Jahrhunderts ist schlie\u00dflich die Donaucitykirche angesiedelt \u2013 die bislang letzte katholische Kirche Wiens, die mit Heinz Tesar ein evangelischer Architekt gebaut hat, der auch die protestantische Kirche in Klosterneuburg entworfen hat. Von konfessionell motivierten Protesten ist mir nichts bekannt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1385\" height=\"781\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1021\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5.jpg 1385w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5-300x169.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5-768x433.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5-520x292.jpg 520w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild5-610x343.jpg 610w\" sizes=\"auto, (max-width: 1385px) 100vw, 1385px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><sup>Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit am Georgenberg (Fritz Wotruba; Architekt Fritz Gerhard Mayr; Photo: \u00a9 Werner Sohm)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sakralbau als Teil der Stadterweiterung<\/h2>\n\n\n\n<p>Beim Bau der gro\u00dfen Wohnhausanlagen in den Randgebieten Wiens in den 1950er\u201370er Jahren, die Tausende Menschen beherbergen (Per-Albin-Hansson-Siedlung, Gro\u00dffeldsiedlung, Am Sch\u00f6pfwerk, Wohnpark Alterlaa), war jeweils der Bau einer Kirche mit eingeplant. Anders als der Stephansdom und die Votivkirche sind diese Kirchen nicht mehr Vorreiter, sondern Beitrag zur Stadterweiterung und f\u00fcgen sich als Teil in diese ein. Besonders sch\u00f6n wird dies in der Siedlung <em>Am Sch\u00f6pfwerk<\/em> sichtbar, die von einem Team rund um Viktor Hufnagl geplant und von 1976\u201380 errichtet wurde. Die zugeh\u00f6rige Kirche nimmt die f\u00fcr die Siedlung typische treppenf\u00f6rmige Geb\u00e4udeform auf, hebt sich jedoch farblich sowie durch den Grundriss und die geringere H\u00f6he von der Umgebung ab. F\u00fcr die Stadterweiterung am Leberberg wurden eine katholische und eine evangelische Kirche in architektonischer Korrespondenz geplant, verwirklicht wurde jedoch nur das evangelische Projekt, das Evangelische Gemeindezentrum \u201eArche\u201c (Christoph Thetter, 1997).<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1389\" height=\"1041\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild7.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1024\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild7.jpg 1389w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild7-300x225.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild7-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild7-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1389px) 100vw, 1389px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><sup>Kirche am Sch\u00f6pfwerk (Architekt Viktor Hufnagl, Photo: \u00a9 Raimund Stadlmann)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Aspern Seestadt, das neueste Ausbaugebiet der schnell wachsenden Stadt Wien, soll keine Kirche, sondern ein <em>Campus der Religionen<\/em> errichtet werden. Bei einem Treffen mit Vertretern der beteiligten Glaubensgemeinschaften im Februar 2019 verlautbarte der Wiener B\u00fcrgermeister Michael Ludwig:<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Teile in der Welt, wo Religionen verwendet werden, um Konflikte auszutragen und sogar Kriege zu f\u00fchren. In Wien werden wir hingegen einen Campus realisieren, der einen Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften erm\u00f6glicht und der zeigen wird, dass Religionen \u00fcber ihre Grenzen hinweg zusammen an einem Strang ziehen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht l\u00e4sst sich hier tats\u00e4chlich realisieren, was mit Otto Wagner einen ersten Anlauf genommen hatte. Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn versicherte, dass es \u201enicht um eine Festung der Religionen, sondern um einen Campus, ein offenes Feld&#8220;,<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> gehe. Die Metaphorik hat sich seit dem Bau der Votivkirche sehr ge\u00e4ndert, \u00fcber deren Bestimmung noch zu lesen war, sie solle \u201eeine feste Burg der Ideale inmitten des gesch\u00e4ftigen Treibens einer modernen Weltstadt\u201c<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> sein \u2013 obwohl deren Standort auf freier Fl\u00e4che schon eher das Bild des Campus, des Feldes, nahegelegt h\u00e4tte. Das ambivalente Bild der festen Burg (zwischen Zufluchtsort und undurchdringlicher Befestigungsanlage) konnte bis zu den Kirchen des Brutalismus aufgegriffen werden; in seinem Fahrwasser wurden noch gro\u00dfartige Geb\u00e4ude wie die Wotruba-Kirche errichtet. Es ist zu hoffen, dass das Motiv des offenen Feldes, in seinem sympathischen Klang genug an Energie b\u00fcndeln kann, um nicht auf halber Strecke zu versanden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1384\" height=\"947\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild8.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1026\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild8.jpg 1384w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild8-300x205.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild8-1024x701.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/bild8-768x526.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1384px) 100vw, 1384px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><sup>Visualisierung: Blick vom freien Platz in der Mitte des Campus der Religionen auf die Geb\u00e4ude der KPH (\u00a9 Burtscher-Durig ZT GmbH<a href=\"#_ftn18\">[18]<\/a>, Rendering ZoomVP)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Wird es gelingen, die \u00f6kumenisch-interreligi\u00f6s einmalige Gelegenheit zu nutzen und am <em>Campus der Religionen<\/em> Bauwerke von h\u00f6chstem architektonischen Anspruch zu errichten oder aber ist das Projekt bereits durch einen so langen Prozess der Aushandlung und des Findens st\u00e4ndig neuer Kompromisse gegangen, dass nun in der Realisierung die Energie f\u00fcr eine zukunftsweisende innovative Gestaltung nicht mehr aufgebracht werden kann? Die freundlich-demokratische Haltung, die aus dem Projekt spricht, stellt erst den Beginn dar. Er\u00f6ffnet ist durch den Entwurf von <em>Burtscher-Durig <\/em>ein Rahmen (oder ein freies Feld), die Anstrengung der Planung und Gestaltung der Bauk\u00f6rper (sowie deren Finanzierung) beginnt nun erst. Es ist zu hoffen, dass das Nebeneinander am offenen Feld den Religionsgemeinschaften sowie den Architektinnen und Architekten Mut zu neuen, vielleicht auch unkonventionellen L\u00f6sungen macht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Link zum Architekturb\u00fcro <a href=\"https:\/\/www.burtscherdurig.at\/\">Burtscher-Durig<\/a> <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.aspern-seestadt.at\/city-news\/das_wird_der_campus_der_religionen\">https:\/\/www.aspern-seestadt.at\/city-news\/das_wird_der_campus_der_religionen<\/a> (letzter Aufruf: 05.10.2020). Ich danke dem Architekturb\u00fcro Burtscher-Durig, Raimund Stadlmann, Werner Sohm, Rudolf Kaisler und Marlene Deibl f\u00fcr die Zurverf\u00fcgungstellung der Bilder einerseits und f\u00fcr wertvolle Hinweise andererseits.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.aspern-seestadt.at\/city-news\/das_wird_der_campus_der_religionen\">https:\/\/www.aspern-seestadt.at\/city-news\/das_wird_der_campus_der_religionen<\/a> (letzter Zugriff: 05.10.2020).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl. G\u00fcnther Buchinger\/Markus Jeitler\/Paul Mitchell\/Doris Sch\u00f6n: <em>Die Baugeschichte von St. Stephan bis in das 13. Jahrhundert. Analyse der Forschungsgeschichte und Neuinterpretation unter dem Blickwinkel rezenter Methodik<\/em>, 315\u2013401 und Nikolaus Hofer: <em>Arch\u00e4ologie und Bauforschung im Wiener Stephansdom. Ein (vor)l\u00e4ufiges Res\u00fcmee<\/em>, 402\u2013407, beide in: Nikolaus Hofer (Hg.): <em>Arch\u00e4ologie und Bauforschung im Wiener Stephansdom. Quellen zur Baugeschichte des Domes bis zum 13. Jahrhundert<\/em>. Wien: Wiener Dom-Verlag 2013.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Ferdinand Opll: <em>Die Wiener Stephanskirche vor ihrer Erstnennung<\/em>, in: <em>Studien zur Wiener Geschichte. Jahrbuch des Vereins f\u00fcr Geschichte der Stadt Wien<\/em> 75 (2019), 153\u2013179, hier: 179.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. Eveline Brugger: <em>Von der Ansiedlung bis zur Vertreibung. Juden in \u00d6sterreich im Mittelalter<\/em>, in: Eveline Brugger\/Martha Keil\/Albert Lichtblau\/Christoph Lind\/Barbara Staudinger: <em>Geschichte der Juden in \u00d6sterreich<\/em>. Wien: Ueberreuter 2006, 123\u2013227, hier: 126\u2013129.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Zitiert nach: Eveline Brugger\/Birgit Wiedl: <em>\u201eIm Haus des Juden fand man eine blutbefleckte Hostie &#8230;\u201c. Hostiensch\u00e4ndungsvorw\u00fcrfe und ihre Folgen f\u00fcr die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung \u00d6sterreichs im Mittelalter<\/em>, in: <em>Jahrbuch f\u00fcr Landeskunde von Nieder\u00f6sterreich N. F.<\/em> 84 (2018), 35\u201357, hier: 55.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Vgl. Ulrike Laule\/Barbara Borng\u00e4sser\/Rolf Toman\/Achim Bednorz: <em>Kirchen Kl\u00f6ster Kathedralen. Sakralarchitektur in Deutschland \u00d6sterreich Schweiz<\/em>. Berlin: Feierabend 2005, 157.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Vgl. <em>Die Votivkirche in Wien. Denkschrift des Baucomit\u00e9s ver\u00f6ffentlicht zur Feier der Einweihung am 24. April 1879<\/em>. Wien: Verlag von K. v. Waldheim 1879, 7.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Vgl. das Forschungsprojekt Islamic Architecture and Orientalizing Style in Habsburg Bosnia, 1878\u20131918. https:\/\/kunstgeschichte.univie.ac.at\/forschungsprojekte\/ercbos\/ [letzter Zugriff: 03.06.2019].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Vgl. Maximilian Hartmuth: <em>Nach dem Danach. Metamorphosen eines orientalisierenden Schulbaus der Hasbsburgerzeit in Mostar<\/em>, in: <em>kunst und kirche<\/em> 82 (3\/2019), 10\u201315, hier: 12f; Julia R\u00fcdiger: <em>Bauen f\u00fcr die bosnische(n) Partikularit\u00e4t(en) im habsburgischen Vielv\u00f6lkerstaat<\/em>, in: <em>kritische berichte<\/em> 47 (2\/2019): 38\u201349.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> <em>Wilhlem Stiassny<\/em>, in: <em>Architektenlexikon Wien 1770\u20131945<\/em>. <a href=\"http:\/\/www.architektenlexikon.at\/de\/625.htm\">http:\/\/www.architektenlexikon.at\/de\/625.htm<\/a> [letzter Zugriff: 24.05.2020].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Vgl. Martin Raspe, \u201cKirchenbau\u201d, in: <em>LThK 5<\/em> (1996), 1483\u20131487.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Vgl. Eva-Maria G\u00e4rtner, <em>Der Kirchenbau in Wien nach dem Zweiten Vatikanum<\/em>. Graz: Dissertation, 2018; Maximiliane Buchner, <em>Wiederaufbau aus dem Glauben: Transformation von Gemeinschaftsidealen in Sakralr\u00e4umen \u00d6sterreichs<\/em>, in: <em>architectura<\/em> 46 (2016): 104\u2013127, hier: 105.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Christian K\u00fchn: <em>Evangelisches Gemeindezentrum \u201eArche\u201c<\/em> (02.05.1998). <a href=\"https:\/\/www.nextroom.at\/building.php?id=2101&amp;inc=home\">https:\/\/www.nextroom.at\/building.php?id=2101&amp;inc=home<\/a> [letzter Zugriff: 27.05.2020]. Ausf\u00fchrlicher ist der Weg durch Wien dargestellt in Jakob Helmut Deibl: <em>Sacred Architecture and Public Space under the Conditions of a New Visibility of Religion<\/em>, in: <em>Religions<\/em> 11 (8\/2020): 379 [\u00dcbersetzung: Natalie Eder] <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/rel11080379\">https:\/\/doi.org\/10.3390\/rel11080379<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> Zitiert nach der offiziellen Seite der Stadt Wien: <em>&#8222;Campus der Religionen&#8220; entsteht in der Seestadt<\/em>. <a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/kultur-freizeit\/campus-der-religionen.html\">https:\/\/www.wien.gv.at\/kultur-freizeit\/campus-der-religionen.html<\/a> [letzter Zugriff: 09.05.2020].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> <em>Pl\u00e4ne f\u00fcr Wiener &#8222;Campus der Religionen&#8220; werden konkreter<\/em>. Die Presse 26.02.2019. <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/5586119\/plane-fur-wiener-campus-der-religionen-werden-konkreter\">https:\/\/www.diepresse.com\/5586119\/plane-fur-wiener-campus-der-religionen-werden-konkreter<\/a> [letzter Zugriff: 09.05.2020].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> <em>Die Votivkirche in Wien. Denkschrift des Baucomit\u00e9s ver\u00f6ffentlicht zur Feier der Einweihung am 24. April 1879<\/em>. Wien: Verlag von K. v. Waldheim 1879, 89.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.burtscherdurig.at\/work\/campus-der-religionen\/\">https:\/\/www.burtscherdurig.at\/work\/campus-der-religionen\/<\/a> [letzter Zugriff: 16.10.2020].<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p>Bildquelle: Visualisierung: links Campus der Religionen, rechts Geb\u00e4ude der KPH (\u00a9 Burtscher-Durig ZT GmbH[1], Rendering ZoomVP)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Rat-Blog Nr. 23\/2020<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im August 2020 wurde der Entwurf zum \u201eCampus der Religionen\u201c f\u00fcr das Stadterweiterungsgebiet Wien Seestadt vorgestellt. Im RaT-Blog wird dazu ein Special mit mehreren Beitr\u00e4gen ver\u00f6ffentlicht. Zun\u00e4chst geht Jakob Deibl der Frage nach, welchen Beitrag Sakralbauten in der Geschichte Wiens zur Stadterweiterung geleistet haben und welche Rolle konfessionelle und religi\u00f6se Grenzen sowie deren \u00dcberwindung dabei gespielt haben.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1014,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[170,159,136],"tags":[8,49,121],"ppma_author":[271],"class_list":["post-1010","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-architektur","category-erziehung","category-religion","tag-architektur","tag-interreligioeser-dialog","tag-wien","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":271,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"jakob-deibl","display_name":"Jakob Deibl","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"https:\/\/jakob-helmut-deibl.at\/","last_name":"Deibl","first_name":"Jakob","job_title":"","description":"Assoz-Prof. DDr. Jakob Helmut Deibl lehrt Theologie mit Schwerpunkt \"Religion und \u00c4sthetik\" an der Katholisch-Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien und ist wissenschaftlicher Manager des Forschungszentrums RaT."}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1010"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1010\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3275,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1010\/revisions\/3275"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1014"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1010"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fppma_author&post=1010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}