{"id":1329,"date":"2021-02-12T14:22:23","date_gmt":"2021-02-12T14:22:23","guid":{"rendered":"http:\/\/rat-blog.at\/?p=1329"},"modified":"2023-07-06T09:50:08","modified_gmt":"2023-07-06T09:50:08","slug":"dem-sturm-auf-das-kapitol-nachgedacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=1329","title":{"rendered":"Dem Sturm auf das Kapitol nachgedacht\u2026"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1079\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1331\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920.jpg 1920w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920-300x169.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920-768x432.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920-520x292.jpg 520w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/washington-4663116_1920-610x343.jpg 610w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Andreas Telser<\/strong> denkt nach und gibt einen weiten Ausblick auf die Entwicklung der religi\u00f6sen Landschaft in den Vereinigten Staaten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Blog-Beitrag kommt zu sp\u00e4t <em>und<\/em> zu fr\u00fch. Die Dichte und Kurzlebigkeit von Berichterstattung l\u00e4sst den 6. Januar 2021 als bereits in einem anderen \u00c4on liegend erscheinen. Unterdessen entfalten sich die Hintergr\u00fcnde (bzw. Hintergr\u00fcndigkeiten) dieses Tages mit deutlich langsamerer Geschwindigkeit. Dies ist ein misslicher Umstand f\u00fcr den Autor, der mit der Aufgabe betraut wurde, die Ereignisse des 6. Januar zu kommentieren. Wird Schreiben als erkenntnisgenerierender Prozess verstanden, bei dem Autor*innen ein im Vorfeld \u201aerlesenes\u2018 Wissen zu einem Text formen, dann bedeutet dies im vorliegenden Fall, dass der Autor <em>im Schreiben <\/em>seinen Blick nicht von der sich Stunde um Stunde ver\u00e4ndernden Sachlage lassen durfte.<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Dieser Umstand hat Auswirkungen auf das Genre des vorliegenden Textes. Er ist Blog <em>und<\/em> wissenschaftliche Abhandlung zugleich, wenn er versucht, aktuelle Entwicklungen und Kommentare mit wissenschaftlicher Literatur zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ereignisse des 6. Januar 2021 sind so \u00fcberraschend nicht gekommen.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Dies stellt die Kontingenz von Geschichte keinesfalls in Frage. Wenn jedoch Pers\u00f6nlichkeiten, Macht(-m\u00f6glichkeiten) und Politik sich in einer bestimmten Zeit g\u00fcnstig oder ung\u00fcnstig konstellieren, dann schafft dies M\u00f6glichkeiten, dass Ereignisse passieren, die unter anderen Umst\u00e4nden unvorstellbar sind.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Freilich, jedem politischen Geschehen in einer bestimmten Zeit gehen gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen voraus und stehen damit in einer unmittelbareren Wechselwirkung.<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Sturm des Kapitols handelt es sich um ein <em>politisches <\/em>Ereignis; allerdings spiegelt es die tiefgreifenden gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen der letzten Jahrzehnte wider. Diese umf\u00e4nglich analysieren zu k\u00f6nnen, sprengt nicht nur den Rahmen dieses Beitrags, sondern ist Ausdruck einer grunds\u00e4tzlich \u00fcberdeterminierten (sozialen) Wirklichkeit. Anhand von zwei Schlaglichtern m\u00f6chte ich versuchen, etwas mehr Licht weit \u201ahinter\u2018 die Ereignisse des 6. Januar zu werfen. Mein Kommentar verfolgt das Ziel, nach den gesellschaftlichen (bisweilen auch theologischen) Rahmenbedingungen zu fragen, welche die zum Mob gewordenen Individuen bei der Entwicklung ihrer extremen politischen wie (pseudo-)religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen beg\u00fcnstigt haben (k\u00f6nnten). Der Horror des Ereignisses selbst wie auch seine inszenatorische Performanz (da und dort geben die in den Fu\u00dfnoten angef\u00fchrten Homepages Einblicke in erschreckende Hintergr\u00fcnde) m\u00f6gen nicht dazu verleiten, die \u201erioters\u201c als weltanschaulich fehlgeleitete und manipulierte Individuen zu isolieren. Sie sind Symptomtr\u00e4ger, ihre Maskerade verbirgt nicht so sehr ihr individuelles Gesicht, sondern stellt kollektiv zur Schau, was seit langem <em>systemisch<\/em> faul ist im Staate der USA.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlaglicht 1: <em>Religionspolitische Konstellationen<\/em><a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><em> \u2013 theologische Konsequenzen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europ\u00e4er*innen aus s\u00e4kularisierten L\u00e4ndern blicken seit jeher mit Verwunderung bis Unverst\u00e4ndnis auf die noch immer hohe Identifikation mit institutioneller Religion; religionssoziologisch wird diese Dynamik h\u00e4ufig mit der Marktsituation von Religion in den USA erkl\u00e4rt.<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> Gr\u00f6\u00dfer noch ist das Unverst\u00e4ndnis in Bezug auf den beinahe allt\u00e4glichen Gebrauch religi\u00f6ser Sprache in der Politik bei gleichzeitigem Festhalten an der \u201ewall of separation\u201c zwischen Staat und Religion.<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> Bei genauerer Betrachtung des religi\u00f6sen Felds (P. Bourdieu) werden jedoch entscheidende Verschiebungen erkennbar, die \u2013 mindestens indirekt \u2013 die Gesinnungslage der Akteure im Sturm des Kapitols mitbestimmt haben (k\u00f6nnten).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachhaltig aufschlussreiche Einblicke in die \u00fcber Generationen sich ver\u00e4ndernde religi\u00f6se Landschaft bietet nach wie vor <em>American Grace. How Religion Divides and Unites Us<\/em> (2010) der beiden renommierten Politikwissenschaftler Robert D. Putnam<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> und David E. Campbell. Auf den Schock der 1960er Jahre folgen,<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> so Putnam und Campbell, zwei weitere \u201eaftershocks\u201c. Die auch hierzulande bekannte Reaktion auf die Br\u00fcche der 1960er Jahre<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> fand ihren sichtbaren <em>politischen <\/em>Ausdruck im Entstehen und Erstarken der <em>Religious Right<\/em> (der erste <em>aftershock<\/em>). Deren konservative politische Agenda war so eng mit einer bestimmten Lesart der (christlichen) Religion \u2013 vor allem in puncto des gesamten Feldes der Sexualit\u00e4t (vorehelicher Geschlechtsverkehr, Abtreibung, Homosexualit\u00e4t) \u2013 verkn\u00fcpft, dass ein gewisses Segment der in den 1980er und 1990er Jahren erwachsen werdenden Generation sich davon abwandte: \u201e[I]f that\u2019s what religion is all about, then it\u2019s not for me.\u201c Dieser zweite, in Europa weniger bekannte <em>aftershock<\/em> der 1990er und 2000er Jahre zeichnet f\u00fcr das relativ junge Ph\u00e4nomen der sogenannten \u201enones\u201c verantwortlich: Menschen, die keine Bindung mehr an Denominationen haben (wollen), weil ihnen eine solche aufgrund der politischen <em>\u00dcberbeanspruchung<\/em> religi\u00f6s konnotierter Topoi vergr\u00e4mt wurde. \u201eNones\u201c bleiben daher h\u00e4ufig religi\u00f6s musikalisch; der Anteil explizit atheistisch oder agnostisch gestimmter US-Amerikaner*innen nimmt zwar auch zu, aber deutlich langsamer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auswertung des <em>General Social Survey<\/em> (GSS) von 2018 in \u00dcberblendung mit der <em>Cooperative Congressional Election Study <\/em>(CCES) zeigt \u2013 zehn Jahre nach <em>American Grace<\/em><a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> \u2013 eine signifikante Zunahme der \u201enones\u201c.<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> Damit liegen Katholik*innen, (evangelikale) Protestant*innen und \u201enones\u201c nun anteilsm\u00e4\u00dfig im gleichen Segment (ca. 23 bis 28%).<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> Bekannterma\u00dfen bem\u00fchen sich Senator*innen und insbesondere Pr\u00e4sidentschaftskandidat*innen im Vorfeld von Wahlen um die mittlerweile \u201enur\u201c noch etwas mehr als 60% der Bev\u00f6lkerung,<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> die sich als christlich (im denominationell sehr weiten Sinn)<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf den Sturm des Kapitols am 6. Januar ist der ausw\u00e4hlende Blick auf zwei Gruppierungen, die mit diesen Daten korrelieren, von Interesse. Zum einen handelt es sich um die Katholik*innen: sie haben seit den 1950er und 1960er Jahren den gesellschaftlichen Aufstieg vom <em>underdog <\/em>zur (h\u00e4ufig konservativen) Mitte gefunden, zugleich haben sie sich aufgrund von anhaltender Migration vor allem, aber nicht nur aus Lateinamerika intern pluralisiert.<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> Zum anderen interessieren hier die \u201enones\u201c: sie finden, wie oben bereits erw\u00e4hnt (vgl. der zweite <em>aftershock<\/em>) den gr\u00f6\u00dften Zulauf bei der \u201eGeneration X\u201c sowie bei den \u201eMillenials\u201c. \u201eNones\u201c sind zu einem gr\u00f6\u00dferen Teil wei\u00df und gebildet, allerdings politisch dem Zweiparteiensystem nicht einfach zuzuordnen.<a href=\"#_ftn18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <em>crowd<\/em> vor dem Kapitol, von der ein gewisser Teil entschlossene <em>rioters <\/em>waren, die gewaltvoll ins Geb\u00e4ude selbst eindrangen, setzte sich aus ideologisch sehr unterschiedlichen Gruppierungen zusammen. Eine davon, die auch in Europa mittlerweile einen unr\u00fchmlichen Bekanntheitsgrad erreicht hat, ist \u201eQAnon\u201c.<a href=\"#_ftn19\">[19]<\/a> Michael D. Quinn<a href=\"#_ftn20\">[20]<\/a> ist keine Ausnahme, wenn er \u201eQAnon\u201c religionsanaloge Z\u00fcge zuschreibt: \u201e\u2026 [QAnon] is [\u2026] driven by <em>religious conviction<\/em>. The Q movement has come to describe the language of evangelical Christianity. QAnon marries a conspiratorial appetite with hopeful expectations about a dramatically different and happier future, one that is predetermined.\u201d<a href=\"#_ftn21\">[21]<\/a> Bonnie Kristian, mitwirkende Redakteurin bei <em>The Week<\/em> sowie Kolumnistin bei mehreren US-amerikanischen Zeitungen, schl\u00e4gt in dieselbe Kerbe: QAnon gewinnt Mitglieder sowohl aus dem Bereich vormaliger (\u201elapsed\u201c) evangelikaler Christ*innen als auch unter den \u201enones\u201c.<a href=\"#_ftn22\">[22]<\/a> QAnon ist zwar keine religi\u00f6se Bewegung, bedient sich aber spirituell-religi\u00f6s konnotierter Sprache und macht sich die latent vorhandene apokalyptische Stimmung (verst\u00e4rkt durch die aktuelle Pandemie)<a href=\"#_ftn23\">[23]<\/a> zunutze. Menschen, die, wie Quinn argumentiert,<a href=\"#_ftn24\">[24]<\/a> geringen (ideologischen wie lebensweltlichen) <em>Halt<\/em> haben, diesen aber brauchen, bietet QAnon eben das. Die meist noch vorhandene religi\u00f6se Musikalit\u00e4t der \u201eNones\u201c macht sie daher grunds\u00e4tzlich f\u00fcr QAnon empf\u00e4nglich.<a href=\"#_ftn25\">[25]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den USA ist die Katholische Kirche \u2013 dies ist hinl\u00e4nglich bekannt \u2013 <em>politisch<\/em> seit geraumer Zeit in sich gespalten. Die f\u00fcr Putnams und Campbells <em>American Grace<\/em> (2010) verwendeten Daten von 2006 machen eines deutlich: wenn Religiosit\u00e4t im Rahmen von politischen Entscheidungen explizit Gewicht hat und <em>durchschl\u00e4gt<\/em>, so betrifft dies im Wesentlichen zwei Themenbereiche, n\u00e4mlich Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehen.<a href=\"#_ftn26\">[26]<\/a> Dabei handelt es sich nicht um genuin r\u00f6misch-katholische Themen, allerdings bieten diese die Basis, um mit Christ*innen unterschiedlicher Denominationen Allianzen zu bilden und damit gr\u00f6\u00dferes politisches Gewicht zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>American Grace<\/em> bietet dar\u00fcber hinaus eine Erkl\u00e4rung (vor allem anhand der beiden <em>aftershocks<\/em>), weshalb die Allianzen zwischen Katholik*innen und den beiden Parteien, Demokraten und Republikaner, gewechselt haben. Lange Zeit standen die als <em>underdog<\/em> geltenden und einer <em>immigrant church<\/em> zugerechneten Katholik*innen den sozialpolitischen Anliegen der Demokraten nahe (das Eintreten f\u00fcr B\u00fcrgerrechte, nicht nur Individualrechte, sozialstaatliche Programme, etc.). Der <em>conservative turn<\/em> des ersten <em>aftershocks<\/em> f\u00fchrte \u2013 im zweiten <em>aftershock<\/em> \u2013 allerdings dazu, dass es zu einer radikalen Entfremdung zwischen den nachfolgenden Generationen von Katholik*innen und der katholischen Kirche kam mit dem Effekt, dass etwa 60%(!)<a href=\"#_ftn27\">[27]<\/a> derer, die katholisch aufgewachsen waren, keine praktizierenden Katholik*innen mehr sind, \u201ehalf of them having left the Church entirely and half remaining nominally Catholic, but rarely, if ever, taking part in the life of the Church.\u201d<a href=\"#_ftn28\">[28]<\/a> War der Effekt des ersten <em>aftershocks<\/em>, dass sich viele Katholik*innen im Lager der Republikaner wiederfanden, so tat der zweite <em>aftershock<\/em> das seine dazu, die \u00fcbrig gebliebenen Katholik*innen zu einem <em>stronghold<\/em> konservativer Politik zu machen.<a href=\"#_ftn29\">[29]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch inwiefern kann dieser Sachverhalt die Hintergr\u00fcnde der Ereignisse vom 6. Januar erhellen? Spannt man, wie es u.a. der katholische Sozialethiker David Hollenbach SJ<a href=\"#_ftn30\">[30]<\/a> mehrfach getan hat, die Befunde von <em>American Grace<\/em>, das Dokument der US-amerikanischen Bisch\u00f6fe <em>Forming Consciences for Faithful Citizenship<\/em> (2007),<a href=\"#_ftn31\">[31]<\/a> aber auch aktuelle(re) Aussagen bzw. Schreiben von (einzelnen) Bisch\u00f6fen zusammen,<a href=\"#_ftn32\">[32]<\/a> und \u00fcberblendet man dies zus\u00e4tzlich noch mit j\u00fcngeren (h\u00f6chst-)gerichtlichen Entscheiden in Fragen der <em>Religionsfreiheit<\/em>, so zeigt sich einem ein zwar komplexes, aber doch in eine bestimmte Richtung weisendes Bild. Die USA gelten seit ihren Anf\u00e4ngen als Hort der Religionsfreiheit, die eine Vielfalt religi\u00f6s-weltanschaulicher \u00dcberzeugungen nicht blo\u00df dulden, sondern sogar bef\u00f6rdern kann. Vermittelt \u00fcber John Courtney Murray SJ<a href=\"#_ftn33\">[33]<\/a> hat die Katholische Kirche als Weltkirche von dieser geschichtlich-politischen Expertise bei der theologischen Begr\u00fcndung von Religionsfreiheit (im Dokument <em>Dignitatis humanae<\/em>) profitiert. Allerdings werde im Kontext der USA das hohe Gut der Religionsfreiheit aufs Spiel gesetzt, wenn sich die US-amerikanischen Bisch\u00f6fe (in Allianz mit anderen Kirchen) aus <em>verkehrten <\/em>Motiven und zu h\u00e4ufig auf die Religionsfreiheit berufen, um damit <em>indirekt<\/em> die eigenen Moralvorstellungen f\u00fcr allgemeing\u00fcltig zu erkl\u00e4ren. \u201eIndeed, some religious leaders appeal to religious freedom in ways that go beyond protection of the right of their communities to practice their own beliefs, especially their own moral convictions. <em>They seem to want all in society to practice their beliefs<\/em>.\u201d<a href=\"#_ftn34\">[34]<\/a> Ein solcher und wiederholter Zugriff auf Religionsfreiheit untergrabe im Letzten religi\u00f6se Pluralit\u00e4t: \u201eThose who seek to live by their own values should avoid acquiring monopolies that block that same possibility for others.\u201d<a href=\"#_ftn35\">[35]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Douglas Laycock, einer der f\u00fchrenden Rechtskenner in Sachen Religionsfreiheit,<a href=\"#_ftn36\">[36]<\/a> sieht darin die Gefahr, dass das US-amerikanische Modell, das Religion in der \u00d6ffentlichkeit seit jeher erm\u00f6glicht (und dies als eine St\u00e4rke betrachtet) hat, zu einem deutlich restriktiveren franz\u00f6sischen Modell mutieren k\u00f6nnte.<a href=\"#_ftn37\">[37]<\/a> Bei der kontinuierlich betriebenen Engf\u00fchrung von (christlicher und r\u00f6misch-katholischer) Moral auf das Verhindern von Abtreibung und gleichgeschlechtlichen Ehen ger\u00e4t nicht nur die Sorge um das breitere Gemeinwohl aus dem Blick.<a href=\"#_ftn38\">[38]<\/a> Die Fixierung auf diese Themen l\u00e4sst die Toleranz in Sachen Pluralismus von Lebensformen und sexuellen \u201ePr\u00e4ferenzen\u201c schwinden mit dem folgenden gef\u00e4hrlichen Effekt : \u201e[The] [f]ailure to recognize the reality of this pluralism could, if carried to the extreme, <em>lead to a kind of authoritarian politics<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn39\">[39]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesellschaftlichen Umbr\u00fcche, die hier anhand von Putnam und Campbell skizzenhaft nachgezeichnet wurden sowie die vor diesem Hintergrund (bzw. auf diesen reagierend!) schemenhaft sichtbar gemachten (wohlmeinenden!) Interventionen der US-amerikanischen Bisch\u00f6fe sind die benigne, wenngleich keinesfalls unproblematische Facette des Katholischen in den USA.<a href=\"#_ftn40\">[40]<\/a> Wie in einem Brennglas wird all das im Schreiben des Vorsitzenden der US-amerikanischen katholischen Bisch\u00f6fe, Jos\u00e9 H. G\u00f3mez, Erzbischof von Los Angeles, anl\u00e4sslich der Amtseinf\u00fchrung von Pr\u00e4sident Joe Biden am 20. Januar noch einmal deutlich. G\u00f3mez findet f\u00fcr Biden, seit 60 Jahren der erste Katholik in diesem Amt, zwar anerkennende Worte (vor allem angesichts seiner famili\u00e4rer Schicksalsschl\u00e4ge), schwenkt dann allerdings unmittelbar zu harschen Worten, in denen einmal mehr Religionsfreiheit und (Sexual-)Moral miteinander verquickt werden: \u201eI must point out that our new President has pledged to pursue certain policies that would advance moral evils and threaten human life and dignity, most seriously in the areas of abortion, contraception, marriage, and gender. Of deep concern is the <em>liberty of the Church<\/em> and the <em>freedom of believers<\/em> to live according to their consciences.\u201d<a href=\"#_ftn41\">[41]<\/a> Allerdings wurde dieses Statement laut Angaben des Chicagoer Erzbischof Blase J. Cupich ohne Einbindung eines beratenden Gremiums ver\u00f6ffentlicht.<a href=\"#_ftn42\">[42]<\/a> F\u00fcr den Kirchenhistoriker Massimo Faggioli<a href=\"#_ftn43\">[43]<\/a> spiegeln sich darin nicht nur die enormen kirchlichen Turbulenzen wider, sie sind vor allem Ausdruck einer fehlenden \u201eecclesial and theological vision for the Church in this country.\u201c<a href=\"#_ftn44\">[44]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlaglicht 2: <em>If race matters<\/em> \u2013 <em>Kirchen und wei\u00dfe Suprematie<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grellheit des ersten Schlaglichts hat viele <em>white<\/em> US-Amerikaner*innen \u00fcber Jahrzehnte geblendet. Sie konnten es sich in mehrfachem Sinn leisten, nur <em>auf sich <\/em>zu schauen. Robert P. Jones hat \u00fcberzeugend dargelegt, wie sehr die christlichen Kirchen, die gemeinsam noch bis vor wenigen Jahren 70% der US-Amerikaner*innen erreicht haben, einen Status quo stabilisiert haben, bei dem christliche Identit\u00e4t und wei\u00dfe Suprematie untrennbar miteinander verbunden sind.<a href=\"#_ftn45\">[45]<\/a> Die F\u00e4higkeit der Kirchen, den Menschen eine Beheimatung zu geben, hatte einen Preis, der vielfach \u201ebelow the level of consciousness\u201d gelegen hat:<a href=\"#_ftn46\">[46]<\/a> \u201e\u2026 the fact that white churches produced such a strong sense of safety and security for those of us who were inside the institution is why it is so hard for white Christians to see the harm it did to those who were outside it, particularly African Americans [\u2026] numbing our own sensibilities [\u2026].\u201d<a href=\"#_ftn47\">[47]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz (oder auch wegen) solch struktureller Bet\u00e4ubung ist in den letzten Jahrzehnten sowohl demographisch wie gesellschaftspolitisch einiges in Bewegung gekommen etwa durch <em>affirmative action<\/em>, die B\u00fcrgerrechtsbewegung sowie Barack Obama als erstem afroamerikanischen Pr\u00e4sidenten. Damit war eine in den USA mindestens seit der <em>Middle Passage<\/em><a href=\"#_ftn48\">[48]<\/a>sowie dem Genozid an den <em>Native Americans<\/em><a href=\"#_ftn49\">[49]<\/a>gesellschaftlich tief verankerte und daher als selbstverst\u00e4ndlich erscheinende \u00dcberlegenheit der hellh\u00e4utigen Europiden seit l\u00e4ngerem im Schwinden begriffen; zugleich wurde die <em>white supremacy<\/em> immer lauter thematisiert. Pr\u00e4sident Trump war daf\u00fcr ein Sprachrohr:<a href=\"#_ftn50\">[50]<\/a> \u201eTrump uses the gendered, racialized body as a proxy for the nation and locates threats to the nation in women\u2019s and non-white male bodies embodying deep-seated fears of \u201awhite decline\u2019 and threatened borders.\u201c<a href=\"#_ftn51\">[51]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beim Sturm des Kapitols am 6. Januar mit Stolz getragene Flagge der Konf\u00f6derierten Staaten ist ein unmissverst\u00e4ndliches Zeichen f\u00fcr den gewaltsamen Versuch, die wei\u00dfe Vorherrschaft in den USA zu halten bzw. wiederherzustellen. Die Bedeutung von Donald Trumps wiederholter Aufforderung: <em>Stop the steal<\/em>!<a href=\"#_ftn52\">[52]<\/a> umfasst weit mehr als die vermeintlich gestohlenen W\u00e4hlerstimmen. <em>Commonweal<\/em>-Redakteur Clifford Thompson vertritt die Ansicht, dass sich vor dem Hintergrund des bef\u00fcrchteten <em>white decline<\/em> viele Trump-Unterst\u00fctzer*innen tats\u00e4chlich bestohlen f\u00fchlen: \u201e\u2026 it is the value of the thing in which they are rooted \u2013 whiteness \u2013 which of course is the real source of their complaint. There is a kind of inflation at work: <em>whiteness doesn\u2019t buy what it used to<\/em>. Not so long ago, it was sure to constitute the winning bid for the White House. Eight years under President Obama and a woman of color as the new vice president have nullified that idea.\u201d<a href=\"#_ftn53\">[53]<\/a> Die W\u00e4hrung wei\u00dfer \u00dcberlegenheit hat unwiederbringlich an Wert verloren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wird es in Zukunft bedeuten k\u00f6nnen, dass <em>black and indigenous, racially diverse life matters<\/em> in den USA? Wie umfassend m\u00fcssen individuelle und kollektive Transformationen \u00fcberlegt und angegangen werden, dass der 6. Januar 2021 retrospektiv als Wendepunkt zu einem Besseren gesehen werden k\u00f6nnte? Pr\u00e4sident Bidens einfache und doch programmatische S\u00e4tze bei seiner Amtseinf\u00fchrung am 20. Januar k\u00f6nnen irref\u00fchrend sein: \u201eLet us listen to one another. Hear one another. See one another. Show respect to one another.\u201d<a href=\"#_ftn54\">[54]<\/a> Denn sie k\u00f6nnen verdecken, was die Pastoren von zwei <em>First Baptist Churches<\/em> in Macon (Bundesstaat Georgia) in einem sehr m\u00fchsamen Prozess des Aufeinander-Zugehens ihrer beiden <em>racially diverse<\/em> Gemeinden gelernt haben. Pastor Dickinson im Interview mit Robert P. Jones: \u201eI\u2019ve started using <em>justice work<\/em> more, not saying <em>racial reconciliation<\/em>, but really talking about <em>racial justice<\/em>. When we throw around the word <em>reconciliation<\/em>, especially as white Christians, white people, we\u2019re betraying our desire to just kind of move through all the hard stuff just to get to the happy stuff. So, when we\u2019re talking about justice work, for me we are getting into these much stickier questions of what has been lost, what is owed.\u201d<a href=\"#_ftn55\">[55]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sieht man den gewaltsamen Sturm des Kapitols (auch) als ein Aufb\u00e4umen wei\u00dfer Suprematie, dann m\u00fcss(t)en Kirchen und Theologien ihren Aufwachprozess weiter beschleunigen, um erkennen zu k\u00f6nnen, wie sehr diese <em>hidden ideology<\/em> die Vision des Evangeliums (und in weiten Bereichen auch jene der US-amerikanischen Verfassung) nicht nur vernebelt, sondern verunm\u00f6glicht hat. Was aber geschieht mit der Verbitterung all jener, die sich ihrer Privilegien als <em>white <\/em>US-Amerikaner*innen beraubt sehen? Kann diese Verbitterung vermittels <em>unm\u00f6glicher<\/em><a href=\"#_ftn56\">[56]<\/a> Anstrengungen von Organisationen und Individuen in der Vision des afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin (1924-1987) <em>aufgehoben <\/em>sein? Schon 1968 meinte Baldwin gegen\u00fcber James H. Scheuer, Abgeordneter des Bundesstaats New York im Repr\u00e4sentantenhaus: \u201eI have learned a lot from you, and a lot of it is bitter, but you have a lot to learn from me, and a lot of that will be bitter. <em>That bitterness is our only hope<\/em>. That is the only way we get past it.\u201c<a href=\"#_ftn57\">[57]<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Der 20. Jahrestag von Wikipedia (am 15.1.2021) l\u00e4sst es angemessen erscheinen, auf die seit dem 6. Januar 2021 kontinuierlich erweiterte Seite \u201e2021 storming of the United States Capitol\u201c hinzuweisen. Sie ist in den letzten drei Wochen quasi vor den Augen der interessierten Leserin entstanden. Mit Stand 31.1.2021 weist sie 473 Fu\u00dfnoten auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Unabh\u00e4ngig davon, wie die eindeutigen Ank\u00fcndigungen (\u201e\u2026 we will storm the goverment buildings, kill cops, kill security guards, \u2026\u201c) auf den Social-Media-Kan\u00e4len im Vorfeld eingesch\u00e4tzt wurden bzw., retrospektiv betrachtet, seitens der Sicherheitsfachleute <em>falsch<\/em> eingesch\u00e4tzt wurden. Vgl. dazu u.a.: <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2021\/01\/08\/us\/online-extremism-inauguration-capitol-invs\/index.html\">https:\/\/edition.cnn.com\/2021\/01\/08\/us\/online-extremism-inauguration-capitol-invs\/index.html<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Die These geht auf Anthony de Lucas Buch <em>Personality, Power and Politics<\/em> (Original 1983) zur\u00fcck. Ein Beispiel einer (kontingent) g\u00fcnstigen Konstellation ist jenes von S\u00fcdafrikas vormaligen Pr\u00e4sident Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> In der demographischen Forschung zu Generationen und Kohorten stehen oft Ereignisse im Vordergrund, die eine bestimmte Generation in den entscheidenden Jahren des <em>coming of age<\/em> gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Im Hintergrund steht hier das (altert\u00fcmliche) Verst\u00e4ndnis von Maske (<em>prosopon<\/em>), das nicht verbirgt, sondern (Charaktere) verdeutlicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Religionspolitik hat in den letzten Jahren deutlich an Brisanz gewonnen: Kreuze und Kopftuch im \u00f6ffentlichen Raum, das Sch\u00e4chten sowie Fragen der Blasphemie sind nur einige Themen aus diesem Bereich; vgl. dazu u.a. Antonius Liedhegener\/ Gert Pickel (Hg.), Religionspolitik und Politik der Religionen in Deutschland: Fallstudien und Vergleiche, Wiesbaden 2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich verwende \u201ereligionspolitisch\u201c hier in einer Bedeutung, wie Robert N. Bellah sie im Kontext der zivilreligi\u00f6sen Debatten in den USA eingef\u00fchrt hat, m.E. jedoch dar\u00fcber hinaus \u2013 zeitlich wie geographisch \u2013 Bedeutung beh\u00e4lt: \u201eWhile the exact application of the term civil religion can be debated, the ubiquity of what can be called \u201athe <em>religio-political problem<\/em>\u2018 can hardly be doubted. In no society can religion and politics ignore each other. Faith and power must always, however uneasily, take a stance toward one another.\u201c (Robert N. Bellah\/ Phillip E. Hammond, Varieties of Civil Religion, Cambridge u.a. 1980, vii)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Vgl. u.a. Gert Pickel, Religionssoziologie. Eine Einf\u00fchrung in zentrale Themenbereiche, Wiesbaden 2011, 198-217.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Die h\u00e4ufig verwendete Metapher der <em>wall of separation<\/em> besagt, dass der Staat keine Religion bevorzugen (oder gar zur Staatsreligion machen), zugleich aber die freie Aus\u00fcbung von Religion nicht verbieten darf. Diese Metapher geht auf ein Schreiben von Pr\u00e4sident Thomas Jefferson aus dem Jahr 1802 zur\u00fcck. Darin nimmt Jefferson Bezug auf den Zusatzartikel I der Konstitution (<em>First Amendmen<\/em>t; 1791). Jefferson deutet den sogenannten \u201eEstablishment Clause\u201c so, dass dieser dem Errichten einer \u201ewall of separation between Church and State\u201d gleichk\u00e4me.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Bekannt geworden ist Robert Putnam vor allem mit <em>Bowling alone. <\/em><em>The Collapse and Revival of American Community, New York 2000<\/em>. An der Harvard Kennedy School war Putnam bis 2018 forschend und lehrend t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Im Hintergrund steht hier die These der Autoren, dass zwar in einem Einwanderungsland wie den USA die Dynamik religi\u00f6sen Wandels immer deutlich sichtbar war, dass aber sowohl die Richtung als auch die Geschwindigkeit dieses Wandels sich in den letzten f\u00fcnfzig Jahren [seit Erscheinen der Publikation 2010!] verschoben bzw. noch deutlich erh\u00f6ht hat. Der Wandel vollzog sich in drei \u201eseismischen\u201c Phasen. Vgl. Putnam\/ Campbell, American Grace, 81.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> \u201eNothing changed so profoundly in the United States during the 1960s as American religion.\u201c (Maurice Issermann\/ Michael Kazin, America Divided. The Civil War of the 1980s, New York 2008, 249)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Die von Putnam und Campbell verwendeten Daten stammen aus den Jahren 2007 und 2008.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Vgl. f\u00fcr eine Deutung der Datendiskrepanz zwischen GSS und CCES u.a. Ryan P. Burge, How Many \u201cNones\u201d Are There? Explaining the Discrepancies in Survey Estimates, in: Review of Religious Research 2020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Die aktuellsten Zahlen stammen vom renommierten <em>Pew Research Center<\/em>: <em>Religion &amp; Public Life<\/em>. Vgl. vor allem: <a href=\"https:\/\/www.pewforum.org\/2021\/01\/14\/measuring-religion-in-pew-research-centers-american-trends-panel\/\">https:\/\/www.pewforum.org\/2021\/01\/14\/measuring-religion-in-pew-research-centers-american-trends-panel\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> In der <em>Religious Landscape Study<\/em> von 2014(!) lag dieser Wert noch bei 70,6% (<a href=\"https:\/\/www.pewforum.org\/religious-landscape-study\/\">https:\/\/www.pewforum.org\/religious-landscape-study\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> Nebst der Vielzahl an protestantischen und evangelikalen Kirchen geh\u00f6ren hier ebenso Mormonen, Zeugen Jehovas sowie katholische und orthodoxe Kirchen dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> Mehr als 50% der Katholik*innen sind bereits hispanoamerikanischer Herkunft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> Vgl. f\u00fcr eine detailliertere (soziologische) Kennzeichnung der \u201eNones\u201c: <a href=\"https:\/\/www.pewforum.org\/religious-landscape-study\/religious-tradition\/unaffiliated-religious-nones\/\">https:\/\/www.pewforum.org\/religious-landscape-study\/religious-tradition\/unaffiliated-religious-nones\/<\/a> (2014!).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Vgl. dazu u.a. das Interview mit Extremismusforscherin Julia Ebner \u00fcber QAnon im <em>Standard<\/em> vom 19.10.2020 (pressreader.com\/austria\/der-standard\/20201019\/281659667523595). Das FBI bezeichnet QAnon als terroristische Gruppierung (vgl. u.a.: <a href=\"https:\/\/www.npr.org\/2020\/08\/21\/904798097\/how-qanon-conspiracy-is-spreading-in-christian-communities-across-the-u-s?t=1611832205162\">https:\/\/www.npr.org\/2020\/08\/21\/904798097\/how-qanon-conspiracy-is-spreading-in-christian-communities-across-the-u-s?t=1611832205162<\/a>). Zur Einordnung: bei NPR (National Public Radio) handelt es sich um \u2013 im europ\u00e4ischen Sinn \u2013 \u00f6ffentlich-rechtliches Radio mit vielen lokalen Radiosendern, das eine sehr hohe journalistische Qualit\u00e4t bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref20\">[20]<\/a> Michael D. Quinn, QAnon: An Objective Guide to Understand QAnon, The Deep State and Related Conspiracy, Independently Published 2020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref21\">[21]<\/a> Ebd., 40.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref22\">[22]<\/a> Vgl. Bonnie Kristian, Is QAnon the Newest American Religion? (<a href=\"https:\/\/theweek.com\/articles\/915522\/qanon-newest-american-religion\">https:\/\/theweek.com\/articles\/915522\/qanon-newest-american-religion<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref23\">[23]<\/a> Katelyn Beaty schildert, dass Pastor*innen aufgrund der Covid-19-Ma\u00dfnahmen nur noch wenig bis keinen korrektiven Einfluss mehr auf ihre Gemeindemitglieder nehmen konnten und folglich manche davon f\u00fcr die konspiratorische Rhetorik von QAnon anf\u00e4lliger wurden (<a href=\"https:\/\/religionnews.com\/2020\/08\/17\/qanon-the-alternative-religion-thats-coming-to-your-church\/\">https:\/\/religionnews.com\/2020\/08\/17\/qanon-the-alternative-religion-thats-coming-to-your-church\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref24\">[24]<\/a> Vgl. Quinn, QAnon, 43.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref25\">[25]<\/a> Vgl. Kristian, QAnon Newest Religion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref26\">[26]<\/a> Vgl. Putnam\/ Campbell, American Grace, 384.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref27\">[27]<\/a> Dies meint Anglo- und nicht Hispanokatholik*innen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref28\">[28]<\/a> Putnam\/ Campbell, American Grace, 140f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref29\">[29]<\/a> Damit soll keinesfalls der Eindruck entstehen, es g\u00e4be keinen liberalen oder auch \u201elinken\u201c Katholizismus in den USA oder dieser sei nur ein marginales Ph\u00e4nomen. Um nur eine Organisation zu nennen, die dies seit den sp\u00e4ten 1970er Jahren verk\u00f6rpert und auf dem Engagement von Laien beruht: <em>Call to Action<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.cta-usa.org\/\">https:\/\/www.cta-usa.org\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref30\">[30]<\/a> Langj\u00e4hrig am Boston College t\u00e4tig, wirkt Hollenbach seit einigen Jahren als Senior Fellow am renommierten <em>Berkley Center for Religion, Peace &amp; World Affairs<\/em> der Georgetown University.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref31\">[31]<\/a> Sowie die 2009 von einigen katholischen, orthodoxen und evangelikalen Kirchenverantwortlichen gemeinsam verfasste <em>Manhattan Declaration: A Call of Christian Conscience<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.manhattandeclaration.org\/\">https:\/\/www.manhattandeclaration.org\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref32\">[32]<\/a> David Hollenbach, Religious Freedom, Morality and Law: John Courtney Murray Today, in: Journal of Moral Theology 1 (2012), 69-91.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref33\">[33]<\/a> Vgl. f\u00fcr Murrays zentrale Bedeutung bei der Entstehung von <em>Dignitatis humanae<\/em> u.a.: Franz Xaver Bischof, Die Konzilserkl\u00e4rung \u00fcber die Religionsfreiheit <em>Dignitatis humanae<\/em>, in: ders.\/ Stephan Leimgruber (Hg.), Vierzig Jahre II. Vatikanum. Zur Wirkungsgeschichte der Konzilstexte, W\u00fcrzburg 2004, 334-354.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref34\">[34]<\/a> David Hollenbach, Challenges to Religious Freedom in the USA: Some Lessons from Global Crises, in: Theological Studies 81 (2020), 540-559, hier: 551.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref35\">[35]<\/a> Douglas Laycock, Religious Liberty and the Culture Wars, in: University of Illinois Law Review 3 (2014), 839-80, hier: 879.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref36\">[36]<\/a> Vgl. Douglas Laycock, Religious Liberty (5 B\u00e4nde), Grand Rapids\/ MI \u2013 Cambridge\/ UK 2010-2018.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref37\">[37]<\/a> Vgl. Laycock, Religious Liberty and the Culture Wars, 869.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref38\">[38]<\/a> Beispielhaft verdeutlicht ist dies daran, dass die US-amerikanischen Bisch\u00f6fe mit Hinweis auf die Religionsfreiheit(!) die Errichtung des <em>Affordable Care Act<\/em> (gemeinhin als \u201eObamacare\u201c bezeichnet) ablehnten, da er Schlupfl\u00f6cher f\u00fcr mit Steuergeldern finanzierten Zugang zu Abtreibungen erm\u00f6gliche (Vgl. Hollenbach, Religious Freedom, 76; vgl. dazu das Schreiben des damaligen Chicagoer Erbischofs Cardinal Francis George: <a href=\"https:\/\/www.usccb.org\/issues-and-action\/human-life-and-dignity\/health-care\/upload\/health-care-cardinal-george-statement.pdf\">https:\/\/www.usccb.org\/issues-and-action\/human-life-and-dignity\/health-care\/upload\/health-care-cardinal-george-statement.pdf<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref39\">[39]<\/a> Hollenbach, Challenges to Religious Freedom, 552 (Herv. A.T.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref40\">[40]<\/a> Die abgr\u00fcndige Facette wird beim schnellen Durchklicken von Homepages wie \u201eChurch Militant\u201c oder \u201eLifeSiteNews\u201c sichtbar. Auch das <em>The Eternal Word Television Network<\/em> (EWTN) spielt hier eine Rolle. Insgesamt wird solchen Gruppierungen aber auch einigen bekannten Katholik*innen mit einer \u00f6ffentlichen Funktion Komplizenschaft bei den Ereignissen des 6. Januar zugeschrieben; vgl. dazu u.a. das Editorial des <em>National Catholic Reporters <\/em>vom 7. Januar 2021 (<a href=\"https:\/\/www.ncronline.org\/news\/opinion\/editorial-catholics-need-confess-their-complicity-failed-coup\">https:\/\/www.ncronline.org\/news\/opinion\/editorial-catholics-need-confess-their-complicity-failed-coup<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref41\">[41]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.usccb.org\/news\/2021\/usccb-presidents-statement-inauguration-joseph-r-biden-jr-46th-president-united-states\">https:\/\/www.usccb.org\/news\/2021\/usccb-presidents-statement-inauguration-joseph-r-biden-jr-46th-president-united-states<\/a> (Herv. A.T.). In die gleiche Kerbe schlug auch der fr\u00fchere Pr\u00e4fekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ludwig M\u00fcller, in einem Interview mit kath.net (<a href=\"https:\/\/www.kathpress.at\/goto\/meldung\/1981793\/Kardinal_M__ller__USA_nimmt_mit_Biden_Kurs_auf__Entchristianisierung_\">https:\/\/www.kathpress.at\/goto\/meldung\/1981793\/Kardinal_M__ller__USA_nimmt_mit_Biden_Kurs_auf__Entchristianisierung_<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref42\">[42]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/thetablet.org\/chicago-cardinal-disagrees-with-usccb-president-over-statement-on-bidens-inauguration\/\">https:\/\/thetablet.org\/chicago-cardinal-disagrees-with-usccb-president-over-statement-on-bidens-inauguration\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref43\">[43]<\/a> Faggioli lehrt an der renommierten katholischen <em>Villanova University<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref44\">[44]<\/a> Massimo Faggioli, Lots of Politics, Little Legitimation. The USCCB needs an ecclesial and theological vision, in: Commonweal vom 28.1.2021 (<a href=\"https:\/\/www.commonwealmagazine.org\/lots-politics-little-legitimacy?utm_source=Main+Reader+List&amp;utm_campaign=30c8f9828e-EMAIL_CAMPAIGN_2017_03_16_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_407bf353a2-30c8f9828e-92513465\">https:\/\/www.commonwealmagazine.org\/lots-politics-little-legitimacy?utm_source=Main+Reader+List&amp;utm_campaign=30c8f9828e-EMAIL_CAMPAIGN_2017_03_16_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_407bf353a2-30c8f9828e-92513465<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref45\">[45]<\/a> Vgl. auch Robert P. Jones, The End of White Christian America, New York u.a. 2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref46\">[46]<\/a> Robert P. Jones, White too Long. The Legacy of White Supremacy in American Christianity, New York u.a. 2020, 9.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref47\">[47]<\/a> Ebd., 74.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref48\">[48]<\/a> In der US-amerikanischen Geschichtsschreibung wird der atlantische Sklavenhandel als <em>middle passage<\/em> bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref49\">[49]<\/a> Die Verwendung des Begriffs Genozid im kriegerischen Umgang mit den indigenen V\u00f6lkern ist in der (US-amerikanischen!) Forschung umstritten; es wird, wenn \u00fcberhaupt, von \u201egenozidalen Episoden\u201c gesprochen; vgl. dazu u.a. Brenden Rensink, Genocide of Native Americans: Historical Facts and Historiographic Debates, in: Samuel Totten\/ Robert K. Hitchcock (Hg.), Genocide of Indigenous Peoples (Bd. 8: Genocide: A Critical Bibliographic Review), New Brunswick\/ NJ 2011, 15-36.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref50\">[50]<\/a> In der ersten <em>presidential debate<\/em> zwischen Donald Trump und Joe Biden (29.9.2020) wurde Trump von Moderator Chris Wallace (Fox News) gefragt, ob er bereit sei, wei\u00dfe Suprematisten und B\u00fcrgerwehren zu verurteilen. Trumps Antwort war ausweichend und vielsagend zugleich: \u201eProud Boys, stand back and stand by.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.npr.org\/2020\/09\/30\/918483794\/from-debate-stage-trump-declines-to-denounce-white-supremacy\">https:\/\/www.npr.org\/2020\/09\/30\/918483794\/from-debate-stage-trump-declines-to-denounce-white-supremacy<\/a>). Bei den \u201eProud Boys\u201c handelt es sich bekannterma\u00dfen um eine rechtsextreme Gruppierung haupts\u00e4chlich wei\u00dfer M\u00e4nner, welche die Ausl\u00f6schung der westlichen Kultur als gr\u00f6\u00dfte Bedrohung erachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref51\">[51]<\/a> Banu G\u00f6kar\u0131ksel\/ Sara H. Smith, \u201eMaking America great again\u201d? The fascist body politics of Donald Trump, in: Political Geography 54 (2016), 1-3, hier: 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref52\">[52]<\/a> Trump hat auch in jenem Tweet, mit dem er auf die Protestkundgebung am 6. Januar hingewiesen hat, diesen Slogan verwendet (vgl. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EpQNyykSiC0\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EpQNyykSiC0<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref53\">[53]<\/a> Clifford Thompson, Masked Men. White Supremacy &amp; Trump\u2019s Delusion, in: Commonweal vom 18.1.2021 (Herv. A.T.) (<a href=\"https:\/\/www.commonwealmagazine.org\/masked-men?utm_source=Main+Reader+List&amp;utm_campaign=a1c3e31142-EMAIL_CAMPAIGN_2017_03_16_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_407bf353a2-a1c3e31142-92513465\">https:\/\/www.commonwealmagazine.org\/masked-men?utm_source=Main+Reader+List&amp;utm_campaign=a1c3e31142-EMAIL_CAMPAIGN_2017_03_16_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_407bf353a2-a1c3e31142-92513465<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref54\">[54]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefing-room\/speeches-remarks\/2021\/01\/20\/inaugural-address-by-president-joseph-r-biden-jr\/\">https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefing-room\/speeches-remarks\/2021\/01\/20\/inaugural-address-by-president-joseph-r-biden-jr\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref55\">[55]<\/a> Jones, White too Long, 227 (Herv. im Original).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref56\">[56]<\/a> Hier klingt eine philosophisch-theologische Bedeutung von \u201eunm\u00f6glich\u201c an, wie sie u.a. bei S\u00f6ren Kierkegaard und Simone Weil gedacht und verwendet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref57\">[57]<\/a> James Baldwin, The Nigger we Invent, in: ders., The Cross of Redemption. Uncollected Writings, hg. v. Randall Keenan, New York 2010, 113 (Herv. A.T.). Vgl. f\u00fcr eine aktuelle Er\u00f6rterung einer <em>anspruchsvollen<\/em> Theologie der Hoffnung angesichts bleibender <em>racial injustice<\/em> in den USA, Vincent Lloyd, For What Are Whites to Hope?, in: Political Theology 17 (2016), 168-181.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild von Pixabay.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rat-Blog Nr. 7\/2021<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andreas Telser denkt nach und gibt einen weiten Ausblick auf die Entwicklung der religi\u00f6sen Landschaft in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,137,143,136],"tags":[19,204,203,36,71,85,90,95,113],"ppma_author":[330],"class_list":["post-1329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beitraege","category-christentum","category-politik","category-religion","tag-christentum","tag-gemeinschaft-und-sozialer-zusammenhalt","tag-gesellschaft","tag-gewalt","tag-macht-und-ohnmacht","tag-politik","tag-recht-und-religionsfreiheit","tag-religionswissenschaft","tag-transformation","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":330,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"andreas-telser","display_name":"Andreas Telser","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"1","user_url":"","last_name":"Telser","first_name":"Andreas","job_title":"","description":"Dr. Andreas Telser war viele Jahre am Institut f\u00fcr Fundamentaltheologie und Dogmatik der Katholischen Privatuniversit\u00e4t Linz t\u00e4tig. 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