{"id":1456,"date":"2021-04-09T11:38:54","date_gmt":"2021-04-09T11:38:54","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.at\/?p=1456"},"modified":"2023-07-06T09:50:42","modified_gmt":"2023-07-06T09:50:42","slug":"muslimische-influencerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=1456","title":{"rendered":"Muslimische Influencer*innen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/girl-5691588_1920.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-1458\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/girl-5691588_1920.jpg 1920w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/girl-5691588_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/girl-5691588_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/girl-5691588_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/girl-5691588_1920-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong><em><strong>R\u00fcdiger Lohlker<\/strong><\/em><\/strong> beleuchtet ein noch wenig beforschtes globales Ph\u00e4nomen, das sich zwischen \u00d6konomie, \u00c4sthetik, Politik und Religion aufspannt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Ph\u00e4nomenen der zeitgen\u00f6ssischen islamischen Welt, die in der Forschung wenig Beachtung finden, z\u00e4hlt ohne Zweifel das der muslimischen Influencer*innen. F\u00fcr manche mag es zu banal erscheinen, um forschungsw\u00fcrdig zu sein. Allerdings w\u00e4re die Islamforschung gut beraten, ein solches Ph\u00e4nomen nicht zu ignorieren, das online enorme Zugriffszahlen aufweist. Obwohl das Ph\u00e4nomen sich also nicht in elaborierten Diskursen zeigt, hat es eine solche Resonanz in muslimischen Gemeinschaften weltweit, dass sich ein Ignorieren ihm gegen\u00fcber verbietet, wenn gehaltvolle Aussagen \u00fcber den zeitgen\u00f6ssischen Islam gemacht werden sollen. Wenn es auch ein weltweites Ph\u00e4nomen ist, wird sich diese Betrachtung aus pragmatischen Gr\u00fcnden weitgehend auf Personen, die einen Bezug zu einem europ\u00e4ischen Rahmen haben, konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Influencing<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was sind nun Influencer*innen? Angesichts der inflation\u00e4ren Anwendung dieses Ausdrucks scheint eine Eingrenzung sinnvoll. Ich folge hier einem j\u00fcngst erschienenen Buch \u00fcber Influencer*innen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Influencer ist eine der wichtigsten Sozialfiguren des digitalen Zeitalters. Er ist ein die Pop- und Konsumkultur, die Werbebranche und den Kapitalismus pr\u00e4gendes Ph\u00e4nomen, das l\u00e4ngst nicht mehr nur auf das Netz begrenzt ist. [\u2026] Die Influencer besitzen [\u2026] eine gro\u00dfe \u00f6konomische, aber auch ideologische Macht.\u201c (Nymoen\/Schmitt 2021: 7-8)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist, dass Influencer*innen im Marketing-<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> und Werbebereich zu verorten sind und durchaus eigene Marken pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Influencer ist dabei in der Regel nicht der Botschafter einer einzigen Marke, sondern bewirbt verschiedene Produkte. Dabei ist entscheidend, dass er diese m\u00f6glichst eng mit der eigenen Person verkn\u00fcpft, indem er zeigt, dass er sie verwendet, und sich zugleich als Konsument und Pr\u00e4sentator inszeniert.\u201c (Nymoen\/Schmitt 2021: 8)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht in dieser Analyse <em>nicht<\/em> um einen Begriff des Influencing, der weit gefasst wird und jede Art der Einflussnahme unter Nutzung des Internet bezeichnen soll. Dieser modischen Gebrauchsweise wird hier nicht gefolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiges Ergebnis der bisherigen Forschung zum religi\u00f6sen Influencing ist die Betonung der Bedeutung des <em>doing emotion,<\/em> im Anschluss an Monique Scheer verstanden als Emotionen, die zum einen selbst Praktiken sind \u201eund gleichzeitig mit anderen Praktiken verwoben, in denen sie kommuniziert, mobilisiert und gestaltet werden k\u00f6nnen.\u201c (Krain\/M\u00f6\u00dfle 2020: 170) Gerade dieses Ankn\u00fcpfen an Emotionen kann dem manchmal konstatierten Verlust an Glaubw\u00fcrdigkeit f\u00fcr religi\u00f6ses Influencing abhelfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hauptplattformen auch des muslimischen Influencings sind Instagram, YouTube und TikTok. Im Universum der mobilen Mediensoftware <em>Instagram <\/em>positionieren sich auch muslimische Influencer*innen. Sie nutzen diese abgeschliffene kulturelle Software, um ihre Online-Pr\u00e4sentation als \u201ematerial for action\u201c f\u00fcr ihre sozialen (Bild-)Praxen zu verwenden (Gunkel 2018: 338).&nbsp; Aus diesen technisch induzierten (Bild-)Praxen ergibt sich auch eine st\u00e4rkere Implizierung des Muslimseins \u2013 verbunden mit einer Normalisierung im Rahmen der Plattform. Zugleich bedeutet aber auch die selbstverst\u00e4ndlich werdende Pr\u00e4senz von Muslim*innen eine Rekonstruktion der muslim*ischen Normalit\u00e4t im Rahmen der Normalit\u00e4t des algorithmischen Kapitalismus, der von diesen Plattformen getragen wird und deren Imperativen und denen der Werbewirtschaft folgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jenseits technischer Einbettungen sind auch andere Einbettungen muslimischer Influencer*nnen zu bemerken. In diesem Beitrag wird das Influencing in verschiedenen Bereichen der Mode betrachtet. Der weitere Bereich des Lifestyle-Influencing wird nur gestreift und muss weiterer Betrachtung vorbehalten bleiben. Damit ist die erste Einbettung die in der Mode im allgemeinen Sinn und die zweite die in der breiteren <em>Modest Fashion <\/em>des Modemarktes. Die dritte Einbettung ist die in die BIPOC-Narrative. Diese Einbettungen sind f\u00fcr muslimische Influencer*innen immer islamisch kontextualisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Mode allgemein<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Feld der Modestudien (<em>fashion studies<\/em>) kann als sozialer Prozess des Aushandelns und der Artikulation verschiedener Elemente verstanden werden (Kaiser 2013). Es hat sich auf eine Vielfalt von disziplin\u00e4ren, interdisziplin\u00e4ren und transnationalen Orten aufgeteilt. Als Resultat kann f\u00fcr diese Studie vermerkt werden, dass Modestudien sich zu einem eigenen Feld der <em>cultural studies<\/em> entfaltet und sich von der \u201eEuromodernit\u00e4t\u201c (Grossberg 2010) fortentwickelt haben. \u201eEine der bemerkenswertesten Wandlungen in den <em>fashion studies<\/em> war die Erkenntnis, dass Mode kein rein \u201awestliches\u2018, wei\u00dfes, junges, weibliches, heterosexuelles, bourgeoises Ph\u00e4nomen ist. Vielmehr gibt es vielf\u00e4ltige Geschichten und Stile der Mode \u2013 wie auch solche der Modernit\u00e4ten.\u201c (Kaiser 2013: 4; \u00dcbersetzung RL).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die<\/em> Mode hat sich so in verschiedene miteinander konkurrierende Looks aufgespaltene <em>style tribes<\/em> gegliedert, die sich z. B. durch Zugeh\u00f6rigkeit zu Jugendkulturen, aber auch durch das Vorziehen bestimmter Modemarken identifizieren lassen. Eine Gruppe dieser<em> tribes <\/em>sind die der <em>Modest Fashion<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Modest Fashion<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie l\u00e4sst sich <em>Modest Fashion <\/em>verstehen? Auf der ersten Ebene l\u00e4sst sie sich zweifelsohne als Ausdrucksform einer Kritik der g\u00e4ngigen Mode verstehen, geboren aus dem Bed\u00fcrfnis, den K\u00f6rper zu bedecken, sei es, weil der K\u00f6rper nicht den Anspr\u00fcchen des modernen, dynamischen K\u00f6rpers entspricht oder einer spezifischen Bekleidungstradition gefolgt wird. Auf der zweiten Ebene kann diese Art, sich zu bekleiden, religi\u00f6s legitimiert sein, ohne als solche religi\u00f6s determiniert zu sein. Auf der dritten Ebene l\u00e4sst sie sich als Ausdruck der sogenannten <em>Generation M<\/em>, der Generation junger Muslim*innen, die einem modernen Lifestyle folgen (Janmohamed 2016), beschreiben. Generell ist sie Ausdruck der Neubelebung des Religi\u00f6sseins<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>, dessen Tr\u00e4gerinnen insbesondere Frauen geworden sind. Hier trifft sich die Abwertung von Frauen mit der Abwertung der Moderne als minderwertige Form der Kultur. Reina formuliert es treffend, wenn sie dar\u00fcber schreibt, dass Entscheidungen f\u00fcr bestimmte modische Kleidungsweisen wichtig f\u00fcr das religi\u00f6se Leben von Menschen ist :<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEin Schl\u00fcsselaspekt ist, dass die Mode als von Frauen dominiert verstanden wird \u2013 nicht nur als Produzentinnen auch als Konsumentinnen. Die \u201awirkliche\u2018 Religion aber wird \u2013 so wird normalerweise angenommen \u2013 von M\u00e4nnern dominiert, die die Machtposition von Religion sowohl \u201areal\u2018 als auch symbolisch einnehmen. [\u2026] Nat\u00fcrlich ist einer der Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Frauen sowohl in der Mode als auch in der zeitgen\u00f6ssischen Religion in hohem Ma\u00dfe sichtbar sind, dass sie Bereiche niedrigen Prestiges sind \u2013 oder im Falle des Westens: geworden sind. Dies ist sowohl die Ursache als auch ein Effekt der Art und Weise wie beide Bereiche oft trivialisiert und ignoriert werden. Jedoch macht dies beide zu Sph\u00e4ren, in denen Frauen autonom und kreativ handeln k\u00f6nnen, au\u00dferhalb der m\u00e4nnlichen Kontrolle und als eigenst\u00e4ndige Anf\u00fchrerinnen.\u201c (Reina 2013: XVIII; \u00dcbersetzung RL)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir also Religion weniger konventionell betrachten wollen, ist die Besch\u00e4ftigung mit muslimischen Influencer*innen und der<em> modest fashion<\/em> und der Rolle von Frauen in ihr von h\u00f6chstem Interesse f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis des zeitgen\u00f6ssischen Islams.Eine Sichtweise des Ph\u00e4nomens der <em>modest fashion<\/em> Modewirtschaft in der<em> Vogue <\/em>liest sich so:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eF\u00fcr Khan ist die zunehmende Verbreitung des neuen Stils ein Beweis f\u00fcr die wachsende Innovationskraft der Branche. Sie erkl\u00e4rt, dass muslimische Frauen weltweit zwar die gleichen islamischen Prinzipien der Bedeckung vertreten \u2013 lange \u00c4rmel, Kn\u00f6chell\u00e4nge, kein Dekollet\u00e9, keine durchsichtigen Stoffe \u2013, aber es sind ihre vielseitigen Interpretationen und Herangehensweisen, die sich als aufregend erweisen. Eine Iranerin in Teheran mag ein locker drapiertes Kopftuch bevorzugen, das zu ihrer Hose und Jacke passt; ihre Kolleginnen am Golf haben hingegen oft eine Vorliebe f\u00fcr flie\u00dfende Abayas, die westliche Einfl\u00fcsse mit \u00f6stlichem Stil verbinden. Selbst innerhalb eines Landes, wie beispielsweise Saudi-Arabien, gibt es regionale Unterschiede, wie die Abaya getragen wird. Die muslimische Konsumentin ist weit davon entfernt, einer vollkommen gleichgesinnten Bev\u00f6lkerungsgruppe anzugeh\u00f6ren, ihre Bed\u00fcrfnisse sind so vielf\u00e4ltig wie die jeder anderen Konsumentengruppe. Das Erfolgsrezept der Marken liegt in ihrer F\u00e4higkeit, diese zu erkennen und zu ber\u00fccksichtigen.\u201c &nbsp;(Usher 2018)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier erfolgt eine Homogenisierung des jungen Musliminseins, die im Sinne der m\u00f6glichst umfangreichen Markterschlie\u00dfung einer eigenen Logik folgt, die eine spezifische Authentizit\u00e4t oder deren Maske zum Ausdruck bringt. F\u00fcr die vorliegende Untersuchung bedeutsam ist, dass dieses Musliminsein als vestiment\u00e4re Normalit\u00e4t verstanden wird und keiner theologischen Begr\u00fcndung bedarf. Damit bewegt sich diese Sichtweise aus einer blo\u00dfen explizit widerst\u00e4ndigen Perspektive hinaus in die Realisierung des Bed\u00fcrfnisses nach Normalit\u00e4t hinein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Verkn\u00fcpfung von Frauen, Religion und Mode bietet eine gute M\u00f6glichkeit ist, sich an das Ph\u00e4nomen des Influencing anzun\u00e4hern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Fallstudien<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenden Fallstudien sind danach ausgew\u00e4hlt, dass die Personen sich in irgendeiner Weise im europ\u00e4ischen Raume<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> bewegen \u2013 im vollem Bewusstsein, dass solche Abgrenzungen 1.) durch den Charakter des Internet als transnationales Ensemble von Medien nur noch als grobe Orientierung sinnvoll sind und 2.)&nbsp; angesichts der Globalit\u00e4t der Modewelt wie auch der Welt des Influencing kann eine solche Auswahl nur einen Einblick in eine sonst im akademischen Bereich wenig zug\u00e4ngliche Welt gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chinutay A., auch bekannt als Manal Chinutay oder Manal A., geboren in Kanada, publiziert von Gro\u00dfbritannien aus. Sie startete ihren <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UC7tpsLgdMCWAk4OvULGBjEQ\">YouTube-Channel<\/a> 2013 und ist inzwischen Beauty<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>-Vloggerin [Videobloggerin] mit einem Schwerpunkt auf Makeup-Tutorials sowie Videos, in denen k\u00fcrzlich gekaufte Konsumartikel und Kleidung pr\u00e4sentiert werden (<em>hauls<\/em>). Auch ihr Sohn tritt prominent auf. Als Marke ist Chinutay auch unter<em> Chinutay &amp; Co.<\/em> aktiv, u. a. mit einem Web-Shop. Der neueste pr\u00e4sentierte Artikel ist ein von Chinutay &amp; Co. kreierte Mund-Nasen-Schutz-Maske, die \u201epassend zum Hidschab, aus feinster Maulbeerenseide, um meine Haut rein zu halten und mit Anti-Aging-Effekten. Dazu noch sieht sie gut aus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr Videokanal auf YouTube<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> hat 366 000 Abonnements. Themen sind Sch\u00f6nheitstipps u. a. speziell f\u00fcr <em>women of color<\/em>, Makeup, Eyeliner, Augenbrauen, aber auch \u00fcber die Hochzeit von Chinutay oder die t\u00e4gliche Routine. Produkte werden gezeigt. Das Vlog von Chinutay A. bietet u. a. Shopping mit dem Ehemann, ein Video eine Fahrt mit einer Freundin (ohne Kopftuch) mit einem Essensaufenthalt; Themen sind dabei z. B. ihre Schwangerschaft. Die Zahl der Aufrufe dieses Videos ist 57499. Andere Videos haben Aufrufe in h\u00f6herer Zahl, aber auch in niedrigerer Zahl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umfangreich ist ihr <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/chinutay\/?hl=de\"><em>Instagram<\/em>-Account<\/a> <em>chinutay Manal<\/em>, auf dem Chinutay sich auch als \u201eAdam\u2018s Mum\u201c pr\u00e4sentiert (Abonnements: 329 000.). Neben Fotos ihres Sohnes, gibt es Mode,-, Interior-, Makeup- und andere Fotos (auch ihres Ehemannes; der Auftritt von Chinutay ist \u00e4u\u00dferst selbstbewusst). Kermit und Andy Warhol treten auf. Signifikant ist ein Aufruf, den Tod eines jungen M\u00e4dchens (wohl somalischer Abstammung) in Gro\u00dfbritannien zu untersuchen. Die Familienorientierung ist ein Signifikant, der auf islamische Wertvorstellungen hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anschluss an die Pr\u00e4sentation des t\u00e4glichen Lebens gibt es einen eigenen <em>Instagram<\/em>-Account mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/chinutayhome\/?hl=de\"><em>chinutayhome<\/em><\/a>, das die Neugestaltung der Wohnung zeigt. Hinterlegt ist dies mit kurzen Videos. Signifikant ist der Aufruf \u201eSupport Black-Owned Businesses\u201c, der sich auch auf die eigenen Firmen bezieht, aber dar\u00fcber hinausgeht (Abonnements: 17 700). Der eigene Webshop hat ebenfalls einen <em>Instagram<\/em>-Auftritt (Abonnements 13 100), auf dem u. a. die \u201efirst hijab-friendly silk masks\u201c beworben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Khaoula Boumeshouli ist eine von Amsterdam aus operierende Influencerin, die seit 2016 online aktiv ist. Sie tritt in erster Linie als Modedesignerin auf, die Street Style Look mit ihrem \u201estatement Hijab\u201c<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> in einer Weise kombiniert, die als minimalistisch<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> klassifiziert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/khaoulaboumeshouli\/?hl=de\"><em>Instagram<\/em>-Account<\/a> (Abonnements 288 486). <em>@khaoulaboumeshouli<\/em> widmet sich haupts\u00e4chlich der Modefotographie, Accessoires wie Parf\u00fcm und Taschen sind zu nennen, aber auch Bilder mit Bezug zu ihrer Hochzeit. Fotos mit Parolen wie \u201eBlack Children Matter\u201c sind auch hier signifikant. Auch kurze Verweise auf das Fasten und den <em>\u2018id al-fitr<\/em> sind zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie unterh\u00e4lt einen Online-Shop mit der Bezeichnung Shop Modiq, der auch \u00fcber einen <em>Instagram<\/em>-Account (Abonnements 9348). und eine kleinere Pr\u00e4senz auf<em> Facebook <\/em>verf\u00fcgt Auch hier ist der Verweis auf \u201eBlack Lives Matter\u201c signifikant. Sie unterh\u00e4lt dazu einen Account auf<em> Snapchat<\/em>. Auch auf <em>Pinterest <\/em>findet sich ihre Mode. Boumeshouli ist 2020 als Model f\u00fcr die erste Hidschab-Kollektion der Marke Tommy Hilfiger aufgetreten.<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marwa Meme Biltagi, mit irisch-pal\u00e4stinensischem Hintergrund, tritt auch unter <em>@mademoisellememe<\/em> auf. Sie startete ihren Blog <em>Mademoiselle Meme<\/em> 2015. Ihr <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/mademoisellememe\/?hl=de\"><em>Instagram<\/em>-Account<\/a> (Abonnements: 27 900) ist haupts\u00e4chlich Modefotos gewidmet. Signifikant ist eine Verlinkung zu einer Internetpr\u00e4senz, die sich dem Auffinden von Opfern der gro\u00dfen Bombenexplosion 2020 in Beirut widmet oder auch zu einer Freitagsansprache (<em>chutba<\/em>) in Los Angeles.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum <em>Mademoiselle Meme<\/em>-Universum geh\u00f6rt auch eine Unterabteilung, die sich der Manik\u00fcre widmet (<em>Memes Mani<\/em>), Sie unterh\u00e4lt einen Webshop unter dem Namen <em>Mademoiselle Meme<\/em>, dessen Angebote darauf verweisen, dass sie inzwischen eher in Los Angeles angesiedelt ist. Selber gibt sie an zwischen New York und Los Angeles zu pendeln. Auch auf <a href=\"https:\/\/www.pinterest.com\/mademoisellememe\/\"><em>Pinterest<\/em> <\/a>findet sich ein Profil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aydha Mehnaz ist 2017 von Bangla Desh nach Paris \u00fcbersiedelt und arbeitet jetzt als Kommunikationsmanagerin f\u00fcr das Luxusmode- und Kosmetikunternehmen Mugler. Sie unterh\u00e4lt eine Homepage mit einigen Medienberichten und Reiseimpressionen, seit 2013 einen Facebookauftritt (Abonnements: 11 846) mit dem Titel <em>@aydhamehnazofficial<\/em> und dem entsprechenden Messenger-Account. Ihr <em>Instagram<\/em>-Account (Abonnements: 11 100) zeigt Modefotos; auch ein <em>LinkedIn<\/em>-Account wird angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Yousra Zein, von der Schweiz aus publizierend, tritt als <em>hayekk_<\/em> auf. Sie ist haupts\u00e4chlich im Modebereich t\u00e4tig. Ihr <em>Instagram<\/em>-Account (Abonnements: 20500) zeigt Mode, Autos u. a. m. Es gibt auch wenige Bilder, die kleine Ausz\u00fcge des Korans zeigen. Eine weitere wichtige Plattform f\u00fcr sie ist ihr Blog <em>Hyk.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Imane Asry, von Stockholm aus publizierend, marokkanisch-berberischer Herkunft (letzteres signalisiert mit einem Verweis auf das berberische Alphabet) unterh\u00e4lt unter ihrem Namen einen <em>YouTube<\/em>-Kanal (Abonnements: 44600), der Mode- und Lifestyle-Fragen gewidmet ist, h\u00e4ufig einem Vlog-Format nahe. Ihre Modevorstellung beschreibt sie als minimalistisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre Hauptinternetpr\u00e4senz ist ihr <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/fashionwithfaith\/?hl=de\"><em>Instagram<\/em>-Account<\/a> (Abonnements: 164 000) mit dem Titel <em>fashionwithfaith<\/em>. Der Account zeigt in der gro\u00dfen \u00dcberzahl Modefotos, einige wenige Posts haben religi\u00f6sen Inhalt oder beziehen sich auf<em> Black Lives Matter<\/em>-Proteste. Seit vielen Jahren unterh\u00e4lt sie ein Fotoblog auf <em>tumblr<\/em>, ebenfalls unter dem Titel<em> fashionwithfaith<\/em>,das neben vielen Modefotos auch Textaussagen islamischen Inhalts pr\u00e4sentiert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Asry wird durch die monomanische Fixierung auf den Hidschab durch Onlinepr\u00e4senzen wie <em>Jihad Watch<\/em> als Symbol der weiblichen Unterdr\u00fcckung markiert.<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Dies inakkurate Darstellung verr\u00e4t die Beschr\u00e4nktheit dieses Blickes und das mangelnde Verst\u00e4ndnis des Ph\u00e4nomens muslimisches Influencing, das rein politisch definiert wird.<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amena Khan ist ein britisches Model, Designerin und Influencerin, die als erstes Hijabi-Model f\u00fcr eine Haarpflegekampagne von L\u2018Or\u00e9al bekannt wurde.<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> 2020 ver\u00f6ffentlichte sie ein Video, in dem sie ihre Entscheidung begr\u00fcndete, dass sie den Hidschab ablegte. Sie erkl\u00e4rte dies als ihre pers\u00f6nliche, freie Entscheidung genauso wie sie mit 22 Jahren den Hidschab anlegte. Religiosit\u00e4t k\u00f6nne, so ihre \u00dcberzeugung, nicht an \u00c4u\u00dferlichkeiten gemessen werden. Sie verstehe sich nicht als eine Person, die andere Frauen beeinflussen wolle. Musliminnen sollten nicht als monolithisch verstanden werden, so k\u00f6nnen sie nicht als <em>role model<\/em> dienen.<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amena Khan unterh\u00e4lt einen <em>YouTube<\/em>-Kanal (Abonnements: 399000) mit dem Titel <em>Amena<\/em> und auch eine Onlineboutique mit dem Namen <em>Pearl Daisy <\/em>sowie Make up-Firmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was macht die genannten Personen zu <em>muslimischen <\/em>Influencer*innen? In einem Artikel dar\u00fcber hei\u00dft es: \u201eDie Leute werden [\u2026] durch deinen Hidschab, deinen Bart, deinen islamischen Namen oder durch deine islamische Kultur, \u00fcber die du nebenbei auf der Internetseite sprichst, wissen, dass du den Islam repr\u00e4sentierst.\u201c<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> Es sind also Indikatoren von in der Religionsforschung \u00fcblicherweise geringerer Bedeutung signifikant f\u00fcr eine Markierung als islamisch. Dazu treten Indikatoren, die f\u00fcr ein Bewusstsein der Einbettung in globale BIPOC-Zusammenh\u00e4nge sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es haben sich inzwischen auch Onlinenetzwerke etabliert, die dem Marketing muslimischer Influencer*innen dienen. Um das Feld weiter zu umrei\u00dfen, sei auf einige weitere Beispiele verwiesen: ein Muslim Lifestyle Podcast mit dem Titel <em>One Foot in the Sink<\/em> mit h\u00f6chst diversen Themen, ein Mode- und Lifestyle-Blog mit dem Titel <em>Fashion by Ina<\/em> oder ein Blog mit dem Titel <em>The Brown Hijabi<\/em> mit Reflexionen aus einer BIPOC-Perspektive.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als muslimische Influencer<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> markieren sich zudem Personen, die sonst eher als Prediger, Sprecher oder Autoren aufgetreten sind. Einige Namen m\u00f6gen gen\u00fcgen: Hamza Yusuf, Bilal Philipps, Tariq Ramadan oder Zakir Naik<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> Es handelt sich um den Versuch, attraktiv und modern f\u00fcr ein j\u00fcngeres Publikum zu erscheinen, der hier aber nicht Gegenstand ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Conclusio<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Muslimisches Influencing ist kein marginales Ph\u00e4nomen und damit auch f\u00fcr Bem\u00fchungen im interreligi\u00f6sen Dialog wie auch die Islamforschung bedeutsam. Bemerkenswert ist die geringe Auspr\u00e4gung der theologischen Begr\u00fcndungen f\u00fcr das Auftreten muslimischer Influencer*innen. Muslimisch zu sein wird als selbstverst\u00e4ndlich pr\u00e4sentiert und damit den politisch-medial gef\u00fchrten Debatten entzogen. Mit den Worten eines Models: \u201eGerade ich als schwarze muslimische Frau werde st\u00e4ndig politisiert und mit Themen konfrontiert, mit denen ich nichts zu tun haben m\u00f6chte. Hier liegt der Unterschied zwischen mir und anderen Models.\u201c (Khelifi 2020: 60) Also wird eine Art Normalit\u00e4t angestrebt. Diese Art von Normalit\u00e4t<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> beanspruchen auch muslimische Influencer*innen in den Fallstudien, die sich damit jenseits der Zuschreibungen der dominanten Diskurse \u00fcber den Islam bewegen. \u00dcberschneidungen gibt es nat\u00fcrlich. Wichtig erscheint, dass es bei dem religi\u00f6sen Influencing um Selbstinszenierung und Sinngebung geht.&nbsp; Wobei im Hintergrund steht, dass es sich immer um die Verwandlung in einen islamisch markierten Werbek\u00f6rper handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In religionsvergleichender Sicht bedeutsam erscheint, dass bei muslimischen Influencer*innen eine Performanz des religi\u00f6sen<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a><em> Lebens<\/em> erscheint, die sich von den lebensverneinenden Erscheinungen islamischer und anderer Str\u00f6mungen abhebt, von der immer sichtbarer werdenden Thanatopolitik (s. nach Agamben: Ehrmann 2011). Ohne Influencing mystifizieren zu wollen und die Problematik der Einbindung in die globalisierte Gesellschaft und Wirtschaft zu ignorieren, sei darauf verwiesen, dass auch durch Mode inspirierte Subjektivierung ernsthaft zu bedenken ist. Aber auch ohne die Entwicklung eigenst\u00e4ndiger Theologien ist Influencing eine religi\u00f6se Praxis, die \u00fcber Theologie und Ritual hinausreicht. Damit er\u00f6ffnet sie neue M\u00f6glichkeiten, Religion zu reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vergleich mit den \u00fcblichen Influencer*innen haben religi\u00f6se Influencer*innen einen Vorsprung in Hinsicht auf ihre Glaubw\u00fcrdigkeit, die durch ihre Pr\u00e4sentation und Verarbeitung religi\u00f6ser Signifikanten nachgewiesen wird, was nicht ein zuf\u00e4lliger Aspekt ist, der auch eine opponierende Position f\u00fcr die Influencer*innen bedeutet, f\u00fcr ihre Follower*innen aber die Unterordnung \u00fcber den pr\u00e4sentierten muslimischen Werbek\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor einigen Jahren hat Dani\u00e8le Hervieu-L\u00e9ger anl\u00e4sslich eines Besuches in Andorra eine kathedralenartige neue Architektur gesehen, die die Aufmerksamkeit einer Religionswissenschaftlerin nat\u00fcrlich erweckt, und dazu geschrieben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie \u201aKathedrale\u2018 aus Stahl und Kristall beherbergt ein \u201aSpa\u00dfbad\u2018, das [\u2026] tats\u00e4chlich ein Ort des Kultes ist: Hier herrscht der Kult des K\u00f6rpers, der K\u00f6rperformen, der ewigen Jugend, der Gesundheit und der Selbstentfaltung \u2013 ein Kult, in dem sich etwas von den Erwartungen und Hoffnungen des heutigen Menschen ausdr\u00fcckt. Dem scheint die traditionelle Welt der Religion v\u00f6llig fremd gegen\u00fcberzustehen, aber es gibt doch Verbindungen.\u201c&nbsp; (Hervieu-L\u00e9ger 2004: 2)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Verbindungen gibt es auch bei muslimischen Influencer*innen, die ihre Religion einbeziehen, aber nicht mehr einer architektonischen Rahmung bed\u00fcrfen, vielmehr ihren Kult in und mit ihrem Werbek\u00f6rper (Nymoen\/Schmitt 2021) realisieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn die Ph\u00e4nomene des Influencing \u2013 auch des muslimischen \u2013 zur Kritik herausfordern, sind sie doch ein wichtiger Teil der islamischen Weltgemeinschaft und als solcher der Analyse wert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr Beitr\u00e4ge von <a href=\"https:\/\/www.religionandtransformation.at\/en\/about-us\/members\/researchers\/ruediger-lohlker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">R\u00fcdiger Lohlker<\/a> auf dem RaT-Blog <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/rat-blog.at\/2021\/03\/12\/colliding-epistemologies-reflections-on-nidhal-guessoum\/#more-1421\" target=\"_blank\">hier<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/rat-blog.at\/2020\/11\/04\/terroranschlage-in-wien-stimmen-von-rat-mitgliedern\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Literatur<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehrmann, Jeannette (2011) \u201eJenseits der Linie: Ausnahmezustand, Sklaverei und Thanatopolitik zwischen Aufkl\u00e4rung und (Post-)Kolonialismus\u201c, in Daniel Loick (Hg.): <em>Der Nomos der Moderne. Die politische Philosophie Giorgio Agambens<\/em>. Baden-Baden: Nomos, S. 128\u2013148<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grossberg, Lawrence (2010), <em>Cultural Studies in the Future Tense<\/em>, Durban, NC: Duke University Press<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gunkel, Katja (2018), <em>Der Instagram-Effekt: Wie ikonographische Kommunikation in den Social Media unsere visuelle Kommunikation pr\u00e4gt<\/em>, Bielefeld: transcript<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David Hein, Mehrheit der Deutschen steht Influencern skeptisch gegen\u00fcber (Horizont, 7. Dezember 2018. <a href=\"https:\/\/www.horizont.net\/marketing\/nachrichten\/umfrage-zur-hype-disziplin-das-halten-die-deutschen-wirklich-von-influencern-171586\">https:\/\/www.horizont.net\/marketing\/nachrichten\/umfrage-zur-hype-disziplin-das-halten-die-deutschen-wirklich-von-influencern-171586<\/a>) Zugegriffen: 18. 03. 2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hervieu-L\u00e9ger, Dani\u00e8le (2004), <em>Pilger und Konvertiten: Religion in Bewegung<\/em>, W\u00fcrzburg: Ergon<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Janmohamaed, Shelina (2016), <em>Generation M: Young Muslims Changing the World<\/em>, London\/New York: I. B. Tauris<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaiser, Susan B. (2013), \u201ePlace, time and identity:New directions in critical fashion studies\u201c, in Critical<em> Studies in Fashion &amp; Beauty<\/em>&nbsp; 4i\/2 (2013), S. 3-16<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Khelifi, Nour (2020), \u201eDas Model, das hinter die Kamera schaut\u201c, in<em> Qamar<\/em> 1 (2020), S. 54-61<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Krain, Rebekka\/M\u00f6\u00dfle, Laura (2020), \u201eChristliches Influencing auf YouTube als \u201adoing emotion\u2018\u201c, in<em> \u00d6sterreichisches Religionsp\u00e4dagogisches Forum (\u00d6RF)<\/em> 28i (2020), S. 161-178 &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nymoen, Ole\/Schmitt, Wolfgang M. (2021), <em>Influencer: Die Ideologie der Werbek\u00f6rper<\/em>, Berlin: Suhrkamp<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reina, Lewis (2013), <em>Modest Fashion: Styling Bodies, Mediating Fsith<\/em>, London u. a.: Blomsbury<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Usher, Pip (2018), \u201eModest Fashion: So wurde die Lust an der Verh\u00fcllung zum globalen Mode-Ph\u00e4nomen\u201c, in <em>Vogue<\/em>, gepostet 27. November 2018 (https:\/\/www.vogue.de\/mode\/mode-trends\/modest-fashion) (Zugriff 30.12.2020)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Denken wir daran, dass auch die Arabischen Emirate zur Werbung nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ohne auf die diesbez\u00fcglichen Diskurse einzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein Artikel des Verfassers zum haupts\u00e4chlich s\u00fcdostasiatisch markierten Bereich ist in der Fertigstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hier wird der Terminologie der Modebranche gefolgt, da \u00dcbersetzungen inad\u00e4quat w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UC7tpsLgdMCWAk4OvULGBjEQ (letzter Zugriff 02.01.2021). Auch auf anderen Videoplattformen ist Chinutay aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; https:\/\/silk-studio.com\/khaoulaboumeshouli (le<a href=\"https:\/\/www.pinterest.com\/mademoisellememe\/\">Pinterest<\/a>tzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; https:\/\/hijabfashioninspiration.com\/khaoulathings\/ (letzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; https:\/\/en.yabiladi.com\/articles\/details\/99540\/moroccan-dutch-influencer-khaoula-boumeshouli-models.html (letzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; https:\/\/www.jihadwatch.org\/tag\/imane-asry (letzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a>&nbsp;&nbsp; Ein treffender Hinweis darauf, dass \u201epolitischer Islam\u201c eher ein politisch zurechtgemachter Islam ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a>&nbsp;&nbsp; https:\/\/www.buzzfeed.com\/danielacadena\/loreal-hair-campaign-amena-khan (gepostet 19. Januar 2018) (letzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a>&nbsp;&nbsp; https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QonbA2xpUaA (gepostet 03. Juni 2020) (letzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a>&nbsp;&nbsp; https:\/\/katietokhadijah.com\/muslim-youtubers\/ (letzter Zugriff 02.01.2021), \u00dcbersetzung R. L.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a>&nbsp;&nbsp; Das Maskulinum ist hier ganz bewusst gesetzt, da dieser Bereich deutlich m\u00e4nnlich dominiert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a>&nbsp;&nbsp; https:\/\/quranacademy.io\/muslim-influencers (letzter Zugriff 02.01.2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a>&nbsp;&nbsp; Die Frage nach den Normierungswirkungen dieser und anderer Normalit\u00e4ten kann hier nicht diskutiert werden. S. o. zur technischen Normalisierung durch Plattformen wie <em>Instagram<\/em> .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a>&nbsp;&nbsp; Nicht notwendig religi\u00f6s <em>bestimmten<\/em> Lebens!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild von pixabay.com: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/aceembelif-6775153\/<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 14\/2021<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00fcdiger Lohlker beleuchtet ein noch wenig beforschtes globales Ph\u00e4nomen, das sich zwischen \u00d6konomie, \u00c4sthetik, Politik und Religion aufspannt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[169,3,161,138,156],"tags":[29,34,48,50,52,374,11,86,95,375,112],"ppma_author":[301],"class_list":["post-1456","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-soziale-medien","category-beitraege","category-gender","category-islam","category-religionswissenschaft","tag-empirische-religionsforschung","tag-geschlecht-zwischen-sex-und-gender","tag-internet-und-social-media","tag-islam","tag-jugend","tag-lohlker","tag-oeffentlicher-raum","tag-pop-und-alltagkultur","tag-religionswissenschaft","tag-ruediger","tag-tradition-und-moderne","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":301,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"ruediger-lohlker","display_name":"R\u00fcdiger Lohlker","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"1","user_url":"","last_name":"Lohlker","first_name":"R\u00fcdiger","job_title":"","description":"R\u00fcdiger Lohlker ist Professorial Research Fellow beim Forschungszentrum Religion and Transformation (RaT). 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