{"id":2083,"date":"2021-10-14T11:46:05","date_gmt":"2021-10-14T11:46:05","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.at\/?p=2083"},"modified":"2023-07-06T09:51:50","modified_gmt":"2023-07-06T09:51:50","slug":"die-religionswissenschaft-geht-in-die-schule-neues-lehrwerk-fur-den-ethik-unterricht-mit-religionswissenschaftlicher-perspektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/die-religionswissenschaft-geht-in-die-schule-neues-lehrwerk-fur-den-ethik-unterricht-mit-religionswissenschaftlicher-perspektive.htm","title":{"rendered":"Die Religionswissenschaft geht in die Schule. Neues Lehrwerk f\u00fcr den Ethik-Unterricht mit religionswissenschaftlicher Perspektive"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beginn des Schuljahres 2021\/22 wurde zum ersten Mal ein Schulbuch f\u00fcr das Unterrichtsfach Ethik vorgelegt, in dem konsequent eine religionswissenschaftliche Expertise und Perspektive eingebracht wurde. Konzipiert und entworfen wurde das Lehrwerk von einem Team rund um Univ.-Prof. Dr. Wolfram Reiss und Mag. Robert Wurzrainer vom Institut f\u00fcr Systematische Theologie und Religionswissenschaft der Evangelisch-Theologischen Fakult\u00e4t in Kooperation mit dem Trauner-Verlag in Linz. F\u00fcr die Bearbeitung der praktisch-philosophischen Anteile und die didaktische Dimension wurden der Philosoph Dr. Ferdinand Auhser und die erfahrene Ethik-Lehrerin und Religionswissenschaftlerin Dr. Veronika Futterknecht als Mitautorin und Mitautor gewonnen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Auhser, Ferdinand \/ Futterknecht, Veronica \/ Reiss, Wolfram \/ Wurzrainer, Robert: Vielfalt (er)leben 1. Ethik. Approbiert f\u00fcr den Unterrichtsgebrauch an Allgemeinbildenden H\u00f6heren Schulen (AHS) f\u00fcr die 5. Klasse im Unterrichtsgegenstand Ethik. Linz: Trauner 2021.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr alle Interessierten: Eine vom Verlag zur Verf\u00fcgung gestellte Leseprobe des Buches findet sich <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.trauner.at\/leseproben\/04118011\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hintergrund des Projektes war, dass Professor Reiss bereits seit Jahren mit der Analyse von Schulb\u00fcchern besch\u00e4ftigt ist. So wirkte er z.B. bei einer umfassenden Schulbuchanalyse von Schulb\u00fcchern im Nahen Osten im Zeitraum von 2001-2012 mit und sprach detaillierte Empfehlungen zur Verbesserung der Darstellung von Kulturen und Religionen aus. <a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[2]<\/a> Im Rahmen eines Projektes der UNESCO und der Liga der Arabischen Staaten (LAS) war er dar\u00fcber hinaus Mitglied in einem europ\u00e4isch-arabischen Komitee, das Empfehlungen zur Darstellung anderer Kulturen und Religionen f\u00fcr Autor*innen von Geschichtsb\u00fcchern erarbeitete.<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[3]<\/a> Diese Studie wurde in Arabisch, Franz\u00f6sisch und Spanisch \u00fcbersetzt und wird auf internationaler Ebene vom Europ\u00e4ischen Geschichtslehrerverband EUROCLIO f\u00fcr Fortbildungen und Workshops in verschiedenen L\u00e4ndern eingesetzt.<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[4]<\/a> Reiss analysierte dar\u00fcber hinaus im Auftrag des Georg-Eckert Instituts im Jahr 2003 pal\u00e4stinensische Schulb\u00fccher f\u00fcr die Weltbank und im Jahr 2012 die in \u00d6sterreich benutzten islamischen Schulb\u00fccher im Rahmen des Dialogforum: Islam.<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[5][6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zuge der Diskussion um die bundesweite Einf\u00fchrung des Ethikunterrichtes war klar, dass hier neben s\u00e4kularen und philosophischen Positionen auch Religionen bzw. religi\u00f6se Positionen behandelt werden m\u00fcssen.&nbsp; Daher stellte sich die Frage, ob und wie sich die Religionswissenschaft hier mit ihrer Expertise einbringen k\u00f6nnte. Zun\u00e4chst kam die Idee auf, Schulbuchverlage bei der Darstellung von Religionen in den neu anzufertigenden Ethik-Schulb\u00fcchern zu beraten, \u00e4hnlich wie dies auch Prof. Udo Tworuschka bei dem Forschungsprojekt \u201eDer Islam in den Schulb\u00fcchern der Bundesrepublik Deutschland\u201c getan hatte.<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\">[7]<\/a> Diesbez\u00fcgliche Gespr\u00e4che fanden mit diversen \u00f6sterreichischen Verlagen statt. Alle Verlage waren im Blick auf eine Zusammenarbeit aufgeschlossen, allerdings wurde rasch klar, dass so etwas wie eine wissenschaftliche Beratung nicht vorgesehen sei. Allerdings forderte man Prof. Reiss und Robert Wurzrainer auf, doch selbst als Autoren zu fungieren und ein Lehrwerk zu verfassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Hier haben sich die Religionswissenschaftler Wolfram Reiss und Robert Wurzrainer doch auf eine sehr ungewohnte Ebene eingelassen, die teilweise weit herausfordernder war, als einen wissenschaftlichen Artikel zum gleichen Thema zu schreiben.&#8220;<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem fast \u00fcberall die gleiche Antwort zu h\u00f6ren war, wurden Mitautor*innen gesucht, die die philosophische und praktische bzw. didaktische Dimension der Schulb\u00fccher abdecken konnten, denn es war klar, dass nat\u00fcrlich die Philosophie die Grundlage des Faches Ethik bleiben musste. Zum anderen bedurfte es auch der Expertise mindestens einer erfahrenen Lehrkraft, die die jugendlichen Adressat*innen und die entsprechende didaktische Aufbereitung des Lehrwerks in den Blick nehmen musste.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Durchf\u00fchrung stellte sich als eine weit gr\u00f6\u00dfere Herausforderung heraus als angenommen. Insbesondere das Format eines Schulbuches beinhaltete die Schwierigkeit, eine altersgem\u00e4\u00dfe Sprache zu w\u00e4hlen, den Stoff mit lebensbezogenen Beispielen zu erl\u00e4utern, Darstellungen sehr kurz zu halten und immer wieder mit \u00dcbungen und Fragestellungen zu versehen, die dem Modell des kompetenzorientierten Lernens sowie dem Lehrplan entsprechen. Hier haben sich die Religionswissenschaftler Wolfram Reiss und Robert Wurzrainer doch auf eine sehr ungewohnte Ebene eingelassen, die teilweise weit herausfordernder war, als einen wissenschaftlichen Artikel zum gleichen Thema zu schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Folge traten weitere Herausforderungen auf: Die urspr\u00fcngliche Konzeption des Lehrwerkes war, dass nicht nur in den Kapiteln, in denen Religionen im Lehrplan behandelt werden sollten, religi\u00f6se Positionen thematisiert werden sollten,<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[8]<\/a> sondern durchgehend in allen Kapiteln. D.h., dass auch in Einheiten wie z.B. Sexualethik, Tierethik, Umweltethik, Medizinethik und anderen Themenfeldern des Lehrplans nicht nur s\u00e4kulare und philosophische, sondern immer auch religi\u00f6se Positionen angesprochen werden sollten. Diese Konzeption wurde allerdings von den Gutachter*innen prinzipiell abgelehnt. Bereits der reine Umfang von Informationen zu religi\u00f6sen Positionen wurde als religi\u00f6se \u201eIndoktrination\u201c bezeichnet, wiewohl durchgehend aus religionswissenschaftlicher Perspektive rein deskriptiv religi\u00f6se und s\u00e4kulare Positionen gleichberechtigt nebeneinandergestellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Ethikunterricht ist keine Erziehung zu einer agnostischen oder atheistischen Sichtweise.&#8220;<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Approbation vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Forschung zu erhalten, musste daher die Konzeption des Lehrwerks grundlegend ge\u00e4ndert und die Thematisierung von Religion(en) weitgehend auf die daf\u00fcr vorgesehenen Kapitel reduziert werden. Allerdings sicherte der Verlag zu, dass die zus\u00e4tzlichen Materialien den Lehrer*innen online zur Verf\u00fcgung gestellt werden, denn es ist nach wie vor die Auffassung des Autor*innenteams, dass es notwendig ist, im Ethikunterricht s\u00e4kulare <em>und<\/em> religi\u00f6se Positionen aus einer nicht normativen Haltung heraus zu thematisieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ethikunterricht ist keine Erziehung zu einer agnostischen oder atheistischen Sichtweise.<a id=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\">[9]<\/a> Vielmehr sollte er eine diskursive Plattform bieten, um ohne Beeinflussung der Lehrperson unterschiedliche s\u00e4kulare <em>und<\/em> religi\u00f6se Positionen zu diskutieren, Argumente kennenzulernen und selbst\u00e4ndig eine Meinung bilden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man sich nur auf die philosophische Aufarbeitung der Themen beschr\u00e4nken w\u00fcrde, dann w\u00fcrde dies auch an den gesellschaftlichen Fragestellungen der Gegenwart v\u00f6llig vorbeigehen, denn es ist nun einmal so, dass s\u00e4kulare <em>und<\/em> religi\u00f6se Weltanschauungen gegenw\u00e4rtig in unserer Gesellschaft nebeneinander existieren und bisweilen auch aufeinanderprallen. Der Ethikunterricht w\u00fcrde sich freiwillig in einen philosophischen Elfenbeinturm zur\u00fcckziehen, wenn Themen nur mit Bezug auf Aristoteles und Kant, Platon und Hegel oder nur naturwissenschaftliche Erkenntnisse (Physik, Biologie etc.) behandelt und thematisiert w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Zeit, in der \u00fcber einen \u201eKulturkampf im Klassenzimmer\u201c debattiert wird, k\u00f6nnen und sollen Religionen und religi\u00f6se Positionen nicht als separater Block behandelt werden, da Religionen \u2013 und somit auch religi\u00f6s gepr\u00e4gte Menschen \u2013 st\u00e4ndig und \u00fcberall in der Gesellschaft pr\u00e4sent sind. \u00dcber Religion(en) wird in der Politik und den Medien st\u00e4ndig berichtet. Sie spielen eine Rolle in der internationalen Politik wie auch in der Innenpolitik. Und auch den Ethikunterricht besuchen Sch\u00fcler*innen verschiedenster Weltanschauungen, Religionen und Kulturen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings d\u00fcrfen auch nicht einfach nur s\u00e4kulare Ansichten einer speziellen Religion oder einer religi\u00f6sen Tradition gegen\u00fcbergestellt werden, wie dies zurzeit vor allem im Blick auf den Islam h\u00e4ufig geschieht. Homosexualit\u00e4t und gleichgeschlechtliche Ehen stellen n\u00e4mlich z.B. nicht nur f\u00fcr viele Muslim*innen, sondern auch f\u00fcr andere religi\u00f6se Traditionen ein Problem dar. Auch arrangierte Ehen oder die Zw\u00e4nge, in der gleichen Ethnie zu heiraten gibt es nicht nur bei Muslim*innen, sondern in vielen anderen ethnischen und religi\u00f6sen Gruppen. Ebenso ist dies bei Problemen der Identit\u00e4tsbildung und -bewahrung, Problemen der kulturellen Zugeh\u00f6rigkeit, Sprachproblemen etc. der Fall, die migrantische Gruppen im Allgemeinen betreffen, ohne auf eine Religion beschr\u00e4nkt zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Die Religionswissenschaft ist jedenfalls damit aus der Rolle der Analysierenden und Kritisierenden herausgetreten, liefert selbst einen p\u00e4dagogischen Beitrag und stellt sich damit auch der Kritik.&#8220;<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb orientiert sich das Schulbuch nicht am altbekannten \u201eWeltreligionen\u201c-Modell, das zudem aus religionswissenschaftlicher Sicht h\u00f6chst fragw\u00fcrdig ist, sondern versucht eher die religi\u00f6sen Positionen anzusprechen, die tats\u00e4chlich in \u00d6sterreich vorhanden sind. Dabei wird auch besonders die innere Diversit\u00e4t der verschiedenen Religionen ber\u00fccksichtigt, denn \u201eder\u201c Islam, \u201edas\u201c Judentum, \u201eder\u201c Buddhismus sind genauso wenig monolithische Bl\u00f6cke wie \u201edas\u201c Christentum, das z.B. mit katholischen, evangelischen, orthodoxen, charismatischen und evangelikalen Gruppen eine weite Bandbreite aufweist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">https:\/\/www.trauner.at\/leseproben\/04118011\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keineswegs ist auch zu erwarten, dass in den Ethikklassen nur Sch\u00fcler*innen mit atheistischen Weltanschauungen vertreten sein werden. Zeugen Jehovas z.B. m\u00fcssen ihre Kinder in den Ethikunterricht schicken, da sie keinen eigenen Religionsunterricht an Schulen anbieten. Aber es werden auch Sch\u00fcler*innen, die sich von ihrem Religionsunterricht abmelden (aus verschiedensten Gr\u00fcnden) im Ethikunterricht anwesend sein. Insoweit ist es von herausragender Bedeutung, dass Ethiklehrer*innen unterschiedliche philosophische <em>und<\/em> religi\u00f6se Perspektiven aufgreifen und diskutieren k\u00f6nnen, ohne Sch\u00fcler*innen in eine bestimmte Richtung zu dr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Band der Schulbuchreihe ist inzwischen f\u00fcr die erste Klasse der Oberstufe der AHS approbiert, und auch die dem entsprechenden Lehrplan angepassten B\u00e4nde f\u00fcr die BHS und die BMS haben die Approbation erhalten und befinden sich seit diesem Schuljahr in der Schulbuchliste. Der zweite Band ist momentan in der ersten Begutachtung und der dritte Band ist im Entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend kann gesagt werden, dass dies ein erster Versuch ist, dass sich die anwendungsorientierte Religionswissenschaft unmittelbar in die Erstellung von Schulb\u00fcchern auf inhaltlicher und praktischer Ebene einbringt. Bisher wurden zwar verschiedene didaktische \u00dcberlegungen angestellt und theoretisch dar\u00fcber reflektiert, ob und wie sich die Religionswissenschaft in die Darstellung von Religionen im Schulunterricht einbringen k\u00f6nnte, aber an der praktischen Umsetzung hat es bislang gemangelt.<a id=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\">[10]<\/a> Zum anderen ist es der Versuch, internationale Schulbuchempfehlungen, die erfahrungsgem\u00e4\u00df oft von Schulbuchverlagen nur wenig ber\u00fccksichtigt werden, unmittelbar einflie\u00dfen zu lassen. Ob dies gelungen ist, bleibt den Leser*innen \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Spannung wird daher nun das Urteil von Kolleg*innen aus Theologie und Religionswissenschaft, aber auch von Praktiker*innen aus den Schulen erwartet. Die Religionswissenschaft ist jedenfalls damit aus der Rolle der Analysierenden und Kritisierenden herausgetreten, liefert selbst einen p\u00e4dagogischen Beitrag und stellt sich damit auch der Kritik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Ausf\u00fchrungen zur Konzeption von religi\u00f6ser Bildung im Ethikunterricht aus einer religionswissenschaftlichen Perspektive von Robert Wurzrainer und Wolfram Reiss finden sich in:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.furche.at\/religion\/ethikunterricht-soll-kommen-aber-wie-155004\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.furche.at\/religion\/ethikunterricht-soll-kommen-aber-wie-155004<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.schulamt.at\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Dialog-331_20_August_2021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.schulamt.at\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Dialog-331_20_August_2021.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-link is-provider-rat-blog wp-block-embed-rat-blog\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/rat-blog.at\/2019\/04\/29\/ethikunterricht-und-oder-religionsunterricht-einige-ueberlegungen-aus-religionswissenschaftlicher-perspektive\/\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/ratblogblog.wordpress.com\/wp-admin\/post.php?post=2083&amp;action=edit#_ftnref1\">[1]<\/a> In adaptierter Form liegen auch Versionen des Lehrwerks f\u00fcr die berufsbildenden h\u00f6heren (BHS) und mittleren Schulen (BMS) vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[2]<\/a> Mittlerweise wurden Schulb\u00fccher im Iran und der T\u00fcrkei, in \u00c4gypten und Pal\u00e4stina, Libanon und Jordanien sowie Syrien analysiert. Vgl. Klaus Hock \/ Johannes L\u00e4hnemann (Hg.). Die Darstellung des Christentums in Schulb\u00fcchern islamisch gepr\u00e4gter L\u00e4nder. Bd. 1 Wolfram Reiss: \u00c4gypten und Pal\u00e4stina, EB: Hamburg-Schenefeld 2005, Bd. 2 Patrick Bartsch: T\u00fcrkei und Iran, EB: Hamburg-Schenefeld 2005; Bd. 3 Jonathan Kriener \/ Wolfram Reiss: Libanon und Jordanien, EB: Berlin 2012; Wolfram Reiss (Hg.): Die Darstellung religi\u00f6s-gesellschaftlicher Diversit\u00e4t in Schulb\u00fcchern islamisch gepr\u00e4gter L\u00e4nder. Bd. 1 Viola Raheb: Syrien. Die syrischen Schulb\u00fccher unter der Baath-Partei und in den politischen Umbr\u00fcchen, EB: Berlin 2019.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[3]<\/a> Englische Fassung: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/euroclio.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Guidebook-for-History-Textbook-Authors-On-a-Common-Path.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/euroclio.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Guidebook-for-History-Textbook-Authors-On-a-Common-Path.pdf<\/a>, letzter Zugriff 27.9.2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\">[4]<\/a> Vgl.<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.euroclio.eu\/\" target=\"_blank\"> https:\/\/www.euroclio.eu\/<\/a>, letzter Zugriff 27.9.2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\">[5]<\/a> Vgl. Wolfram Reiss: Ethnic, Religious and Gender-Specific Issues in Palestinian Textbooks. An Analysis of School Textbooks of the Palestinian Authority in the Areas of Vocational Training, Science, and Mathematics, Georg-Eckert-Institute for International Textbook Research: Braunschweig 2003. Wolfram Reiss: Gutachten \u00fcber die im islamischen Religionsunterricht in \u00d6sterreich verwendeten B\u00fccher. Bundesministerium f\u00fcr Inneres der Republik \u00d6sterreich: Wien 2012.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn5\" href=\"#_ftnref5\">[6]<\/a> Vgl. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1353207141839\/studium-fuer-imame-problem-ob-die-ausbildung-akzeptiert-wird\" target=\"_blank\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1353207141839\/studium-fuer-imame-problem-ob-die-ausbildung-akzeptiert-wird<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn5\" href=\"#_ftnref5\">[7]<\/a> Vgl. die Analysen in: Abdoljavad Falaturi \/ Udo Tworuschka (Hg.): Der Islam in den Schulb\u00fcchern der Bundesrepublik Deutschland Bd. 1-7, Braunschweig 1986-1990 sowie die Zusammenfassung der Empfehlungen f\u00fcr Verlage und Schulbuchautor*innen in: Dies.: Der Islam im Unterricht. Brauchschweig: Georg-Eckert-Institut 1991.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn6\" href=\"#_ftnref6\">[8]<\/a> Das Curriculum verfolgt ein Modell der Pr\u00e4sentation der \u201eWeltreligionen\u201c mit Fokussierung auf ihre ethischen Standpunkte. In jedem Schuljahr ist eine Einheit f\u00fcr Religionen reserviert. Im 5. Schuljahr der AHS geht es um \u201eReligionen und Weltanschauungen\u201c allgemein. Im 6. Schuljahr geht es um die monotheistischen Religionen \u201eJudentum, Christentum und Islam\u201c. Im 7. Schuljahr gibt es eine Einheit zu den \u201efern\u00f6stlichen Religionen Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus\u201c. Im 8. Schuljahr geht es um Religionskritik, religi\u00f6se Identit\u00e4t und neue religi\u00f6se Bewegungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn7\" href=\"#_ftnref7\">[9]<\/a> Sonst w\u00fcrde der Unterricht wohl eher der weltanschaulichen Indoktrination wie im Staatsb\u00fcrgerkundeunterricht der DDR gleichen. Dies kann wohl kaum der Sinn des Ethikunterrichtes in \u00d6sterreich sein und w\u00e4re dann wohl eher ein Ansatz eines atheistischen Religionsunterrichts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn8\" href=\"#_ftnref8\">[10]<\/a> Vgl. Katharina Frank (2010): Schulischer Religionsunterricht. Eine religionswissenschaftlich-soziologische Untersuchung. Stuttgart: Kohlhammer; Wanda Alberts (2012): Integrative Religious Education in Europe. A Study-of-Religions Approach. Berlin\/Boston: De Gruyter; Christian Feichtinger (2016): Religionenlernen im Ethikunterricht. Ethikdidaktik und Religionswissenschaft, Graz: Forschungsnetzwerk Fachdidaktik.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildquelle: Trauner-Verlag<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 29\/2021<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Beginn des aktuellen Schuljahres wurde der Ethikunterricht in \u00d6sterreich um ein neues Lehrbuch bereichert. Was daran besonders ist und welche kontroversen inhaltlichen Fragen bei der Gestaltung eines Ethik-Lehrbuchs eine Rolle spielen, berichtet Wolfram Reiss, einer der Organisatoren und Autoren des Werks.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2085,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[159,154,157,136,156],"tags":[12,204,203,82,94,95,97],"ppma_author":[306],"class_list":["post-2083","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erziehung","category-ethik","category-didaktik","category-religion","category-religionswissenschaft","tag-buecher-neuerscheinungen-und-rueckblicke","tag-gemeinschaft-und-sozialer-zusammenhalt","tag-gesellschaft","tag-philosophie","tag-religionspaedagogik","tag-religionswissenschaft","tag-saekularitaet","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":306,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"wolfram-reiss","display_name":"Wolfram Reiss","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"","last_name":"Reiss","first_name":"Wolfram","job_title":"","description":"Wolfram Reiss ist seit 2007 Professor f\u00fcr Religionswissenschaft an der Evangelisch-Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien und setzt sich f\u00fcr die Etablierung einer \u201eAnwendungsorientierten Religionswissenschaft\u201c ein, die aktuelle Fragestellungen der Gesellschaft aufgreift."}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2083"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2083\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3245,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2083\/revisions\/3245"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2083"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/ppma_author?post=2083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}