{"id":2112,"date":"2021-10-21T14:58:39","date_gmt":"2021-10-21T14:58:39","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.at\/?p=2112"},"modified":"2023-07-06T09:51:54","modified_gmt":"2023-07-06T09:51:54","slug":"biblische-narrative-und-ihre-sprachgebenden-effekte-auf-uberwaltigende-erfahrungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=2112","title":{"rendered":"Biblische Narrative und ihre sprachgebenden Effekte auf \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"i-leerstellen-als-charakteristikum-biblischer-narrative\">I. <em>Leerstellen<\/em> als Charakteristikum biblischer Narrative<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Biblische Erz\u00e4hlungen (Narrative) weisen h\u00e4ufig Ambiguit\u00e4ten oder Unstimmigkeiten auf, die auch als Unterbrechung oder <em>Leerstelle<\/em> bezeichnet werden. Derartige Unterbrechungen verunm\u00f6glichen ein eindeutiges Verstehen bzw. ein nahtloses Lesen des biblischen Textes.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Diese schwierig zu verstehenden Textpassagen werden zum Teil damit erkl\u00e4rt, dass unterschiedliche historische \u00dcberarbeitungsschichten aufeinandertreffen und sich \u00fcberlagern, oder aber, dass sich unterschiedliche Gottesvorstellungen an diesen Stellen begegnen.<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ii-wie-biblische-erzahlungen-mit-uberwaltigenden-erfahrungen-ins-gesprach-gebracht-werden-konnen\">II. Wie biblische Erz\u00e4hlungen mit \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen ins Gespr\u00e4ch gebracht werden k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was haben nun biblische Narrative und \u00fcberw\u00e4ltigende\/traumatische Erfahrungen miteinander zu tun? Eine m\u00f6gliche Verbindung liegt darin, die Bibel als sogenannte <em>Traumaliteratur<\/em> zu lesen, in der auf m\u00f6gliche Spuren von \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen im Text geachtet wird. Um diese herauszuarbeiten, wird in der Theologie h\u00e4ufig die literaturwissenschaftliche Methode der Literarkritik genutzt. Eine weitere Verbindung m\u00f6chte ich im Folgenden gerne aufzeigen.<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"iii-charakteristika-von-uberwaltigenden-erfahrungen\">III. Charakteristika von \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst soll aber der Frage nachgegangen werden, was \u00fcberw\u00e4ltigende bzw. traumatische Erfahrungen kennzeichnet: Ein Merkmal besteht darin, dass es sich meist um unzusammenh\u00e4ngende Erinnerungsst\u00fccke des Erlebten handelt, die f\u00fcr sich stehen und nicht als in der Vergangenheit liegend identifiziert werden k\u00f6nnen. Dadurch gelingt es nicht, diese Bruchst\u00fccke in einen gr\u00f6\u00dferen Erz\u00e4hlzusammenhang koh\u00e4rent einzuordnen.<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Psychiater Bessel van der Kolk, der sich auf die Erforschung von Traumata spezialisiert hat, konnte zudem zeigen, dass \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen vorwiegend die linke Gehirnh\u00e4lfte zu einem gro\u00dfen Teil abzuschalten verm\u00f6gen, in der auch das Sprachzentrum beheimatet ist, w\u00e4hrend bilderfassende und emotionale Zentren hochaktiv sind.<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Van der Kolk findet damit wichtige Br\u00fccken, die es uns erlauben, besser zu verstehen, warum uns \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen: \u201e[&#8230;] an den Rand unseres Fassungsverm\u00f6gens [bringen] und es uns unm\u00f6glich [machen], mit sprachlichen Mitteln auszudr\u00fccken, was uns bewegt.\u201d<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Zitat deutet bereits auf die h\u00e4ufig hingewiesene isolierende Wirkung von \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen hin<a id=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> und verdeutlicht die Unm\u00f6glichkeit, das Erlebte ad\u00e4quat mit denotativen sprachlichen Mitteln<a id=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> auszudr\u00fccken.<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Es bed\u00fcrfe daher eines symbolischen<a id=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\"><sup>[10<\/sup>]<\/a> oder narrativen Ausdrucks, da, so meine Interpretation, narrative Darstellungen eher geeignet sind, das Erlebte in abstrahierter Form auszudr\u00fccken, wodurch Sprache einen st\u00e4rkeren Symbolcharakter erh\u00e4lt. Ein solcher Prozess k\u00f6nne zudem dabei helfen, \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen in bestehende \u201ementale Schemata\u201c <a id=\"_ftnref11\" href=\"#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> einzuordnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"iv-die-leerstelle-eines-textes-als-weitere-verbindung-zwischen-biblischen-narrativen-und-uberwaltigenden-erfahrungen\">IV. Die Leerstelle eines Textes als weitere Verbindung zwischen biblischen Narrativen und \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Auseinandersetzungen mit dem Zusammenspiel zwischen Text und Leserschaft, konnte gezeigt werden, dass speziell das Ungesagte (die Leerstelle) dazu einl\u00e4dt, die jeweilige Lebensrealit\u00e4t in den Text bzw. in diese Leerstellen hineinzulegen.<a id=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen nun mit den biblischen Narrativen auf eine weitere Art zu verbinden, m\u00f6chte ich noch einmal van der Kolk zu Wort kommen lassen, der mittels sogenannter Rohrschachtests herausfinden konnte, dass: \u201eTraumatisierte dazu neigen, ihr Trauma in alles, was in ihrer Umgebung geschieht, hineinzusehen und da\u00df sie das, was um sie her geschieht, kaum jemals ad\u00e4quat verstehen k\u00f6nnen.\u201c<a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Bezogen vor allem auf den ersten Teil des Zitates wird deutlich, dass biblische Erz\u00e4hlungen sich durch die darin enthaltenen Leerstellen sehr gut dazu eignen \u2013 die Leserin\/den Leser geradezu dazu einladen \u2013 die eigene Lebensrealit\u00e4t in das jeweilige biblische Narrativ hineinzulesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;In anderen Worten bietet das Narrativ einen Raum, in dem \u00dcberw\u00e4ltigendes in abstrahierter Form an die Oberfl\u00e4che treten kann, ohne indes die biblische Erz\u00e4hlung daran zu hindern, ihre eigene Geschichte zu erz\u00e4hlen.&#8220;<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund dieser Besonderheit muss gleichwohl sehr stark betont werden, dass dieser Prozess des Hineinlegens keineswegs zu einem reibungslos lesbaren Text f\u00fchrt. Eindringlich ist daher darauf hinzuweisen, dass eine nivellierte Leseweise der Narrative, in der versucht wird, den Text in ein bruchloses Ganzes umzuformen, nicht erm\u00f6glicht wird, da sich ein: \u201eTrauma [&#8230;] [gegen] eine [&#8230;] Einbindung in ein textliches Narrativ str\u00e4ubt, gerade weil es sich einer Einbindung in ein pers\u00f6nliches Narrativ widersetzt.\u201c<a id=\"_ftnref14\" href=\"#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>Weiters muss betont werden, dass die zuvor genannten Leerstellen oder Ambiguit\u00e4ten in den Narrativen bestehen bleiben \u2013 selbst nachdem diese von der Leserin\/dem Leser augenscheinlich bef\u00fcllt wurden.<a id=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In anderen Worten bietet das Narrativ einen Raum, in dem \u00dcberw\u00e4ltigendes in abstrahierter Form an die Oberfl\u00e4che treten kann, ohne indes die biblische Erz\u00e4hlung daran zu hindern, ihre eigene Geschichte zu erz\u00e4hlen. Die \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen finden durch die biblischen Erz\u00e4hlungen somit sowohl eine narrative Repr\u00e4sentationsform, als auch eine Rahmung oder Begrenzung. Die Begrenzung ergibt sich aus der Eigenschaft des Narratives, sich trotz allem geduldig dagegen zu str\u00e4uben, von \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen vollst\u00e4ndig \u00fcberlagert zu werden. Diese Begrenzungen stehen somit dem urspr\u00fcnglichen Fokus, der ausschlie\u00dflich auf die Unterbrechungen oder Leerstellen gerichtet war, entgegen. Durch den sich dadurch vollziehenden Perspektivenwechsel, in dem der Fokus zur\u00fcck auf das Narrativ gelenkt wird, treten biblische Motive (die h\u00e4ufig eng mit Hoffnungs- und Zukunftsperspektiven verkn\u00fcpft sind) wieder verst\u00e4rkt in den Vordergrund, w\u00e4hrend das Erlebte der eigenen Lebensrealit\u00e4t zunehmend in den Hintergrund tritt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"v-wie-uberwaltigende-erfahrungen-unser-dasein-und-unsere-begegnungen-pragen\">V. Wie \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen unser Dasein und unsere Begegnungen pr\u00e4gen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bezugnehmend auf Hoffnungs- und Zukunftsperspektiven wird von vielen Betroffenen von \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfahrungen berichtet, dass das Erlebte zu einer Einteilung des Lebens in eine \u201etraumatische Vergangenheit\u201c und eine \u201everblasste Gegenwart\u201c<a id=\"_ftnref16\" href=\"#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> f\u00fchrt. Besonders auff\u00e4llig bei dieser Art, das Leben wahrzunehmen, ist die fehlende Zukunftsperspektive, die auch als Angst vor dem Ungewissen interpretiert werden kann.<a id=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Vor allem deutet eine derartige Dualit\u00e4t aber auch darauf hin, dass \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen \u201edas Vertrauen in fundamentale Konzepte unseres Daseins erodieren.\u201c<a id=\"_ftnref18\" href=\"#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff des <em>Daseins<\/em> wurde ma\u00dfgeblich von dem Philosophen Martin Heidegger gepr\u00e4gt und unter anderem von dem Religionsphilosophen und Theologen Bernhard Welte weiterentwickelt. Welte verband den Begriff insbesondere mit einer <em>fundamentalen Offenheit<\/em><a id=\"_ftnref19\" href=\"#_ftn19\">[<sup>19]<\/sup><\/a><em><sup> <\/sup><\/em>des Lebens, die unser Dasein grundlegend pr\u00e4gt. Betrachtet man eine solche <em>fundamentale Offenheit<\/em> im Kontext von Begegnungen, dann wird deutlich, dass es bis zum Moment einer tats\u00e4chlichen Begegnung ungewiss bleibt, was sich einem darin alles zeigen wird: Gro\u00dfes Potential f\u00fcr Verletzungen oder Unsicherheiten finden darin ebenso Platz wie das Potential, Freundschaft, oder Liebe zu finden<a id=\"_ftnref20\" href=\"#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>. Welte beschreibt diesen Vorgang als ein \u201esich Freigeben an das Du\u201c<a id=\"_ftnref21\" href=\"#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Um Zukunfts- und Hoffnungsperspektiven neuerlich zu \u00f6ffnen, braucht es neben solchen Leerstellen-reichen Texten aber auch immer neue Begegnungen mit dem Anderen, ebenso wie Freundschaft; ein Miteinander; ein F\u00fcr-Einander-Dasein.&#8220;<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie unschwer erkennbar ist, kann eine solche Offenheit durch eine etwaige traumatische Erfahrung (\u201eNichtungserfahrung\u201c<a id=\"_ftnref22\" href=\"#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>) bis auf die Grundfesten ersch\u00fcttert werden, da (zum Teil auch k\u00f6rperliche) Erinnerungen an derartige Erlebnisse im Stande sind, diese <em>fundamentale Offenheit<\/em> zu verstellen. Dem begegnenden Du wird dann \u00e4ngstlich entgegengetreten; vielleicht nicht einmal der Blick gesucht. Eine Begr\u00fc\u00dfung scheint in weite Ferne ger\u00fcckt und eine misslungene Begegnung entsteht. Wie kann einer solchen Angst vor dem Unbekannten konstruktiv begegnet werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ich versucht habe darzustellen, tragen sprachgebende Effekte, auf die ich im Rahmen dieses Beitrags anhand biblischer Narrative kurz eingegangen bin, dazu bei, \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrungen in bestehende Denkschemata und als in der Vergangenheit liegend einzuordnen. Um Zukunfts- und Hoffnungsperspektiven neuerlich zu \u00f6ffnen, braucht es neben solchen Leerstellen-reichen Texten aber auch immer neue Begegnungen mit dem Anderen, ebenso wie Freundschaft; ein Miteinander; ein F\u00fcr-Einander-Dasein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beschlie\u00dfen m\u00f6chte ich die hier dargebotenen \u00dcberlegungen mit Gedanken des Theologen Eberhard J\u00fcngel, der in seinen Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Liebe schreibt, dass diese von au\u00dfen betrachtet hoch fragil sei. Liebe sei, so seine Argumentation, hilflos ausgeliefert gegen\u00fcber allem, was ihr begegnet. Von innen her w\u00e4re sie aber selbst noch in ihrer Ausgeliefertheit im Stande, diese Machtlosigkeit zu \u00fcberwinden<a id=\"_ftnref23\" href=\"#_ftn23\"><sup>[23<\/sup>]<\/a>. Aus diesem Grund votiert er f\u00fcr das Festhalten an dieser so fragil anmutenden Gr\u00f6\u00dfe, die, so m\u00f6chte ich erg\u00e4nzen, die Hoffnung auf gelingende Begegnungen stets bewahrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ein sehr anschauliches Beispiel f\u00fcr einen derart fragmentierten Text ist etwa der Ringkampf der biblischen Figur Jakobs (Abrahams Enkel) am Jabbok (Gen. 32:23-33).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Butterweck 1981, pp. 19-43.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Eine ausf\u00fchrlichere Auseinandersetzung mit diesen Themen ist in der laufenden Dissertation mit dem vorl\u00e4ufigen Titel \u201eTrust in God. Ethics of Hope: Biblical Narratives, Welte&#8217;s concept of Mitvollzug, and its language-giving effects on overwhelming experiences.\u201c nachzulesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> van der Kolk und van der Hart 1995, p. 176.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> van der Kolk 2018, pp. 57-59.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> van der Kolk 2018, p. 58.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Boase 2016, pp. 51f; vgl. Caruth 1995, p. 153; Erikson 1995, p. 186.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ein denotatives sprachliches Zeichen bezieht sich rein auf den begrifflichen Gehalt eines Wortes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Laub 1995, p. 63.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. van der Kolk and van der Hart 1995, p. 172.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> van der Kolk und van der Hart 1995, p. 176.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Lobsien 2012, p. 36. Siehe auch Paul Ric\u0153ur und Wolfgang Iser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Van der Kolk 2018, p. 26.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Janzen 2012, p. 35. Im Original: \u201etrauma will resist incorporation into a textual narrative precisely because it resists incorporation into personal narratives.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Janzen 2012, p. 238. Weitere Einw\u00e4nde nennt beispielsweise auch Cathy Caruth 1995, pp. 154f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> van der Kolk and van der Hart 1995, p. 177. Im Original: \u201ea traumatic past and a [&#8230;] bleached present\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Cf. Erikson 1995, p. 194. Siehe auch Landsman 2002, p. 13.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Achathaler, laufende Dissertation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Welte 1966, p. 90.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Cf. Keul 2021, p. 13.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Welte 2008, p. 170.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> Bieler 2017, p. 158.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn23\" href=\"#_ftnref23\">[23]<\/a> J\u00fcngel 1977, p. 445.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"weiterfuhrende-literatur\">Weiterf\u00fchrende Literatur:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Achathaler, Lisa: Trust in God. Ethics of Hope: Biblical Narratives, Welte&#8217;s concept of Mitvollzug, and its language-giving effects on overwhelming experiences. Laufende Dissertation an der Universit\u00e4t Wien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bieler, Andrea: <em>Verletzliches Leben<\/em>. Horizonte einer Theologie der Seelsorge. G\u00f6ttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht 2017.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Boase, Elizabeth: Fragmented Voices: Collective Identity and Traumatization in Lamentations, in: Boase, Elizabeth und Frechette, Christopher G. (eds.): Bible through the Lens of Trauma. Society of Biblical Literature, Semeia Studies (86\/2016), pp. 49-66.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Butterweck, Anneliese:Jakobs Ringkampf am Jabbok. Gen 32,4ff. in der j\u00fcdischen Tradition bis zum Fr\u00fchmittelalter, in: <em>Judentum und Umwelt <\/em>(3\/1981).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Caruth, Cathy: Recapturing the Past: Introduction, in: Caruth, Cathy (ed.): Trauma. Explorations in Memory. Baltimore and London: The John Hopkins University Press 1995, pp. 151-157.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erikson, Kai: Notes on Trauma and Community, in: Caruth, Cathy (ed.): Trauma. Explorations in Memory. Baltimore and London: The John Hopkins University Press 1995, pp. 183-199.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Janzen, David: The violent Gift: Trauma\u2019s subversion of the Deuteronomistic History\u2019s Narrative. Library of Hebrew Bible\/Old Testament Studies 561 (2012).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J\u00fcngel. Eberhard: <em>Gott als Geheimnis der Welt<\/em>. Zur Begr\u00fcndung der Theologie des Gekreuzigten im Streit zwischen Theismus und Atheismus. T\u00fcbingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) 1977.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keul, Hildegund: Diskursgeschichtliche Einleitung zur theologischen Vulnerabilit\u00e4tforschung, in: Keul, Hildegund (ed.): Theologische Vulnerabilit\u00e4tsforschung. Gesellschaftsrelevant und interdisziplin\u00e4r. Stuttgart: Kohlhammer 2021, pp. 7-18.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kolk, Bessel van der: Verk\u00f6rperter Schrecken. Traumaspuren in Gehirn, Geist und K\u00f6rper und wie man sie heilen kann. Lichtenau and Westfahlen: Probst Verlag <sup>5<\/sup>2018 [2015].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kolk, Bessel van der und Hart, Onno van der: The Intrusive Past: The flexibility of memory and the Engraving of Trauma, in: Caruth, Cathy (ed.): Trauma. Explorations in Memory. Baltimore and London: The John Hopkins University Press 1995, pp. 158-182.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landsman, Irene Smith: Crises of Meaning in Trauma and Loss, in: Jeffrey Kauffman (ed.): <em>Loss of the Assumptive World: A Theory of Traumatic Loss<\/em>. New York: Brunner-Routledge 2002, pp. 13-30.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laub, Dori: Truth and Testimony, in: Cathy Caruth (ed.): Trauma. Explorations in Memory. Baltimore and London: The John Hopkins University Press 1995, pp. 61-75.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lobsien, Eckhard: Leerstellen, Unbestimmtheiten, schematisierte Ansichten. Zur Ph\u00e4nomenologie des Auslassens und Andeutens, in: Julian Hanich und J\u00fcrgen Wulff (eds.): Auslassen, Andeuten, Auff\u00fcllen. Der Film und die Imagination des Zuschauers. Boston: Brill 2012, pp. 33-47.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welte, Bernhard:<em> Heilsverst\u00e4ndnis.<\/em> Philosophische Untersuchung. Einige Voraussetzungen zum Verst\u00e4ndnis des Christentums. Freiburg im Breisgau: Herder 1966.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welte, Bernhard:<em> Heilsverst\u00e4ndnis.<\/em> Philosophische Untersuchungen einiger Voraussetzungen zum Verst\u00e4ndnis des Christentums, in: Bernhard Welte: Hermeneutik des Christlichen, Einleitung von Bernhard Caspar, Freiburg im Breisgau a.o. 2008, pp. 19-196. [Bernhard Welte: Gesammelte Schrift, Bd. IV\/1].<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildquelle: Lisa Achathaler<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 30\/2021<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen traumatische Erfahrungen (ein St\u00fcck weit) verarbeitet werden? Lisa Achathaler pr\u00e4sentiert uns einen Blick auf dieses immer wichtiger werdendere Thema am Kreuzungspunkt von Theologie und Psychiatrie. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2107,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137,139,166,150,149],"tags":[43,110,111,122],"ppma_author":[260],"class_list":["post-2112","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-christentum","category-judentum","category-subjekt-und-psyche","category-theologie","category-transformation","tag-heilige-schriften","tag-theologie","tag-tod-und-trauer","tag-wissenschaft-und-religion","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":260,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"lisa-achathaler","display_name":"Lisa Achathaler","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"","last_name":"Achathaler","first_name":"Lisa","job_title":"","description":"Lisa Achathaler ist uni:docs Fellow der Universit\u00e4t Wien und verfasst ihre Dissertation am Institut f\u00fcr Systematische Theologie und Ethik."}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2112"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3243,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2112\/revisions\/3243"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2112"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fppma_author&post=2112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}