{"id":3646,"date":"2023-05-24T10:34:29","date_gmt":"2023-05-24T10:34:29","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3646"},"modified":"2023-05-24T10:46:30","modified_gmt":"2023-05-24T10:46:30","slug":"opfer-eine-theologische-kategorie-unter-verdacht-differenzierungen-innerhalb-eines-schwierigen-theologischen-konzepts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3646","title":{"rendered":"\u201aOpfer\u2018 \u2013 eine theologische Kategorie unter Verdacht. Differenzierungen innerhalb eines schwierigen theologischen Konzepts"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die theologische Kategorie Opfer steht unter Verdacht. Und das ist vielleicht noch zu gelinde ausgedr\u00fcckt. Opfer kann im christlichen Kontext zu den theologisch ungekl\u00e4rtesten und umstrittensten Konzepten \u00fcberhaupt gez\u00e4hlt werden.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Besondere Brisanz ist deshalb gegeben, weil diese Kategorie im (Alltags-)Leben von Menschen pr\u00e4sent ist und \u2013 wie in den Vorw\u00fcrfen deutlich gemacht wird \u2013 mit massiven lebenseinschr\u00e4nkenden Konsequenzen f\u00fcr Menschen einhergehen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorbehalte gegen\u00fcber der Opferkategorie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorbehalte gegen\u00fcber dem Opferbegriff werden entsprechend von verschiedenster Seite artikuliert, wobei auf die zwei im Deutschen leitenden Bedeutungsstr\u00e4nge \u201aOpfer sein\u2018 (im Sinn von \u201avictima\u2018) und \u201aOpfer bringen\u2018 (im Sinn von \u201asacrificium\u2018)<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Bezug genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lebensbeeintr\u00e4chtigende Dimensionen der Kategorie Opfer im Sinn von \u201avictima\u2018 werden im allt\u00e4glichen Leben bei Menschen deutlich, die Opfer personaler \u00dcbergriffe von M\u00e4chtigen werden, aber auch angesichts struktureller Machtasymmetrien, die auf Kosten von Marginalisierten gehen. Opfer zeigen sich aber auch als erzwungene Opfertaten, als \u201asacrificia\u2018 zugunsten anderer, die Unterlegenen abverlangt werden. Mit der Idealisierung eines solchen Verhaltens und des Ertragens von Leiden wird die Opferkategorie als perfide Strategie daf\u00fcr benutzt, um Menschen auszubeuten und bestehende Machtverh\u00e4ltnisse zu stabilisieren. Solche Ausgestaltungen von Opfer als \u201avictima\u2018 und \u201asacrificium\u2018 werden in einer liberalen Kultur entschieden abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch innerhalb der theologischen Reflexion wird die Plausibilit\u00e4t der Opferkategorie massiv angefragt. Nachdem eine bestimmte Form der Opfertheologie im christlichen Raum \u00fcber Jahrhunderte pr\u00e4gend geworden ist, wird ihr gerade in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts mit umfassender Kritik begegnet.<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Aufgedeckt werden die Schwierigkeiten einer religi\u00f6sen \u00dcberzeugung, in der Gott eine Bluttat zur Wiedergutmachung fordert. Ein solches Gottesverst\u00e4ndnis, so k\u00f6nnte man sagen, \u201eunterbietet eigentlich die M\u00f6glichkeiten des Menschen.\u201c<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Angesichts dieser Schwierigkeiten wird teils erwogen, Opfer als theologische Kategorie prinzipiell aufzugeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anregungen f\u00fcr eine differenzierte Auseinandersetzung \u2013 verschiedene \u201aOpfergrammatiken\u2018<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist das aber die L\u00f6sung? K\u00f6nnen mit der Vermeidung der Opferkategorie die aufgezeigten Schwierigkeiten beseitigt werden? So einfach scheint es nicht zu sein. Zum Ersten ist der Opferterminus als angestammter Begriff auch in religi\u00f6sen Liedern und Gebeten nicht so ohne Weiteres zu eliminieren. Zum Zweiten handelt es sich bei den beschriebenen Zusammenh\u00e4ngen nicht nur um eine terminologische Frage. Auch mit der \u00dcberwindung des Opferbegriffs in christlich-theologischen Diskursen wirken die diesen zugrunde liegenden Logiken weiter. Zum Dritten zeigt sich innerhalb der Auseinandersetzungen, dass es sich bei der christlichen Opfertheologie nicht um ein monolithisches theoretisches Konzept handelt. Entsprechend ist es f\u00fcr einen differenzierten Blick hilfreich, \u201everschiedene Grammatiken\u201c<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a> dieser theologischen Kategorie zu unterscheiden. F\u00fcr eine solch genauere Auseinandersetzung wird in der Folge der Opferdiskurs durch das Herausarbeiten von sich unterscheidenden \u201eModelle[n]\u201c<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a> rekonstruiert. Aus der F\u00fclle an Zugangs- und Deutungsweisen lassen sich f\u00fcnf Opfermodelle ausmachen, die jeweils eine spezifische Grundidee von Opfer repr\u00e4sentieren und am Beispiel des Opfers Jesu exemplifiziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) <strong>\u201aOpfer f\u00fcr Transzendenz\u2018<\/strong> stellt das religionswissenschaftlich verbreitete Opfermodell einer Gabe von Menschen zugunsten einer transzendenten Gr\u00f6\u00dfe dar. Zum Einsatz kommt ein solches Opfer, um das Aufrechterhalten der bestehenden heiligen Ordnung der Welt sowie der Sozialstruktur zu gew\u00e4hrleisten. Christlich findet dieses Modell in der traditionellen Opfertheologie ihren Niederschlag, f\u00fcr die in wesentlichen (aber nicht allen) Aspekten die Satisfaktionslehre von Anselm von Canterbury steht. In diesem Verst\u00e4ndnis haben die Menschen mit ihrem s\u00fcndhaften Verhalten die Ehre Gottes und die Ordnung zerst\u00f6rt. Eine Wiedergutmachung kann nur ein \u201eGott-Mensch\u201c<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> leisten \u2013 weil das Vergehen der Menschen nur von einem Menschen, angesichts der Schwere des Vergehens gegen Gott aber nur von Gott ges\u00fchnt werden kann. Jesu ungeschuldeter Opfertod entspricht dieser Forderung und wird in diesem Opfermodell als umfassende S\u00fchneleistung in Vertretung der Menschen gedeutet. Im weiteren Verlauf der Fr\u00f6mmigkeitsgeschichte kommt es aufgrund Verkn\u00fcpfungen der Opfertheologie mit der Fegfeuer-, Ablass- und Bu\u00dflehre zu fatalen Weiterentwicklungen dieser Opferidee. Das S\u00fchnen pers\u00f6nlicher S\u00fcnden wird in Analogie zu Jesu Opfer und dem Tilgen der Erbs\u00fcnde gesehen, ja gefordert. Einschr\u00e4nkungen, Leiden und pers\u00f6nliche Opfer werden im Laufe der Zeit als privilegierte Orte der Begegnung mit Gott gesehen.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(2) Im Modell <strong>\u201aOpfer der Transzendenz\u2018<\/strong> ist eine umgedrehte Aktionsrichtung gegeben. Es ist nicht der Mensch, der ein Opfer f\u00fcr Gott, sondern Gott, der ein Opfer f\u00fcr den Menschen bringt. In diesem von liberalen Theolog:innen pr\u00e4ferierten Modell zeigt sich die g\u00f6ttliche Zuwendung im Leben Jesu, in seiner proexistenten Haltung gegen\u00fcber den Menschen. Das Leben Jesu wird als \u201eLebensopfer\u201c<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a>, sein Tod als Konsequenz dieser Lebensweise angesichts gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Ablehnung verstanden. Im Opfertod kulminiert so Jesu Engagement zugunsten der Menschen, durch den ein \u201eunzerst\u00f6rbarer, endg\u00fcltiger Zugang z[ur] Gemeinschaft mit Gott\u201c<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a> gew\u00e4hrleistet wird. Ein solches Opfermodell ist innerweltlich in einem Gabeverst\u00e4ndnis pr\u00e4sent, in dem \u00fcber reine Reziprozit\u00e4t hinaus die Beziehung zwischen den an einem Opfer beteiligten Gr\u00f6\u00dfen \u2013 zwischen dem:der Opferbringenden und den von einem solchen Profitierenden \u2013 bedeutsam ist. Jede Bereitschaft, eigene Einschr\u00e4nkungen zugunsten gr\u00f6\u00dferer Lebensm\u00f6glichkeiten anderer, gerade Schw\u00e4cherer, in Kauf zu nehmen, kann als von diesem Modell gepr\u00e4gt gesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(3) Im Modell <strong>\u201aOpfertransformation\u2018<\/strong> gilt die Aufmerksamkeit einer Wandlung des Opfers: von Opfer im Sinn \u201avictima\u2018 zu Opfer im Sinn von \u201asacrificium\u2018. Entscheidend f\u00fcr dieses Modell ist, dass gegebene Viktimisierungen durch eine bestimmte Haltung in ein Opfer als Hingabe transformiert werden. Dieses in erster Linie von der Dramatischen Theologie entwickelte Modell versteht das Opfer Jesu als ein auferzwungenes, passivisch erlittenes Opfer durch andere Menschen, das Jesus in ein aktives Opfer zugunsten seines g\u00f6ttlichen Vaters ver\u00e4ndert. Was aus einer Au\u00dfenperspektive eine Viktimisierung darstellt, ist aus einer Innenperspektive ein Akt der Hingabe. Die \u201eViktimisierung [wird] nicht ungeschehen gemacht, wohl aber verwandelt.\u201c<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a> In dieses Transformationsgeschehen werden alle Menschen als mit hineingenommen gesehen: die Opfer von Viktimisierungsvorg\u00e4ngen, aber auch die solche Vorg\u00e4nge Verursachenden, insofern diese selbst Opfer der S\u00fcnder sind. In Analogie zu Jesu Tun werden in diesem Modell alle Taten von Menschen als Opfer verstanden, in denen diese im Sinn eines sacrificiums viktimisierende Verstrickungen zugunsten anderer aushalten und neu deuten, also transformieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(4) Das Modell <strong>\u201aOpfer-Solidarit\u00e4t\u2018<\/strong> beschreibt das Mitleiden einer transzendenten Gr\u00f6\u00dfe mit viktimisierten Menschen. Gerade in kontextsensiblen christologischen Entw\u00fcrfen wie der Befreiungstheologie, aber auch in gewissen trinitarischen Konzepten wird dieses Modell vertreten. Das Opfer Jesu erweist sich in dieser Grammatik als Eintauchen Gottes in die Eigenlogik der Welt und als solidarisches Teilen des Schicksals von Menschen, die marginalisiert und zum Opfer gemacht werden. In einem solch spezifischen Verhalten wird bereits ein Potential zur Ver\u00e4nderung der Situation gesehen. Weiterf\u00fchrend wird analog zum Opfer Jesu prinzipiell allen Menschen zugetraut, gegen\u00fcber viktimisierten Menschen solidarisch zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(5) Das Modell <strong>\u201aOpfer-Perpetuierung\u2018<\/strong> meint eine Weiterf\u00fchrung und Manifestierung viktimisierender Zusammenh\u00e4nge, ohne dass diesen ein soteriologisches Moment inh\u00e4rent w\u00e4re. Es geht um Viktimisierungen, aber auch um idealisiert dargestellte und auferzwungene sacrificia, die das Ertragen von Leid und Missbrauchstaten als Wert darstellen. Solche Opfer dienen allein H\u00f6hergestellten und legitimieren und festigen deren Macht. Dabei erfolgt die Begr\u00fcndung der immanenten Logik viktimisierender Vorg\u00e4nge bzw. Strukturen durchaus mit Bezugnahmen auf eine transzendente Gr\u00f6\u00dfe. Dies kann eine Gottheit sein, aber auch absolut gesetzte ideologische Gr\u00f6\u00dfen wie eine weltanschauliche \u00dcberzeugung oder das Vaterland. Einem solch h\u00f6heren Anliegen sollen Menschen alles, ja ihr eigenes Leben unterordnen. Machtasymmetrische und unterdr\u00fcckerische Strukturen werden dadurch idealisiert und perpetuiert.<a id=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Der Opfertod Jesu zeigt sich in diesem Modell als Forderung eines kannibalistischen, sadistischen Vaters und der Einwilligung eines masochistischen Sohnes. Im theologischen Diskurs wird auf dieses Modell nur ex negativo Bezug genommen, v.a. Str\u00f6mungen liberaler und feministischer Theologien grenzen sich dezidiert davon ab. Die Auseinandersetzung mit diesem Modell bedeutet einen grundlegenden Bruch mit der Opfertheologie, die im Widerspruch zu entscheidenden christlichen \u00dcberzeugungen gesehen wird und nur \u00fcberwunden werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangspunkt f\u00fcr Weiter\u00fcberlegungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Debatte um eine christlich-theologische Opfertheologie \u2013 die massive Kritik an ihr, aber auch Versuche ihrer Rehabilitierung \u2013 kann mit einer Aufmerksamkeit f\u00fcr verschiedene \u201aOpfergrammatiken\u2018 wesentlich als Streit um unterschiedliche Opfermodelle rekonstruiert werden. Eine solche Herangehensweise erm\u00f6glicht es, konkrete Positionen, deren Anliegen und St\u00e4rken, aber auch deren Schw\u00e4chen zu verstehen und zu verorten, entscheidende Unterscheidungslinien zwischen den zugrunde liegenden Opfermodellen auszumachen und den Opferdiskurs insgesamt zu \u00fcberblicken. Die massiven Anfragen und Vorbehalte gegen die Kategorie Opfer erweisen sich so in erster Linie als Kritik an bestimmten Konzeptionen. Die Ber\u00fccksichtigung der Pluralit\u00e4t an Modellen und Grammatiken im Feld bietet die M\u00f6glichkeit, verschiedene Zug\u00e4nge zu bedenken und die Opferkategorie abseits der berechtigen Anfragen auch in konstruktiver und kreativer Weise aufzugreifen. Es er\u00f6ffnet sich damit ausgehend von einem vermeintlich nur noch zu verabschiedenden theologischen Konzept ein spannendes Feld f\u00fcr theologische Konkretisierungen und Weiterentwicklungen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bibliographie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Vgl. Spaemann, Robert: Einleitende Bemerkungen zum Opferbegriff. In: Schenk, Richard (Hg.): Zur Theorie des Opfers. Ein interdisziplin\u00e4res Gespr\u00e4ch (=Collegium philosophicum 1). Stuttgart: Frommann-Holzboog 1995, 11-24, 21.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Digitales W\u00f6rterbuch der Deutschen Sprache: Opfer. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.dwds.de\/wb\/Opfer\">https:\/\/www.dwds.de\/wb\/Opfer<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Moosbrugger, Mathias: Die Rehabilitierung des Opfers. Zum Dialog zwischen Ren\u00e9 Girard und Raymund Schwager um die Angemessenheit der Rede vom Opfer im christlichen Kontext (ITS 88). Innsbruck: Tyrolia 2014, v.a. 13-15.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Striet, Magnus: Wenn Menschen einfach verzeihen k\u00f6nnen \u2013 warum nicht Gott? Opfertod im Christentum (18.07.2021) Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/opfertod-im-christentum-wenn-menschen-einfach-verzeihen-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/opfertod-im-christentum-wenn-menschen-einfach-verzeihen-100.html<\/a> [22.04.23].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Dalferth, Ingolf U.: Die soteriologische Relevanz der Kategorie des Opfers. Dogmatische Erw\u00e4gungen im Anschlu\u00df an die gegenw\u00e4rtige exegetische Diskussion. In: Baldermann, Ingo u.a. (Hg.): Altes Testament und christlicher Glaube (JBTh 6). Neukirchen-Vluyn: Neukirchener 1991, 173-194, 174, im Original kursiv gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. die zugrunde liegende prinzipielle Idee: B\u00fcttner, Gerhard\/Reis, Oliver: Modelle als Wege des Theologisierens. Religionsunterricht besser planen und durchf\u00fchren. G\u00f6ttingen: Vandenhoeck&amp;Ruprecht 2020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Anselm von Canterbury: Cur deus homo. Warum Gott Mensch geworden. Lateinisch und Deutsch. \u00dcbersetzt von Franciscus Salesius Schmitt OSB. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft <sup>5<\/sup>1993, II, 7 (99).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Moosbrugger, Mathias: \u201eDenn wen der Herr liebt, den z\u00fcchtigt er\u201c. Zur theologischen Entgiftung einer spirituellen Tradition. In: Geist und Leben 89\/4 (2016), 397-405, 398.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Berger, Klaus: Wozu ist Jesus am Kreuz gestorben? Stuttgart: Quell Verlag 1998, 103.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Menke, Karl-Heinz: Art. Opfer. IV Theologiegeschichtlich u[nd] systematisch-theologisch. In: LThK, Bd. 7, Freiburg i. Br. u.a.: Herder, 3. v\u00f6llig neu bearb. Aufl. 1998, 1069.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Niewiadomski, J\u00f3zef: Victima versus sacrificium. Nuancen der spannungsreichen Beziehung von Liebe und Opfer. In: Ders.: Dramatische Figuren des Glaubens. Christlich glauben in den Herausforderungen von heute. Zur Emeritierung des Autors (Hg. Moosbrugger, Mathias\/Peter, Karin). Freiburg i. Br. u.a.: Herder 2019, 216-247, 242-243.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> So exemplarisch die Argumentation zur Dynamisierung von Misogynie durch die christliche Opferlogik: Anne-Kathrin Fischbach: \u201eAllen alles werden?\u201c Vom Vulneranzpotential der christlichen Botschaft gegen\u00fcber Frauen. In: Feinschwarz. Theologisches Feuilleton (07.12.22). Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.feinschwarz.net\/allen-alles-werden\/\">https:\/\/www.feinschwarz.net\/allen-alles-werden\/<\/a> [24.04.23].<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Photo Credits: <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/@dascal\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/@dascal\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Adrian Dascal<\/a> auf <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/4BAom7usuqY\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/4BAom7usuqY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Unsplash<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 07\/2023<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Karin Peter <\/b> besch\u00e4ftigt sich in ihrem Artikel mit dem Begriff des Opfers, der oft unklar und schwer zu verstehen ist. Dazu schl\u00e4gt sie in ihrem Beitrag f\u00fcnf verschiedene Modelle vor, um zu verdeutlichen, was unter Opfer im Zusammenhang mit den Themen Transzendenz, Transformation, Solidarit\u00e4t und Perpetuierung verstanden werden kann.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3653,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137,136,156,150,149],"tags":[19,95,110],"ppma_author":[364],"class_list":["post-3646","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-christentum","category-religion","category-religionswissenschaft","category-theologie","category-transformation","tag-christentum","tag-religionswissenschaft","tag-theologie","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":364,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"karin-peter","display_name":"Karin Peter","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"","last_name":"Peter","first_name":"Karin","job_title":"","description":"Dr. Karin Peter ist Leiterin des FWF Elise-Richter-Projekts 'Religionsp\u00e4dagogische Analysen zur Opferthematik' am Institut f\u00fcr Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien. 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