{"id":3723,"date":"2023-09-21T09:41:03","date_gmt":"2023-09-21T09:41:03","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3723"},"modified":"2023-09-21T09:42:57","modified_gmt":"2023-09-21T09:42:57","slug":"anarchie-der-freundschaft-dank-an-gianni-vattimo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3723","title":{"rendered":"Anarchie der Freundschaft. Dank an Gianni Vattimo"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Philosophie als Gespr\u00e4ch<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder hat Gianni Vattimo, der von 1964 bis 1982 Professor f\u00fcr \u00c4sthetik und danach f\u00fcr theoretische Philosophie an der Universit\u00e4t Turin war, in seine Texte ein Wort aus H\u00f6lderlins Hymne \u201eFriedensfeier\u201c eingeflochten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel hat von Morgen an,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit ein Gespr\u00e4ch wir sind und h\u00f6ren voneinander,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erfahren der Mensch; bald sind wir aber Gesang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Friedensfeier<\/em>, VV 91\u201393)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Menschen sind wir nicht blo\u00df sprechende Wesen \u2013 wir <em>sind<\/em> ein Gespr\u00e4ch und nur von diesem her verstehbar. Wir sind ein Gespr\u00e4ch und voneinander H\u00f6rende. Darin machen wir von Morgen, d.h. von Beginn an, unsere Erfahrungen. Erfahrungen, die wir aber auch \u00fcberschreiten k\u00f6nnen: Wir sind Gespr\u00e4ch und k\u00f6nnen auch zum Gesang werden. Als Menschen sind wir nicht auf ein Wesen festgelegt, sondern f\u00fcr dessen immer neue Gestaltung offen. Darin besteht das \u00e4sthetisch-offene Wesen des Menschen. In seinem philosophischen Denken hat Vattimo dieses Gespr\u00e4ch in ungew\u00f6hnlichen Konstellationen erprobt. In zahlreichen Texten initiierte er einen Dialog von Positionen, die zun\u00e4chst weit auseinander zu liegen scheinen \u2013 nicht, um die verbindende Schnittmenge zu finden, sondern weil aus dem offenen Gespr\u00e4ch von durchaus Unvereinbarem etwas Neues entstehen kann: So brachte Vattimo Marx mit Nietzsche zusammen, Nietzsche mit Heidegger, Heidegger mit Benjamin und auch mit Paulus, um nur einige Beispiele zu nennen. Und so suchte Vattimo schlie\u00dflich auch Kommunismus und Katholizismus, Postmoderne und Christentum in einem Dialog zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus erw\u00e4chst ein bestimmtes Verst\u00e4ndnis von Philosophie. F\u00fcr Vattimo bedeutete Philosophie nicht zuletzt, mit den Verstorbenen im Gespr\u00e4ch zu bleiben. In beeindruckender Weise hat er dies 1980 in einem Interview mit der links-revolution\u00e4ren italienischen Tageszeitung \u201eLotta continua\u201c ausgedr\u00fcckt: \u201eder Ort, auf den das Dasein zusteuert, ist der Tod\u201c, nicht das \u201eSein mit den Attributen der Ewigkeit und Best\u00e4ndigkeit\u201c. Doch fr\u00e4gt er:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist das also eine pessimistische, verzweifelte, \u201enihilistische\u201c Philosophie? Ich glaube nicht. Heidegger spricht vom Tod als \u201eSchrein\u201c, einem Hort von Sch\u00e4tzen. Nicht nur die Lust an den Dingen des Lebens ist eng an deren Unbest\u00e4ndigkeit und Verg\u00e4nglichkeit, an deren Werden und Vergehen gebunden. Auch der Reichtum der menschlichen Geschichte in seiner Ver\u00e4nderung und Anreicherung (an Bedeutungen und Nuancen) durch die Abfolge der Generationen und die Vielfalt der Interpretationen hindurch steht in strenger Abh\u00e4ngigkeit zum Sterben. Der Tod ist der Schrein, in dem die Werte aufbewahrt sind: die Lebenserfahrung der vergangenen Generationen, die Gro\u00dfen und Sch\u00f6nen der Vergangenheit, mit denen wir zusammen sein und sprechen wollen, die Personen, die wir liebten und die verschwunden sind. Selbst die Sprache als Kristallisation von Wortakten, Erfahrungsweisen liegt im Schrein des Todes aufbewahrt. Dieser Schrein ist im Grunde auch die Quelle der wenigen Regeln, die uns helfen k\u00f6nnen, uns in unserem Dasein nicht chaotisch und ungeordnet zu bewegen, obgleich wir um unsere Ziellosigkeit wissen. Die neuen Erfahrungen, die wir machen, haben nur Sinn als Fortf\u00fchrungen des Dialogs mit dem, was der Todesschrein \u2013 die Geschichte, die Tradition, die Sprache \u2013 uns \u00fcberliefert hat. (Vattimo: Jenseits vom Subjekt, 17f.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht aus der Berufung auf einen absoluten Ursprung, ein unersch\u00fctterliches Fundament oder ein allumfassendes Ziel gewinnen all die Dinge Bedeutung und Sinn. Zu tief ist die Sterblichkeit in alle Beziehungen eingeschrieben, mit ihr zerbrechen s\u00e4mtliche Sinnstrukturen. Gerade das kann aber auch als ein hoffnungsvolles Moment verstanden werden. Wir lieben die Anderen, wir lieben die Dinge aufgrund ihrer Verg\u00e4nglichkeit, Verletzlichkeit und Fragilit\u00e4t. Es gibt \u2013 das ist das Hoffnungsmoment in Vattimos Denken \u2013 ein schwaches Band, das die Menschen in ihrer Sterblichkeit umfasst. Kontinuit\u00e4t ist nicht die Linie, die einen metaphysischen Grund mit einem utopischen <em>telos<\/em> verbindet, sondern die Verwobenheit sterblicher Menschen in ein Gespr\u00e4ch, in dem wir uns aneinander adressieren und einander antworten. Die Toten sind Teil dieses Dialogs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie dieser Dialog aussehen kann, hat Vattimo an einem Beispiel deutlich gemacht: Es gehe ihm nicht darum zu fragen, ob Platon mit seiner Ideenlehre Recht habe, und von unserem Standpunkt aus \u00fcber seine Philosophie zu urteilen, sondern darum, die subversiven Potentiale seines Denkens f\u00fcr unsere Zeit freizulegen. Damit verbunden ist Vattimos Verst\u00e4ndnis von Philosophie als Hermeneutik, welche Texten einer fernen Vergangenheit zutraut, dass sie sich uns noch heute in einer produktiven \u2013 d.h. kritisch-subversiven \u2013 Lekt\u00fcre er\u00f6ffnen k\u00f6nnen. Dabei geht es aber gerade nicht um eine Legitimation der eigenen Position aus den Quellen der Vergangenheit. Vielmehr hat Vattimo es sich zur Aufgabe gemacht, immer wieder neu eine Geschichte der Schw\u00e4chung starker metaphysischer, theologischer, ideologischer und politischer Anspr\u00fcche und des ihnen innewohnenden Gewaltpotentials nachzuzeichnen. Er gab diesem Verst\u00e4ndnis von Philosophie den Namen \u201epensiero debole\u201c (\u201eschwaches Denken\u201c) und wurde damit (gemeinsam mit Pier Aldo Rovatti) zum Initiator einer italienischen Ausdrucksform postmoderner Philosophie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wiederkehr der Religion?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Vattimo im oben zitierten Interview \u00fcber den Tod sprach, verstand er sich als Atheist, der sich vom katholischen Glauben seiner Jugend abgewandt hatte. Nach 1989 n\u00e4herte er sich diesem wieder an. 1995 schreibt er in \u201eCredere di credere\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie aber kehrt dann das Religi\u00f6se in meiner\/unserer gegenw\u00e4rtigen Erfahrung wieder, wenn es denn \u201ewiederkehrt\u201c, wie es f\u00fcr mich den Anschein hat? Was mich pers\u00f6nlich betrifft, so sch\u00e4me ich mich nicht zu sagen, da\u00df die Erfahrung des Todes damit zu tun hat \u2013 des Todes geliebter Menschen, von denen ich dachte, ich w\u00fcrde ein viel l\u00e4ngeres St\u00fcck Weges mit ihnen gemeinsam gehen; in einigen F\u00e4llen von Menschen, die ich mir immer an meiner Seite vorgestellt hatte, wenn die Reihe zu gehen an mich kommen w\u00fcrde, die mir liebenswert erschienen gerade auch aufgrund ihrer Gabe [\u2026], den Tod selbst annehmbar und lebbar zu machen (wie in dem H\u00f6lderlin-Vers: \u201eheilend, begeisternd wie du\u201c). (Glauben \u2013 Philosophieren, 10)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage nach dem Tod geliebter Menschen z\u00e4hlt f\u00fcr Vattimo zu einem Ensemble von Motiven, die ihn von einer \u201eWiederkehr der Religion\u201c sprechen lassen. Diese ist f\u00fcr ihn jedoch nicht unbedingt eine soziologische Tatsache (als w\u00fcrden die Menschen wieder religi\u00f6ser) und schon gar keine normative Forderung (als sollten wir zu einer Zeit vor der S\u00e4kularisierung zur\u00fcckkehren). Zun\u00e4chst ist f\u00fcr Vattimo Religion gar nicht anders denn als Wiederkehr zu denken: Niemand fange in der Frage des religi\u00f6sen Glaubens bei null an. Die religi\u00f6se Erfahrung sei kein absoluter Nullpunkt, w\u00e4re das doch, mit dem Berliner Religionsphilosophen Klaus Heinrich gesagt, die Beschw\u00f6rung eines Ursprungsmythos, der uns aus den Erfordernissen der Geschichte heraushalten wolle: \u201eSie ist die Vergegenw\u00e4rtigung von etwas, das wir endg\u00fcltig vergessen zu haben meinten, das Wiederauftauchen einer verwehten Spur, das Aufbrechen einer Wunde, die Wiederkehr eines Verdr\u00e4ngten, die Offenbarung eines f\u00fcr <em>\u00fcberwunden<\/em> (wahr geworden und folglich f\u00fcr abgetan) Gehaltenen als eines blo\u00df <em>Verwundenen<\/em>, eine lange Konvaleszenz, in der wir die Rechnung mit der unausl\u00f6schlichen Spur der Krankheit noch einmal aufmachen m\u00fcssen.\u201c (Die Spur der Spur, 107) Sie bietet darum keine absolute Sicherheit, sondern ist an das Lesen und Interpretieren der Botschaften gebunden, die uns von anderen Menschen \u2013 vor und um uns \u2013 erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vattimo entdeckt, dass seine Weise des Philosophierens, n\u00e4mlich die Schw\u00e4chung starker, absoluter Anspr\u00fcche, ihn zur\u00fcck zur Religion f\u00fchrt. In den Propheten Israels, in den Evangelien von Jesus und in der Verk\u00fcndigung des Paulus erkennt der Philosoph die Herkunft des bereits erw\u00e4hnten schwachen Denkens, wie er es im Ausgang von Nietzsche und Heidegger entwickelt hatte. Wenn Gott, das Absolute, selbst in die Geschichte eingehe, wie das die Erz\u00e4hlung von Jesus besagt, verliere auch jeder andere absolute Anspruch seine Legitimation und werde dadurch infrage gestellt. Entscheidende Bedeutung hat f\u00fcr Vattimo dabei das Wort des Paulus, dass Christus nicht daran festhielt, wie Gott zu sein, sondern sich ent\u00e4u\u00dferte und die Gestalt eines Knechtes annahm (Brief an die Gemeinde von Philippi, 1,5\u20139). An Jesus wird die Schw\u00e4chung des Absoluten in einer Weise erfahrbar, die geschichtlich bis in die postmoderne Philosophie nachwirke und auch von autorit\u00e4ren Auslegungen des Christentums, deren es zur Gen\u00fcge gab und gibt, nie zum Verstummen gebracht werden konnte. Vattimos Ann\u00e4herung an die biblische Tradition ist nicht die R\u00fcckkehr zu einem metaphysischen Fundament und den ihm korrespondierenden Autorit\u00e4ten, sondern die Einladung zur subversiven Relekt\u00fcre des Christentums und der abendl\u00e4ndischen Tradition.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Freundschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentral ist f\u00fcr Vattimo auch ein Wort Jesu aus dem Johannes-Evangelium, wo es hei\u00dft: \u201eIch nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht wei\u00df nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt\u201c (Joh 15,15). Diese Freundschaft hat Vattimo mit vielen Verstorbenen \u00fcber ihren Tod hinaus verbunden. Es ist eine Freundschaft, die sich durch keinen Grund, keine <em>arch\u00e9<\/em> rechtfertigen l\u00e4sst und deshalb als <em>an-archisch<\/em> bezeichnet werden kann. Wenn manche Texte Vattimos in einer Anarchie der Freundschaft weiterhin gelesen und interpretiert werden, verstummt auch seine Stimme nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Epilog (Erinnerungen)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich Vattimo 2013 bei der Tagung <em>Zukunft Religion. Zur gesellschaftlichen Relevanz des Christentums im 21. Jahrhundert<\/em>, veranstaltet von Karlheinz Ruhstorfer, traf, kam ich beim Abendessen neben ihm zu sitzen. An zwei der Fragen, die ich Vattimo im Gespr\u00e4ch stellen konnte, erinnere ich mich noch. Auf meine Frage, was er denn vom neugew\u00e4hlten Papst halte, \u00e4u\u00dferte er sich grunds\u00e4tzlich erwartungsvoll und meinte auch, er w\u00fcrde sich freuen, wenn ihn Papst Franziskus einmal anriefe, wie er dies bereits mehrmals getan hat, wo es nicht zu erwarten war. Was ich damals nicht wusste \u2013 fast h\u00e4tten Vattimo und Bergoglio einander kurz zuvor getroffen, w\u00e4re nicht etwas dazwischengekommen, was <a href=\"https:\/\/aeon.co\/ideas\/why-did-the-pope-phone-the-philosopher\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Santiago Zabala<\/a> sp\u00e4ter so beschreibt: \u201eWe knew that Vattimo and the man born Jorge Mario Bergoglio in Argentina have many friends in common; they were even supposed to be on the same panel at a conference when Bergoglio was elected to the papacy in March 2013.\u201d Als 2018 Vattimos letzte gro\u00dfe Ver\u00f6ffentlichung, das Buch \u201eEssere e dintorni\u201c (<em>Sein und Umgebung<\/em>), erschien, gratulierte ihm der Papst telefonisch daf\u00fcr. Meine zweite Frage betraf Hegels \u201ePh\u00e4nomenologie des Geistes\u201c. Ich wollte wissen, was Vattimo von diesem Werk halte. Ohne Umschweife sagte mir der Philosoph, er sei sich nicht sicher, was er dar\u00fcber denken solle und welchen Einfluss es auf sein Denken ausge\u00fcbt habe, habe er doch dieses Werk nie ganz verstanden. Ein so ehrliches Wort aus dem Mund des weltbekannten Denkers zu h\u00f6ren, hat mich sehr beeindruckt. In den 1990er Jahren, als Vattimo sich wieder mit Religion zu besch\u00e4ftigen begann, war er einer der bekanntesten gegenw\u00e4rtigen Philosophen. Kaum ein anderer s\u00e4kularer Philosoph hat ein so weitreichendes Gespr\u00e4chsangebot an die Kirchen und Theologien gemacht wie er, das jedoch weitgehend ungeh\u00f6rt verhallte, wenn es nicht sogar explizit zur\u00fcckgewiesen wurde. Zum letzten Mal bin ich Vattimo bei einer Konferenz begegnet, die 2016 in Sant&#8217;Anselmo, der Universit\u00e4t des Benediktinerordens in Rom, anl\u00e4sslich seines 80. Geburtstags von Philippe Nouzille veranstaltet wurde. Dass eine p\u00e4pstliche Universit\u00e4t ein Symposium zu Ehren des halbgl\u00e4ubigen Philosophen \u2013 so bezeichnete er sich gelegentlich \u2013 ausgerichtet hat, war f\u00fcr ihn sichtlich eine gro\u00dfe Freude.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Photocredits: Ministerio de Cultura de la Naci\u00f3n Argentina, CC BY-SA 2.0 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\">https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0<\/a>, via Wikimedia Commons<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 13\/2023<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der italienische Philosoph Gianni Vattimo ist am 19. September 2023 im Alter von 87 Jahren verstorben. Mit ihm ist eine wichtige Stimme des philosophischen Diskurses der Gegenwart verstummt. Aber verstummt ein Denker, der seine gesamte Philosophie als freundschaftlichen Dialog verstanden hat, mit seinem Tod wirklich? Ein Nachruf und Dank an Vattimo, verfasst von <b>Jakob Deibl<\/b>. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3728,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137,151,136,150],"tags":[204,85,87,110,112],"ppma_author":[271],"class_list":["post-3723","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-christentum","category-philosophie","category-religion","category-theologie","tag-gemeinschaft-und-sozialer-zusammenhalt","tag-politik","tag-portraets","tag-theologie","tag-tradition-und-moderne","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":271,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"jakob-deibl","display_name":"Jakob Deibl","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"https:\/\/jakob-helmut-deibl.at\/","last_name":"Deibl","first_name":"Jakob","job_title":"","description":"Assoz-Prof. DDr. Jakob Helmut Deibl lehrt Theologie mit Schwerpunkt \"Religion und \u00c4sthetik\" an der Katholisch-Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien und ist wissenschaftlicher Manager des Forschungszentrums RaT."}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3723"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3723\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3731,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3723\/revisions\/3731"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3723"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fppma_author&post=3723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}