{"id":3750,"date":"2023-10-03T09:57:03","date_gmt":"2023-10-03T09:57:03","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3750"},"modified":"2023-10-03T10:05:30","modified_gmt":"2023-10-03T10:05:30","slug":"mandaeertum-in-oesterreich-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3750","title":{"rendered":"Mand\u00e4ertum in \u00d6sterreich. Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum ersten Teil des Beitrags, der die Grundlagen des Mand\u00e4ismus und die Situation der \u00f6sterreichischen Gemeinschaft behandelt, geht es <a href=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3732\" data-type=\"post\" data-id=\"3732\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier entlang<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ginza Rba<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigste mand\u00e4ische Schrift ist der <em>Ginza Rba<\/em>, in etwa: &#8222;der gro\u00dfe Schatz&#8220;, die zuweilen als mand\u00e4isches Gegenst\u00fcck zu den heiligen Schriften anderer Religionen beschrieben wird.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Diese Klassifizierung wird u. a. auf die fr\u00fchislamische Zeit zur\u00fcckgef\u00fchrt als die mand\u00e4ische Gemeinschaft sich bem\u00fchte, von der neuen Herrschaft anerkannt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <em>Ginza<\/em> ist ein umfangreicher Text von \u00fcber 600 Seiten und wird in den<em> Rechten Ginza<\/em> (GR) und den<em> Linken Ginza<\/em> (GL) unterteilt.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Der Text beginnt auf der rechten Seite, wird dann gedreht, um die linke Seite zu lesen. In den meisten<em> Ginza<\/em>-Handschriften ist diese Handhabung \u00fcblich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich um ein Textkonglomerat, das seine finale Form Mitte des siebten Jahrhunderts n. Chr. erlangt hat. Zu diesem Zeitpunkt sei der Kodex zusammengestellt worden, um ihn der neuen islamischen Obrigkeit zu pr\u00e4sentieren, um nachzuweisen, dass auch die Mand\u00e4er eine anerkannte Religion seien. Allerdings sind wohl verschiedene Teile des <em>Ginza<\/em> zu internen mand\u00e4ischen Zwecken verfasst worden.<em>&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachten wir den Inhalt, sehen wir in GR den Lobpreis der Lichtwelt (s.u.), Sch\u00f6pfungsgeschichten, die Sendung der moralischen Lehren zu Adam, Offenbarungen \u00fcber die Geschichte, Spekulationen \u00fcber die Endzeit, Informationen \u00fcber die vier Weltalter, Polemiken \u2013 gegen andere religi\u00f6se Traditionen in S\u00fcdwestasien. Dann ein Bekenntnis der S\u00fcnden, Ermahnungen vom Boten des Lichts. Die vierte Abteilung enth\u00e4lt Lehren \u00fcber die Heirat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es folgt ein gro\u00dfer Traktat \u00fcber Sch\u00f6pfungsmythen, eine apokalyptische Weltgeschichte wird in einem sp\u00e4teren Teil von GR berichtet. Interessant sind die Bez\u00fcge zu sassanidischer und fr\u00fcher islamischer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">GL beginnt mit Erw\u00e4gungen \u00fcber das Schicksal der Seele nach dem Tod des K\u00f6rpers. Es folgt Poesie sowie Gedichte aus der Liturgie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine kleine Passage mag einen Eindruck des Werkes geben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Lichtk\u00f6nig ist mit seiner Krone als K\u00f6nig f\u00fcr die Ewigkeit eingesetzt; f\u00fcr sein Reich gibt es kein Vergehen. Ein K\u00f6nig, gepriesen und geehrt in seiner Stadt, welche gewaltige Diamantmauern umgeben. K\u00f6nig der Gro\u00dfen, reich an Uthras, \u00fcberreich an Boten, gr\u00f6\u00dfer als die K\u00f6nige jeglichen Ortes. Er ist froh, froh ist seine Stadt, froh seiner sein ganzes Reich. [\u2026]&nbsp; Er sprach mit gro\u00dfer Macht und gewaltiger Rede, da entstanden K\u00f6nige des Lichtes aus reinem Glanz und gro\u00dfem Licht, das nicht vergeht. K\u00f6nige der Lobpreisung kamen empor, entstanden und wurden ins Leben gerufen, f\u00fcr die es nicht Ende, Zahl oder Vergehen gibt. Sie sind alle voll Lobpreis und stehen da and preisen jenen hohen Lichtk\u00f6nig, dessen Glanz reicher ist, als da\u00df man ihn mit einem Munde aus Fleisch und Blut schildern, und dessen Licht gr\u00f6\u00dfer ist, als da\u00df man es mit den Lippen aussprechen k\u00f6nnte. Sein Glanz strahlt, und sein Licht leuchtet \u00fcber alle Welten. Hell und leuchtend ist das Firmament, in dem sie wohnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Welt, in der er steht, ist ohne Vergehen: eine Welt des Glanzes und des Lichtes ohne Finsternis, eine Welt der Sanftheit ohne Auflehnung, eine Welt der Rechtlichkeit ohne Wirrsal und Trubel, eine Welt der Wohlger\u00fcche ohne h\u00e4\u00dflichen Duft, eine Welt des Lebens in Ewigkeit ohne Vergehen und Tod, eine Welt des lebenden Wassers, \u00fcber dessen Geruch die K\u00f6nige frohlocken, eine Welt der G\u00fcte ohne Schlechtigkeit, eine Welt der Treue und des Glaubens ohne Lug und Trug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine reine Welt ist es ohne schlechte Mischung.\u201c<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diese Reinheit und das Licht zu erreichen, sind die vielf\u00e4ltigen Reinigungsrituale unabdingbar, zu denen eben auch die, bereits im ersten Teil angesprochenen, Taufriten geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine religionsgeschichtlich interessante These wird von Harald Strohm vertreten. In einem Aufsatz formuliert er \u2013 ausgehend von Berichten \u00fcber einen mand\u00e4ischen Taufritus im Fluss Pegnitz bei N\u00fcrnberg in Deutschland \u2013 die These, dass durch diesen Ritus Z\u00fcge erkennbar sind, die bereits im \u201erigvedischen Indien\u201c<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> zu finden sind. Damit entwickelt er die Idee einer Basis f\u00fcr die Konstruktion eines indo-iranischen Urgrundes der Religionen in S\u00fcdasien und weiter westlich die er heute im Mand\u00e4ismus verk\u00f6rpert sieht. Wir k\u00f6nnen hier zumindest bildlogische Verkn\u00fcpfungen annehmen, die in der Forschung bisher wenig beachtet wurden. Weitere genealogische Verkn\u00fcpfungen des Mand\u00e4ismus sind \u00fcber die Erw\u00e4hnungen mesopotamischer Gottheiten zu verfolgen, die sich u. a. in fr\u00fchen mand\u00e4ischen Texten finden.<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Auch im astronomisch-astrologischen Bereich gibt es solche Bez\u00fcge.<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes der T\u00e4ufer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Verkn\u00fcpfungspunkt verschiedener religi\u00f6ser Traditionen in S\u00fcdwestasien ist Johannes der T\u00e4ufer, arab. Yahya. F\u00fcr die mand\u00e4ische Gemeinschaft ist er ein herausragender Prophet, dem ein eigenes Buch zugeschrieben wird, auch bekannt als \u201eDie Lehren der K\u00f6nige.\u201c<a id=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> Die im letzteren Titel genannten \u201eK\u00f6nige\u201c sind geistige Wesen aus der Lichtwelt, die die materielle Welt regieren. Ihre moralischen Lehren, die zum Nutzen der in die Dunkelheit gefallenen Menschen gebracht werden, sind in ein kosmologisches Narrativ eingebettet. Einer der wichtigsten Menschen, den wir in diesem Buch finden, ist nun Johannes, der Hauptprophet des mand\u00e4ischen Glaubens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Zeile \u00fcber das Licht muss an dieser Stelle gen\u00fcgen, um einen Eindruck dieses Werkes zu vermitteln:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eHerrlichkeit ist im \u00dcberma\u00df \u00fcber mich gekommen,\/was in der Welt im \u00dcberfluss vorhanden ist, ist Licht.\u201c<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bedeutsame Rolle Johannes\u2019 steht au\u00dfer Frage. Zum Teil wird diese Rolle als Abgrenzung von den j\u00fcdischen und christlichen Gemeinschaften verstanden. Aber:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDennoch bleibt das Problem, warum ihn die Mand\u00e4er zu ihrem Helden erkoren haben. [\u2026] Denn die Idealisierung des T\u00e4ufers kann schwerlich zustandegekommen sein, wenn nicht die Mand\u00e4er in Verbindung mit den Johannesj\u00fcngern gestanden sind.\u201c<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine \u00e4hnliche Verkn\u00fcpfungsfunktion hat die in mehreren mand\u00e4ischen Schriften erw\u00e4hnte Gestalt der Meryay, von j\u00fcdischer Herkunft, die von christlicher Seite mit Maria, der Mutter Jesu, von islamischer mit Maryam bint \u2019Imran, die im Qur\u2019an h\u00e4ufig erw\u00e4hnt wird, in Verbindung gebracht wird. Von mand\u00e4ischer Seite wird in der Moderne die Unabh\u00e4ngigkeit von diesen beiden Gestalten betont.<a id=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> Sie kann zumindest illustrieren, in welcher Weise Verkn\u00fcpfungen mit und Abgrenzungen von vorhandenen religi\u00f6sen Traditionen erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Priester, Feste und mand\u00e4ische Gemeinschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verstehen wir Religion und Riten als konstituierende Elemente der mand\u00e4ischen Identit\u00e4t (s. o.), zeigt sich welche Bedeutung das Nichtvorhandensein ritueller R\u00e4ume und geistlicher Autorit\u00e4ten haben. Traditionell findet sich in der mand\u00e4ischen Gemeinschaft eine Trennung in die Hierarchie der Priester bzw. Eingeweihten und Laien:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Priester gilt in seiner Gemeinde als K\u00f6nig (<em>malka<\/em>), dessen Initiation als \u201aKr\u00f6nung\u2018 begriffen wird. Der Priester vertritt auf der Erde (<em>tibil<\/em>) die himmlischen Wesen, die Boten und die Engel, mit denen er in den Ritualen identifiziert wird. Trotz der Kritik seitens der Laien im letzten Drittel des 20. Jh.s bleibt die Position der Priester unersch\u00fcttert. Sie genie\u00dfen Hochachtung, sind die einzig wahren Tr\u00e4ger der mand\u00e4ischen Weisheit (<em>na<u>s<\/u>iruta<\/em>), verantwortlich f\u00fcr die Interpretation der Schriften und f\u00fcr den rechten Vollzug der religi\u00f6sen Riten. Die Kontinuit\u00e4t der Tradition h\u00e4ngt von ihnen ebenso ab wie die Legitimation m\u00f6glicher Ver\u00e4nderungen und Modernisierungen. Die f\u00fcr die Erl\u00f6sung der Mand\u00e4er unabdingbaren Zeremonien, die Taufe (<em>ma<u>s<\/u>buta<\/em>) und die Totenmesse (<em>masiqta<\/em>), sind ohne Priester nicht zu vollziehen. Das gilt auch f\u00fcr das bei s\u00e4kularisierten Mand\u00e4ern beliebte Hochzeitsritual. Ohne Priester k\u00f6nnen sie als eine religi\u00f6se Kommunit\u00e4t langfristig kaum \u00fcberleben. [\u2026] Ohne Anwesenheit des Priesters ist die kultische Praxis auf Riten begrenzt, die die Laien selber praktizieren k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hierarchie der Priester ist unterteilt in <em>tarmida<\/em>, Priester, <em>ganzibra<\/em> oder <em>ganzivra<\/em>, und das geistige Oberhaupt oder Hauptpriester, <em>resh amma <\/em>bzw. <em>rishema<\/em>. Kurzfristig \u00fcbernehmen Laien in Abwesenheit religi\u00f6ser Autorit\u00e4ten eine wichtige Rolle in der Organisierung der mand\u00e4ischen Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigsten Feste der mand\u00e4ischen Gemeinschaft sind<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) <em>Parwanaya<\/em><a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> (pers. <em>panje<\/em>), das bedeutendste Fest. Es dauert f\u00fcnf Tage, die interkalendar eingeschoben werden<a id=\"_ftnref14\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a>,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) das Fest der goldenen Taufe (<em>Dihba Daimana<\/em>),<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3) das Neujahrsfest, benannt u. a. als<em> Dihba rabba <\/em>oder auch <em>Nauruz Zuta<\/em>, verbunden mit einer 36-st\u00fcndigen Periode des R\u00fcckzugs von der Welt,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4) das kleine Fest (<em>turma<\/em>); hier wird der Aufstieg von <em>Hibil Ziwa<\/em> gefeiert, einer Art Engelswesen, das in die dunkle Welt herabsteigt und wieder in die Lichtwelt aufsteigt. W\u00e4hrend des dreit\u00e4gigen Festes besuchen Mand\u00e4er*innen einander, es werden spezielle Speisen gegessen, Taufen durchgef\u00fchrt, der Toten gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Feste k\u00f6nnen hier nicht diskutiert werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mandi<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentral f\u00fcr den Vollzug mand\u00e4ischer Riten ist die Errichtung eines <em>mandi<\/em>, einer Kulth\u00fctte, traditionell mit einer Umz\u00e4unung aus Schilfrohr, f\u00fcr die sich auch die Bezeichnung <em>maskhana<\/em> oder <em>bit manda<\/em>, Haus des Wissens, etabliert hat.<a id=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> F\u00fcr die Errichtung dieses Kultortes sind bestimmte Regeln formuliert worden. Wichtig ist, dass er an flie\u00dfendem Wasser errichtet wird; als Konstruktion ist auch eine Art Pool, der mit flie\u00dfendem Wasser gespeist und wieder abgeleitet wird, bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitgen\u00f6ssische Versionen eines<em> mandi <\/em>finden sich z. B. in Baghdad und Nasiriyya im Iraq oder in Ahvaz<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a> im Iran. In der Diaspora gibt es solche in Schweden, den Niederlanden, den USA und mehrere in Australien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das \u201aProblem\u2018 des Mand\u00e4ismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcbersetzung mand\u00e4ischer Schriften und die Besch\u00e4ftigung mit diesen insbesondere im deutschsprachigen Raum hat zu ausf\u00fchrlichen Diskussionen \u00fcber die Beziehung zu gnostischen und auch j\u00fcdischen Str\u00f6mungen gef\u00fchrt, die eine ganz eigene Studie erfordern w\u00fcrden.<a id=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> Eine v\u00f6llige Kl\u00e4rung der Genealogie der mand\u00e4ischen Traditionen scheint bisher nicht erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Versuche, das Christentum aus dem Mand\u00e4ertum herzuleiten, die gleich nach der Ver\u00f6ffentlichung mand\u00e4ischer Schriften in deutscher \u00dcbersetzung in Mode gekommen waren, f\u00fchrten in den 1930er- und 1940er-Jahren als Reaktion zu Versuchen den Mand\u00e4ismus \u201eals einen Ableger des sp\u00e4tantiken Christentums\u201c<a id=\"_ftnref18\" href=\"#_ftn18\">[18]<\/a> zu betrachten. All diese Versuche k\u00f6nnen als Anl\u00e4ufe verstanden werden, eine religi\u00f6se Gemeinschaft, die nicht in das Schema der abrahamitischen Religionen passt, in irgendeiner Form zu integrieren. Das Mand\u00e4ertum kann viel besser als eine eigenst\u00e4ndige Gemeinschaft verstanden werden, die in vielf\u00e4ltiger Weise mit anderen religi\u00f6sen Traditionen S\u00fcdwestasiens, aber auch solchen S\u00fcdasiens verbunden ist. Hiermit wird das Proprium<a id=\"_ftnref19\" href=\"#_ftn19\">[19]<\/a> der mand\u00e4ischen Gemeinschaft greifbarer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum Schluss<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mand\u00e4ische Gemeinschaft in \u00d6sterreich sieht als wichtigste Aufgaben dreierlei: 1) die Errichtung einer mand\u00e4ische Begr\u00e4bnisst\u00e4tte, 2) die Etablierung einer tempor\u00e4ren Taufm\u00f6glichkeit an bzw. in der Donau und 3) die Einrichtung eines <em>mandi<\/em> sowohl als religi\u00f6se als auch kulturelle St\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entgegen der fr\u00fcheren Forschung, in der sich immer wieder Aussagen finden, dass die Ausl\u00f6schung des Mand\u00e4ismus bevorstehe, hat sich die Gemeinschaft dynamisch gezeigt und in der schwierigen Situation und insbesondere in der Diaspora eine neue Lebendigkeit gezeigt, die sicherlich ein interessantes Forschungsgebiet w\u00e4re. Auch im Bereich der Erschlie\u00dfung der mand\u00e4ischen Texte ist noch hoher Bedarf vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fu\u00dfnoten (Teil 2)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. dazu Mark Lidzbarski. <em>Ginz\u0101: Der Schatz oder das gro\u00dfe Buch der Mand\u00e4er<\/em>. G\u00f6ttingen\/Leipzig: Vandenhoeck &amp; Ruprecht\/J G. Hinrich\u2019sche Buchhandlung, 1925, Qais Mughashghash Al-Saadi und Hamed Mughashghash Al-Saadi. <em>Ginza Rabba: The Great Treasure. An Equivalent Translation of the Mandaean Holy Book<\/em>. o. O.: Drabsha, 2019 und Majid Fandy al-Mubaraki, <em>Ginza rba (The great treasure)<\/em>. Sidney 2010 (elektronische Version); zur europ\u00e4ischen Forschungsgeschichte des <em>Ginz\u0101<\/em> s. Charles G. H\u00e4berl. Introduction to the new Edition, in Julius Heinrich Petermann. <em>The Great Treasure or Great Book, commonly called &#8222;The Book of Adam,&#8220; the Mandaeans&#8216; work of highest authority Thesaurus sive Liber Magnus, vulgo &#8222;Liber Adami&#8220;appellatus, opus Mandaeorum summi ponderis<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2007, S. VII-XVII: VII-IX.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich folge hier der Darstellung in Jorunn Buckley. <em>The Great Stem of Souls: Reconstructing Mandaean History<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2013,&nbsp; S. 15-22.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lidzbarski. <em>Ginz\u0101<\/em>, S. 9-11.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Harald Strohm. K\u00f6nig Soma \u2013 \u201eTod\u201c und \u201eAuferstehung\u201c eines indo-iranischen K\u00f6nigsgottes, in<em> Herrscherkult und Heilserwartung<\/em>, hrsg. v. Jan Assmann und Harald Strohm. M\u00fcnchen: Wilhelm Fink, 2010,S. 49-82: 49. Die von Strohm verwendete Terminologie wird hier nicht geteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Christa M\u00fcller-Kessler. \u0160ama\u0161 S\u00een (Sira, Sahra), Delibat (I\u0161tar, al-\u02bfUzz\u0101), und K\u0113w\u0101n (Kajjam\u0101nu) in den fr\u00fchen mand\u00e4ischen magischen Texten und bei ihren Nachbarn . Eine Bestandsaufnahme, in <em>Isimu<\/em> 20-21 (2017-2018), S.259-296. S. zu dieser Art Texten auch Marek Vinkl\u00e1t. Forgotten Mandaic Magic Textes in the British Museum, in <em>Studie a Texty <\/em>22 (2013\/1): <em>Coptica \u2013 gnostica \u2013 mandaica<\/em>, S. 145-151. Zu Verkn\u00fcfungen zum koptischen Bereich s. Edwin M. Yamauchi. <em>Gnostic Ethics and Mandaean Origins<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Siam Bhayro. Cosmology in Mandaean Texts, in <em>Hellenistic<\/em> <em>Astronomy: The Science and its Context<\/em>, hrsg. v. Alan C. Bowen und Francesca Rochberg. Leiden\/Boston: Brill, 2020, S. 572-579 gibt daf\u00fcr Beispiele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; James F. McGrath und Charles G. H\u00e4berl (Hrsg.). <em>The Mandaean Book of John. Critical Edition, Translation, and Commentary<\/em>. Online seit 2020 (https:\/\/digitalcommons.butler.edu\/facsch_papers\/1065\/) (letzter Zugriff 20.07.2023). S. auch Gabriele Mayer. <em>Im Namen des Gro\u00dfen Lebens: Johannes der T\u00e4ufer im Johannesbuch der Mand\u00e4er<\/em>. Wiesbaden: Harrassowitz, 2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; McGrath\/H\u00e4berl.<em> The Mandaean Book<\/em>,S. 9.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bo Reicke. Die j\u00fcdischen Baptisten und Johannes der T\u00e4ufer, in <em>Jesus in der Verk\u00fcndigung der Kirche<\/em>, hrsg. v. Albert Fuchs. Linz: Selbstverlag, 1976&nbsp; S. 76-88: 88.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a>&nbsp;&nbsp; S. zu ihr Charles G. H\u00e4berl. Meryay, Standing at the Boundary, in <em>Maarav<\/em> 25i-ii (2021), S. 65-89.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a>&nbsp;&nbsp; Ji\u0159\u00ed Gebelt. Die Mand\u00e4er, in <em>Handbuch der Religionen: Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland und im deutschsprachigen Raum<\/em>. 13. Erg\u00e4nzungslieferung. VI \u2013 2\u2013VI 2.7, hrsg. Michael Kl\u00f6cker, Udo Tworuschka und Martin R\u00f6tting. Hohenwarsleben : Westarp Science Fachverlag, 2022, S.9-10.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a>&nbsp;&nbsp; Vgl. Gebelt. Die Mand\u00e4er, S. 10 und f\u00fcr die iranische mand\u00e4ische Gemeinschaft Nik Nafs. <em>Die Mand\u00e4er Irans<\/em>, S. 224-232.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a>&nbsp;&nbsp; Es wird eine englischsprachige Umschrift verwendet, um den Vergleich mit englischsprachigen Quellen zu erleichtern. Die Terminologie ist generell nicht vereinheitlicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a>&nbsp;&nbsp; S. f\u00fcr ein Werk \u00fcber diese Schalttage Bogdan Burtea. <em>Das mand\u00e4ische Fest der Schalttage: Edition, \u00dcbersetzung und Kommentierung der Handschrift DC 24 Sarh d-paruanaiia<\/em>. Wiesbaden: Harrassowitz, 2005.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a>&nbsp;&nbsp; F\u00fcr eine detaillierte Darstellung von<em> mandi<\/em>s und der dort vollzogenen Riten in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts s. E. S. Drower. <em>The Mandaeans of Iraq and Iran: Their Cults, Customs, Magic Legends, and Folklore<\/em>.&nbsp; Oxford: Clarendon Press, 1937, S.124-145.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a>&nbsp;&nbsp; Die beiden <em>mandi<\/em>s dort haben keinen direkten Zugang zu flie\u00dfendem Wasser und sind Betonbauten in einiger Entfernung vom Fluss (Nik Nafs. <em>Die Mand\u00e4er Irans<\/em>, S. 217).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a>&nbsp;&nbsp; Ein gutes Beispiel f\u00fcr die&nbsp; Suche nach der \u201eL\u00f6sung des R\u00e4tsels, welches die Mand\u00e4er und ihre B\u00fccher uns aufgeben\u201c (S. 14) und die sich daraus ergebenden Verzerrungen ist Wilhelm Brandt. <em>Die Mand\u00e4er: Ihre Religion und ihre Geschichte<\/em>. Amsterdam: Johannes M\u00fcller, 1915.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a>&nbsp;&nbsp; Reicke. Die j\u00fcdischen Baptisten, S. 88.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn19\" href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a>&nbsp;&nbsp; Hutter. Die Mand\u00e4er: 13.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis (f\u00fcr beide Teile des Beitrags)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Qais Mughashghash Al-Saadi und Hamed Mughashghash Al-Saadi. <em>Ginza Rabba: The Great Treasure. An Equivalent Translation of the Mandaean Holy Book<\/em>. o. O.: Drabsha, 2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrdad Arabestani. The Mandaean Identity Challenge: From Religious Symbolism to Secular Policies (https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/289774221_The_Mandaean_Identity_Challenge_from_religious_symbolism_to_secular_policies) (letzter Zugriff 20.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wilhelm Brandt. <em>Die Mand\u00e4er: Ihre Religion und ihre Geschichte<\/em>. Amsterdam: Johannes M\u00fcller, 1915<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jorunn Buckley. <em>The Great Stem of Souls: Reconstructing Mandaean History<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2013<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bogdan Burtea. <em>Das mand\u00e4ische Fest der Schalttage: Edition, \u00dcbersetzung und Kommentierung der Handschrift DC 24 Sarh d-paruanaiia.<\/em> Wiesbaden: Harrassowitz, 2005<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Gnosis. 2, Koptische und mand\u00e4ische Quellen<\/em>, hrsg. v. Carl Andresen, eingel., \u00fcbers. u. erl. v. Martin Krause und Kurt Rudolph, Z\u00fcrich: Artemis Verlag, 1971<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E. S. Drower. <em>The Thousand and Twelve Questions. <\/em><em>A Mandaean Text<\/em>. Berlin: Akademie-Verlag 1960<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E. S. Drower. <em>The Canonical Prayerbook of the Mandaeans<\/em>. Leiden: Brill, 1959<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E. S. Drower. <em>The Mandaeans of Iraq and Iran: Their Cults, Customs, Magic Legends, and Folklore<\/em>.&nbsp; Oxford: Clarendon Press, 1937<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arash Emadinia.<em> The Soul in the Afterlife: Individual Eschatological Beliefs in Zoroastrianism, Mandaeism and Islam<\/em>. Diss. phil. G\u00f6ttingen, 2017<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ji\u0159\u00ed Gebelt. Die Mand\u00e4er, in <em>Handbuch der Religionen: Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland und im deutschsprachigen Raum<\/em>. 13. Erg\u00e4nzungslieferung. VI \u2013 2\u2013VI 2.7, hrsg. Michael Kl\u00f6cker, Udo Tworuschka und Martin R\u00f6tting. Hohenwarsleben : Westarp Science Fachverlag, 2022&nbsp; <em>&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Charles G. H\u00e4berl. The Aramaic Incantation Texts as Witnesses to the Mandaic Scriptures, in<em> Scribal Practices and the Social Construction of Knowledge in Antiquity, Late Antiquity and the Medieval Islam<\/em>, hrsg. v. Myriam Wissa. Leuven: Peeters, 2017 , S. 143-159<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Charles G. H\u00e4berl. Meryay, Standing at the Boundary, in <em>Maarav<\/em> 25i-ii (2021), S. 65-89<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Charles G. H\u00e4berl. Introduction to the new Edition, in Julius Heinrich Petermann. <em>The Great Treasure or Great Book, commonly called &#8222;The Book of Adam,&#8220; the Mandaeans&#8216; work of highest authority Thesaurus sive Liber Magnus, vulgo &#8222;Liber Adami&#8220;appellatus, opus Mandaeorum summi ponderis<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2007, S. VII-XVII<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jennifer Hart. <em>The Mandaeans, a People of the Book? An examination of the Influence of Islam on the Development of Mandaean Literature<\/em>. Diss. phil. Indiana University, 2010<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">S. Behnaz Hosseini. <em>Forced Migration and Displacement of Iraqi Minorities in Austria<\/em>. Wien: LIT Verlag, 2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manfred Hutter. Die Mand\u00e4er \u2013 Geschichte, Lehre und Migration, in <em>Religionen unterwegs<\/em> 23iv (2017), S. 11-17<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Carl H. Kraeling. <em>Anthropos and Son of&nbsp;&nbsp; Man: A Study in the Religious Syncretism of the Hellenistic Orient<\/em>. Piscaaway, NJ: Gorgias Press, 2007 (Reprint der Ausgabe 1927)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mark Lidzbarski. <em>Ginz<\/em><em>\u0101: Der Schatz oder das gro\u00dfe Buch der Mand\u00e4er<\/em>. G\u00f6ttingen\/Leipzig: Vandenhoeck &amp; Ruprecht\/J G. Hinrich\u2019sche Buchhandlung, 1925<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">R\u00fcdiger Lohlker. <em>Muslim*innen in \u00d6sterreich<\/em>, Wien 2020, S. 12-13 (<a href=\"https:\/\/phaidra.univie.ac.at\/o:1092541\">https:\/\/phaidra.univie.ac.at\/o:1092541<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edmondo Lupieri. <em>The Mandaeans: The Last Gnostic<\/em>s. Grand Rapids, Mi\/Cambridge: Wm. B. Eerdmans, 2002<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rudolph Macuch. <em>Zur Sprache und Literatur der Mand\u00e4e<\/em>r. Berlin u. a.: DeGruyter, 1976<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerda Mantler. <em>Mand\u00e4ische MigrantInnen in N\u00fcrnberg: Eine kleine religi\u00f6se Minderheit zwischen Verfolgung im Irak und Integration in Deutschland<\/em>. Dipl.-Arbeit Universit\u00e4t Wien,2012<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gabriele Mayer. <em>Im Namen des Gro\u00dfen Lebens: Johannes der T\u00e4ufer im Johannesbuch der Mand\u00e4er<\/em>. Wiesbaden: Harrassowitz, 2021<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">James F. McGrath und Charles G. H\u00e4berl (Hrsg.). <em>The Mandaean Book of John. Critical Edition, Translation, and Commentary<\/em>. Online since 2020 (https:\/\/digitalcommons.butler.edu\/facsch_papers\/1065\/) (letzter Zugriff 20.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Majid Fandy al-Mubaraki, <em>Ginza rba (The great treasure)<\/em>. Sidney 2010 (elektronische Version)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christa M\u00fcller-Kessler. \u0160ama\u0161 S\u00een (Sira, Sahra), Delibat (I\u0161tar, al-\u02bfUzz\u0101), und K\u0113w\u0101n (Kajjam\u0101nu) in den fr\u00fchen mand\u00e4ischen magischen Texten und bei ihren Nachbarn . Eine Bestandsaufnahme, in <em>Isimu<\/em> 20-21 (2017-2018), S.259-296<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Caroline Nik Nafs. <em>Die Mand\u00e4er Irans: Kulturelle und religi\u00f6se Identit\u00e4t einer Minderheit im Wandel<\/em>. Diss. phil. Bamberg, 2010<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Simone P\u00e9trement. Po\u00e8mes religieux mand\u00e9ens, in <em>Revue de M\u00e9taphysique et de Morale<\/em> , Janvier-Mars 1977, 82i (1977), S. 3-12<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bo Reicke. Die j\u00fcdischen Baptisten und Johannes der T\u00e4ufer, in <em>Jesus in der Verk\u00fcndigung der Kirche<\/em>, hrsg. v. Albert Fuchs. Linz: Selbstverlag, 1976&nbsp; S. 76-88<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Religion in Austria<\/em>, hrsg. Lukas Pokorny und Gerald H\u00f6dl. Wien: Praesens-Verlag, 2012ff.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Religi\u00f6se Vielfalt in \u00d6sterreich<\/em>, hrsg. v. Karsten Lehmann und Wolfram Reiss, Baden-Baden: Nomos, 2022<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurt Rudolph. <em>Theogonie, Kosmogonie und Anthropogenie in den mand\u00e4ischen Schriften: Eine literarkritische und traditionsgeschichtliche Untersuchung.<\/em> G\u00f6ttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht 1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurt Rudolph. <em>Die Mand\u00e4er. 2. Der Kult.<\/em> G\u00f6ttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht 1961<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurt Rudolph. <em>Die Mand\u00e4er. 1. Prolegomena: Das Mand\u00e4erproblem.<\/em> G\u00f6ttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 1960<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elisabeth von Samsonow. Bilder und Codes von Plastizit\u00e4t, in <em>Bilderfragen: Die Bildwissenschaften im Aufbruch<\/em>, hrsg. v. Hans Belting. Paderborn: Wilhelm Fink, 2007, S.271-284<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ursula Schattner-Rieser. <em>Les Mand\u00e9ens ou disciples de Saint Jean<\/em> (https:\/\/gpsdf.org\/religions\/Les%20Mandeens.pdf) (letzter Zugriff 20.07.2023), S. 243-257<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thomas Schmidinger. Woher kommen die Kinder? Fl\u00fcchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan im kulturellen, sprachlichen und religi\u00f6sen Kontext, in&nbsp; Elisabeth Furch u.a.&nbsp; (Hrsgg.). Ankommen \u2013 Bleiben \u2013 Zukunft Gestalten: Migration und Flucht im Kindergarten- und Schulaltag. Wien: AK Wien, 2019<sup>2<\/sup>, S. 15-25<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anass Sedrati. Mandaeism &#8211; A religion between Sweden and the Middle East. Online Dezember 2018 (https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/338502405_Mandaeism_-_A_religion_between_Sweden_and_the_Middle_East) (letzter Zugriff 21.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicolas Siouffi. <em>\u00c9tudes sur les Soubbas ou les Sab\u00e9ens: Leurs dogmes, leure m<\/em><em>\u0153<\/em><em>urs<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2011 (Reprint der Ausgabe 1880)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Harald Strohm. K\u00f6nig Soma \u2013 \u201eTod\u201c und \u201eAuferstehung\u201c eines indo-iranischen K\u00f6nigsgottes, in Herrscherkult und Heilserwartung, hrg. v. Jan Assmann und Harald Strohm. M\u00fcnchen: Wilhelm Fink, 2010, S. 49-82<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marek Vinkl\u00e1t. Forgoteen Mandaic Magic Textes in the British Museum, in <em>Studie a Texty <\/em>22 (2013\/1): <em>Coptica \u2013 gnostica \u2013 mandaica<\/em>, S. 145-151<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edwin M. Yamauchi. <em>Mandaic Incantation Texts<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2005<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edwin M. Yamauchi. <em>Gnostic Ethics and Mandaean Origins<\/em>. Piscataway, NJ: Gorgias Press, 2004<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ausgew\u00e4hlte Internetquellen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/mandaepedia.miraheze.org\/wiki\/Main_Page\">https:\/\/mandaepedia.miraheze.org\/wiki\/Main_Page<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/mandaeanpriests.exeter.ac.uk\/\">https:\/\/mandaeanpriests.exeter.ac.uk\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.mandaeannetwork.com\/mandaean\/ar\/index.html\">https:\/\/www.mandaeannetwork.com\/mandaean\/ar\/index.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Australien: <a href=\"https:\/\/mandaeansynod.org.au\/ - https:\/\/www.facebook.com\/mandaeanyouth - https:\/\/www.facebook.com\/AAFMS\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/mandaeansynod.org.au\/ - https:\/\/www.facebook.com\/mandaeanyouth - https:\/\/www.facebook.com\/AAFMS\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/mandaeansynod.org.au\/ &#8211; https:\/\/www.facebook.com\/mandaeanyouth &#8211; https:\/\/www.facebook.com\/AAFMS\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4nemark: <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/groups\/Mandaeanyouthdk\/about\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de-de.facebook.com\/groups\/Mandaeanyouthdk\/about\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kanada: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/people\/Mandaean-Canadian-Association\/100078352952992\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.facebook.com\/people\/Mandaean-Canadian-Association\/100078352952992\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niederlande: <a href=\"https:\/\/www.transfirm.nl\/nl\/organisatie\/30183586-vereniging-mandaean-federatie-nederland\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.transfirm.nl\/nl\/organisatie\/30183586-vereniging-mandaean-federatie-nederland<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schweden: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A2UqhyW7H0A\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A2UqhyW7H0A<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">USA: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/mandaeanunion.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/mandaeanunion.com\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Photocredits<\/strong>: Coverbild: (C) R\u00fcdiger Lohlker, mit freundlicher Genehmigung der mand\u00e4ischen Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 15\/2023<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zweiten Teil seines Beitrags \u00fcber die, mittlerweile auch in \u00d6sterreich angekommene, Religion der Mand\u00e4er, stellt <b>R\u00fcdiger Lohlker<\/b> die heiligen Schriften und wichtigsten Feste der Gemeinschaft vor und pl\u00e4diert daf\u00fcr, den Mand\u00e4ismus als eigenst\u00e4ndige Religion ernst zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3744,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155,382,158,136,156],"tags":[204,33,95,112],"ppma_author":[301],"class_list":["post-3750","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-themen","category-mandaeismus","category-migration","category-religion","category-religionswissenschaft","tag-gemeinschaft-und-sozialer-zusammenhalt","tag-geschichte","tag-religionswissenschaft","tag-tradition-und-moderne","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":301,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"ruediger-lohlker","display_name":"R\u00fcdiger Lohlker","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"1","user_url":"","last_name":"Lohlker","first_name":"R\u00fcdiger","job_title":"","description":"R\u00fcdiger Lohlker ist Professorial Research Fellow beim Forschungszentrum Religion and Transformation (RaT). 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