{"id":3876,"date":"2023-12-18T16:26:24","date_gmt":"2023-12-18T16:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3876"},"modified":"2023-12-18T16:26:25","modified_gmt":"2023-12-18T16:26:25","slug":"ein-standpunkt-zu-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=3876","title":{"rendered":"Ein Standpunkt zu Israel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem von der Hamas ver\u00fcbten Pogrom an J\u00fcdinnen und Juden am 7. Oktober 2023 ist weltweit der so genannte \u201eNahost-Konflikt\u201c in seiner thematischen Aufmerksamkeit ganz nach vorne ger\u00fcckt. Dabei standen bald nicht mehr nur die Vorkommnisse vom 7. Oktober und Israels Kampf gegen die Hamas in Gaza im Vordergrund, sondern auch, \u00fcberraschend schnell, ein Meinungsbild, das, vordergr\u00fcndig von Israels milit\u00e4rischen Vorgehen in Gaza ausgel\u00f6st, Erstaunliches und auch Erschreckendes zu Tage f\u00fchrte. Europ\u00e4ische Umfragen der letzten Zeit zeigen ein sehr gemischtes Bild in Bezug auf die Solidarit\u00e4t mit Israel. Unterschiede ergeben sich von Land zu Land, aber auch von Jung zu Alt. Praktisch \u00fcberall hat vor allem bei der j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung die Sympathie f\u00fcr \u201edie Pal\u00e4stinenser\u201c Vorrang. In L\u00e4ndern wie Spanien (hier ganz vorne), Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Schweden ist prinzipiell eine deutliche Mehrheit f\u00fcr die pal\u00e4stinensische Seite feststellbar. In Deutschland lassen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost und West festmachen, aber auch eine Tendenz, dass W\u00e4hler:innen der AfD und auch der Linken sich weniger f\u00fcr Israel einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein erschreckender Trend unter Europas Muslim:innen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">G\u00fcnter Jikeli ist einer jener Forscher, die seit einigen Jahren einen erschreckenden Trend von Antisemitismus unter muslimischen Europ\u00e4ern bzw. in Europa lebenden Muslim:innen zum Thema macht. Eine Studie von Sina Arnold aus dem Jahr 2007 im Auftrag von amira \u2013 Antisemitismus im Kontext von Migration und Rassismus in Berlin unter muslimischen Jugendlichen stellte bereits damals fest<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, dass Israel in diesem Spektrum mehrheitlich als Staat nicht anerkannt w\u00fcrde. \u201eDer Staat Israel wurde durchweg als negativ charakterisiert, hier w\u00fcrden \u201enur b\u00f6se Leute\u201c leben. Um Israel zu beschreiben, wurden teilweise klassische antisemitische Stereotype von Kindsmorden und Brunnenvergiftungen bem\u00fcht.\u201c U.a. sagte ein Jugendlicher: \u201eAlso, erstens, die Juden haben angefangen, als allererstes. Die haben unser Land angegriffen, die wollen unser Land jetzt einnehmen. Die t\u00f6ten Menschen und Kinder, und verbrennen Frauen mit Babybauch, verbrennen die und so. Ja. Die Juden haben Schuld.\u201c (S. 6) Oder: \u201eWeil die unschuldige Menschen in Pal\u00e4stina t\u00f6ten, sie nehmen unser Land weg, die klauen uns alles, die klauen uns unsere Moscheen und alles, ich hasse die einfach. Die behaupten, das w\u00e4re ihr Land. <em>Und das machen alle Juden?<\/em><em> <\/em>Alle.\u201c (S. 7)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das um sich greifende propal\u00e4stinische Narrativ vieler Israelfeinde in diesem Zusammenhang l\u00e4sst sich in etwa so zusammenfassen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Die Pal\u00e4stinenser waren immer schon im Land, sie k\u00f6nnen sich auf die in der Bibel genannten Kanaan\u00e4er berufen. Pal\u00e4stina hei\u00dft das Land schon in der Antike, weil dort Pal\u00e4stinenser leb(t)en.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Juden kamen in gr\u00f6\u00dferen Gruppen erst unter dem Einfluss des Zionismus und durch Unterst\u00fctzung der Kolonialm\u00e4chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Europa unterst\u00fctzt die Juden aufgrund der Schoah.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Antisemitismus im linken Spektrum<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses etwas vereinfachte Schema ignoriert nicht nur die Jahrtausende alte j\u00fcdische Pr\u00e4senz im Land, sondern verf\u00e4lscht ganz bewusst Historie. Aber es w\u00e4re falsch, die gro\u00dfe Beliebtheit dieses Narrativs \u2013 keineswegs nur unter Muslim:innen \u2013 zu erkl\u00e4ren. Denn er braucht geradezu ein modernes sich in der Wissenschaft rasant verbreitenden Ph\u00e4nomens, einer Abkehr von westlichen Werten, einer grundlegenden Kritik des Westens als kolonialistisch, imperialistisch, amerikanisch. Diese ist inzwischen in gro\u00dfen Teilen der europ\u00e4ischen, aber auch amerikanischen Linken, nicht zuletzt an Universit\u00e4ten stark verbreitet.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> War das Judentum lange als Opfergesellschaft im Blick, so wandelte sich dies massiv mit dem selbstbewussten Auftreten von J\u00fcdinnen und Juden und der Abkehr vom \u201eWir sind die ewigen Opfer\u201c-Mythos. Israel wurde zum Reibebaum, zum Inbegriff einer entweder von Amerika geg\u00e4ngelten imperialistischen Macht oder mehr noch zu einer durch seinen Einfluss Amerikas Imperialismus erst erm\u00f6glichende Gr\u00f6\u00dfe. Israel, aber auch die einzelnen J\u00fcdinnen und Juden weltweit wurden als \u201ewei\u00df\u201c deklariert und mit den damit verbundenen Vorurteilen verbunden. Moderne linke (woke) Bewegungen waren nicht selten bereit, J\u00fcdinnen und Juden als Feinde anzusehen und es wundert nicht, dass von der \u201eBlack lives matter\u201c \u2013 Bewegung bis zu Fridays for Future (auch) antisemitische und israelfeindliche Statements zu h\u00f6ren waren\/sind. Die linke antiisraelische BDS-Kampagne (Boycott, Desinvestitionen und Sanktionen) fand und findet durchaus auch j\u00fcdische Unterst\u00fctzer, zuweilen mit prominenten Vertreter:innen wie etwa Judith Butler, die &nbsp;bis zuletzt Israel kolonialen Rassismus vorwirft (vgl. auch das Manifest &#8222;Philosophy for Palestine&#8220;) und die Gewaltverbrechen von pal\u00e4stinensischen Terroristen herunterspielt, ja sogar in den Kontext von Befreiungsbewegungen bringt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Kampf gegen den Westen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weltweit l\u00e4sst sich feststellen, dass das so genannte westliche Denkbild, eine von Aufkl\u00e4rung, Demokratisierung, Gewaltenteilung, aber auch Industrialisierung und Marktwirtschaft gekennzeichnete Welt, in der die Gleichheit der Geschlechter und Diversit\u00e4t inzwischen zum Alltag geh\u00f6ren, veritabel kritisiert wird. Der globale S\u00fcden dr\u00e4ngt massiv auf die Weltb\u00fchne, dazu l\u00e4sst der Einfluss Amerikas nach, w\u00e4hrend China sich als neue Macht steil nach oben hievt. Dabei vereint es einerseits die Ablehnung westlicher Werte, setzt auf vollkommene Kontrolle, stellt den Kommunismus gegen alle \u201ewestlichen\u201c Prognosen als Erfolgsmodell in den Raum und versteht es gleichzeitig, viele L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens abh\u00e4ngig zu machen. Demokratie erscheint als l\u00e4ssliche S\u00fcnde, als ineffizient, w\u00e4hrend die unterschiedlichsten Formen von Diktaturen weltweit im Aufschwung sind. Im Nahen Osten wurde Israel schon lange als europ\u00e4isches Projekt gesehen, als Fremdk\u00f6rper im arabischen Raum. Feindschaft gegen Israel ist nicht nur Feindschaft gegen den Imperialisten, sondern auch gegen eine als weich und ineffizient postulierte Verwestlichung, dessen kulturelle Hegemonie genauso mit Missmut betrachtet wird wie seine wirtschaftliche und wissenschaftliche Erfolgsgeschichte. J\u00fcdinnen und Juden lassen sich nicht mehr in die islamische Welt als geduldete und mit minderen Rechten ausgestattete Dhimmis einordnen. Israel ist ein selbstbewusster, politisch stabiler, demokratischer Staat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die \u201eOrientalisierung\u201c Israels<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines ist (das j\u00fcdische) Israel jedoch definitiv nicht mehr, ein (rein) europ\u00e4isches Projekt. Was n\u00e4mlich vor allem die linken Israelkritiker:innen gern verschweigen, ist der Umstand, dass nicht nur etwa 700.000.- Araber im Zuge des israelischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieges 1948 das Land verlie\u00dfen, sondern in der Folge ebenso viele j\u00fcdische Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten gezwungen wurden, ihre Heimat aufzugeben. Damit ver\u00e4nderte sich die Zusammensetzung der israelischen Gesellschaft massiv. Heute machen diese so genannten Mizrachim, die aus dem nordafrikanischen Raum stammenden J\u00fcdinnen und Juden und ihre Nachfahren, etwa 53% der israelischen Bev\u00f6lkerung aus. Dazu kommen \u00fcber 164.000 \u00e4thiopische J\u00fcdinnen und Juden. Vor allem die Mizrachim sind inzwischen auf einem sehr guten Weg, ihre lange Zeit marginalisierte Rolle in der israelischen Gesellschaft deutlich zu verbessern.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Die Hegemonie des aschkenasisch europ\u00e4ischen Judentums br\u00f6ckelt stark. Mizrachim stehen viel konsequenter als fr\u00fcher zu ihren kulturellen Werten, ihrer Erinnerung und ihren religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen. Sie w\u00e4hlen in der Regel religi\u00f6se und nationale Parteien rechts der Mitte und haben gegen\u00fcber der nichtj\u00fcdischen arabischen Bev\u00f6lkerung nicht selten gr\u00f6\u00dfere Vorbehalte als die Aschkenasim, etwa auch in Bezug auf j\u00fcdische Siedlungen im Westjordanland. In vielerlei Hinsicht kommt es zu einer st\u00e4rkeren \u201eOrientalisierung\u201c, einem Bewusstsein f\u00fcr die orientalische Geschichte Israels und einer kritischen Sicht auf den europ\u00e4isch dominierten sozialistischen Zionismus der Anf\u00e4nge des 20. Jh.s. Dass in Israel auch 2 Millionen Araber \u2013 sehr viele als Staatsb\u00fcrger mit entsprechenden Rechten \u2013 leben und \u00fcber 500.000 Menschen aus anderen L\u00e4ndern, nicht zuletzt aus Asien, muss unbedingt erw\u00e4hnt werden, um die Vielgestaltigkeit des Landes zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Macht der Bilder<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00f6ffentliche Debatte um Israel und Pal\u00e4stina wird heute bekannterweise sehr stark in den social media gef\u00fchrt. Unz\u00e4hlige Postings von beiden Seiten dienen zu einem gewissen Teil der Aufkl\u00e4rung, zu einem gr\u00f6\u00dferen der Propaganda. Auch hier hat die pro-pal\u00e4stinensische Seite mit einer weit h\u00f6heren Zahl an Postings und auch Likes die Nase vor der pro-israelischen. So ist etwa vor allem die Plattform tik:tok, deren Inhalte kaum auf Glaubw\u00fcrdigkeit gepr\u00fcft werden, mit dem #freepalestine hashtag dramatisch h\u00f6her vertreten als durch #standwithisrael. Unz\u00e4hlige Reels, Memes und Cartoons tun das \u00fcbrige dazu, ein Feindbild zu zementieren. Hier findet sich, um aus vielen Tausenden nur ein \u2013 in Varianten wiederkehrendes \u2013 Beispiel zu nennen, etwas das Bild eines mit der Pal\u00e4stinaflagge bekleideten L\u00f6wen, der die Ratte Israel verspeist<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Blogbeitrag-Langer-Dezember-23-Beispiel-fuer-antisemitisches-Bildsujet-300x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3891\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Blogbeitrag-Langer-Dezember-23-Beispiel-fuer-antisemitisches-Bildsujet-300x300.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Blogbeitrag-Langer-Dezember-23-Beispiel-fuer-antisemitisches-Bildsujet-150x150.jpg 150w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Blogbeitrag-Langer-Dezember-23-Beispiel-fuer-antisemitisches-Bildsujet.jpg 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man bedient sich dabei zum einen der uralten antisemitischen Gleichsetzung von J\u00fcdinnen und Juden mit Ratten \u2013 ein Motiv, das sich auch die Nazis in ihrem Propagandafilm \u201eDer ewige Jude\u201c zunutze machten, und beerbt zum anderen das Motiv des L\u00f6wen, das traditionell f\u00fcr den Stamm Juda steht. Die \u201ewahren\u201c Jud\u00e4er sind jetzt die Pal\u00e4stinenser, so die Botschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was kann nun ein Institut wie die Judaistik oder eine Plattform wie RaT tun, um in dieser Situation wissenschaftlich fundiert und mit Blick auf die breite \u00d6ffentlichkeit zu informieren, zu lehren und zu forschen? Man darf in keinem Fall erm\u00fcden, die Geschichte des Judentums von den Anf\u00e4ngen bis zur Gegenwart zu erz\u00e4hlen und zu erforschen, dabei einen Schwerpunkt auf das Land und seine Bedeutung zu setzen. Dabei m\u00fcssen auch postkoloniale und postzionistische Entw\u00fcrfe auf ihre Glaubw\u00fcrdigkeit, ideologische Einseitigkeit und Problematik hin untersucht werden d\u00fcrfen, ohne sofort in ein rechtes ideologisches Eck gedr\u00e4ngt zu werden. Wesentlich ist auch, dass der Aspekt der religi\u00f6sen Betrachtung des Landes aus allen Perspektiven viel st\u00e4rker bewusst gemacht wird, als dies derzeit geschieht. Es muss deutlich werden, dass Israel f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden kein kolonialistisches Programm der Moderne darstellt, sondern ein zum Kernbestand kultureller und religi\u00f6ser Identit\u00e4t geh\u00f6rendes Element. Antisemitismus muss klar als eigenst\u00e4ndiges Ph\u00e4nomen schonungslos benannt und von einer Gleichsetzung mit Rassismus abgeraten werden. Nur so wird deutlich werden, warum Israel zum Reibebaum der Welt wird, zu einem kollektiven S\u00fcndenbock, der individuell auch die J\u00fcdinnen und Juden in der Diaspora mit einschlie\u00dft. Wissenschaft, Politik und Medien sind aufgefordert, intensiv zusammenzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwiNpKfu7-aCAxUw9rsIHecHCAoQFnoECA8QAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.vielfalt-mediathek.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2020%2F12%2Famira_wahrnehmung_nok.pdf&amp;usg=AOvVaw2MJYm159AQvs5jJXAvJ6xG&amp;opi=89978449<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. etwa den Bericht in: https:\/\/scholarworks.brandeis.edu\/esploro\/outputs\/9924088244301921.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl. dazu Lidia Averbukh. Israel auf dem Weg in den \u201eOrient\u201c? Mizrachische Juden gewinnen kulturell und politisch an Bedeutung, SWP-Aktuell 16 (2017), 1-8.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[4] Fotos und Beispiele u.a. unter:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">www.youtube.com\/watch?v=kXGywcmm_nY <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">twitter.com\/Somalilandaa\/photo<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">twitter.com\/Bernadotte22\/status\/1724210053933085053<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">www.facebook.com\/her.halimize\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">twitter.com\/Atif_Faseeh\/status\/1724362011570765944<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[Anm. der Redaktion: Wir geben diese Links hier nur wieder, um ihre weite Verbreitung in den sozialen Medien zu dokumentieren und verurteilen die mit diesen Bildern transportierten antisemitischen Botschaften aufs Sch\u00e4rfste. Wir raten davon ab, die hier verlinkten Kan\u00e4le mit Aufmerksamkeit in Form irgendwelcher Interaktionen zu &#8222;belohnen&#8220;.]<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Photo Credits Coverfoto: (C) Gerhard Langer<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 23\/2023<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem durch die Hamas ver\u00fcbten Massaker am 07. Oktober und der darauf folgenden milit\u00e4rischen Reaktion Israels steht der Nahe Osten wieder im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit. Auch im sog. &#8222;Westen&#8220; sind seitdem antisemitische \u00dcbergriffe, oft befeuert durch \u00fcber Social Media verbreitete Hasskampagnen, wieder stark angestiegen.<\/p>\n<p>RaT-Mitglied <b>Gerhard Langer<\/b> unternimmt in seinem Beitrag den Versuch, die aktuelle Welle an antij\u00fcdischem Hass in den heutigen kulturellen und akademischen Kontext einzuordnen. Sein Text ist auch ein starkes Pl\u00e4doyer daf\u00fcr, die Bedrohung ernst zu nehmen und ihr mit Aufkl\u00e4rung und schonungsloser kritischer Reflexion entgegenzutreten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3878,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155,146,139,143],"tags":[35,36],"ppma_author":[322],"class_list":["post-3876","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-themen","category-gesellschaft","category-judentum","category-politik","tag-gesellschaft-gemeinschaft-und-sozialer-zusammenhalt","tag-gewalt","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":322,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"gerhard-langer","display_name":"Gerhard Langer","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"","last_name":"Langer","first_name":"Gerhard","job_title":"","description":"Univ.-Prof. Mag. 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