{"id":4084,"date":"2024-07-09T12:26:12","date_gmt":"2024-07-09T12:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=4084"},"modified":"2024-07-10T14:26:30","modified_gmt":"2024-07-10T14:26:30","slug":"edgar-allan-poes-helden-kinder-des-untergangs-oder-relikte-einer-nie-endenden-kulturellen-epoche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=4084","title":{"rendered":"Edgar Allan Poes Helden: Kinder des Untergangs oder Relikte einer nie endenden kulturellen Epoche?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWith me poetry has been not a purpose, but a passion\u201c (1984a: 18)<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, so beschreibt der US-amerikanische, zeitweise in Gro\u00dfbritannien sozialisierte Gruselautor Edgar Allan Poe 1845 im Vorwort zu <em>The Raven and other Poems<\/em> sein Verh\u00e4ltnis zur Poesie. Die Aussage wird von einem Arbeitgeber gest\u00fctzt, wenn dieser den Poeten mit einem Hohenpriester, seine Beziehung zum Schreiben mit Religion gleichsetzt.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Poes Literatur gilt i.a. als ein Versprechen f\u00fcr Horror und D\u00fcsternis, f\u00fcr R\u00e4tsel und Spannung. Seine Erz\u00e4hlungen, zumeist Horror- oder Detektivgeschichten, lassen unvermittelt den Autor erkennen, denn sie sind allesamt Poe-typisch. Poe schrieb auch Literaturgeschichte, u.a. mit einem Begriff, der seither eine ganze Literatursparte ins Leben rief. Die Bezeichnung Detektiv (\u2018detective\u2019) f\u00fcr den Ermittler im Verbrechensgeschehen findet sich erstmals in Poes <em>The Murders in the Rue Morgue<\/em>: \u201eAt the time Poe wrote, the word detective did not exist in English\u201c<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Stets steht die enge Verbindung zwischen Poes \u0152uvre und seiner bewegten Biographie im Raume<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a>, so tragen seine Helden das Siegel des Autors \u2013 dies demonstrieren die oft komplexen, Kultur und Tradition vermittelnden Gedankenz\u00fcge, die skurrilen Aktionen und nicht weniger die Physiognomie der Figuren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So gelingt es Poe, sich in Szene zu setzen, wobei er mit den Protagonisten und der Erz\u00e4hlung eine d\u00fcstere Einheit bildet, die auf textlicher Metaebene zuweilen sozialkritisch, zuweilen ethisch dem Publikum vorgef\u00fchrt, reflektiert oder kritisiert wird. In seinem Gedicht <em>\u02bbAlone\u02bc<\/em> h\u00e4lt der Autor seinen, aus seiner Sicht angeborenen, Sonderstatus fest: \u201eFrom childhood\u2019s hour I have not been \/ As others were \u2013 I have not seen \/ As others saw \u2013 I could not bring \/ My passions from a common spring -\u201c (1984a: 60) So \u2018lebt\u2019 Poe in seinen Texten \u201eunder the guises of his melancholic, neurasthenic, hallucinated, mad and half-mad protagonists: [als] Roderick Usher, Egaeus, William Wilson, Cornelius Wyatt, Montresor\u201c<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. Sein Leben beschreibt sich im Kampf, in Unsicherheit und Wechsel, in Heimatlosigkeit, Einsamkeit, Armut und Krankheit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"229\" height=\"300\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/800px-15_rackham_poe_caskofamontillado-229x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4092\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/800px-15_rackham_poe_caskofamontillado-229x300.jpg 229w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/800px-15_rackham_poe_caskofamontillado-115x150.jpg 115w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/800px-15_rackham_poe_caskofamontillado-768x1005.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/800px-15_rackham_poe_caskofamontillado.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 1: &#8222;Fortunato and Montresor drink in the catacombs&#8220; von&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Arthur_Rackham\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arthur Rackham<\/a> (1935)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Poes Existenz ereignet sich Resilienz am laufenden Band und spiegelt sich in seinem literarischen Werk wieder. Seine Texte kreisen um \u02bbSterben\u02bc und \u02bbTod\u02bc, aktuelle Themen seiner Zeit, wobei er sichtlich auf den Zusammenhang um die Sterbe- und Todesvorstellungen aus viktorianischer Zeit zur\u00fcckgreift. Hier greifen eigene Lebenserfahrungen und Phantasie ineinander und reflektieren das viktorianische Verh\u00e4ltnis zum \u02bbrichtigen\u02bc und \u02bbfalschen\u02bc Tod, wobei die Form des Sterbens nach sozialer Schicht, Religionszugeh\u00f6rigkeit oder Geschlecht geordnet eine jeweils eigene Perspektive kannte. Die g\u00e4ngigen Vor- und Darstellungen von Tod und Sterben entsprachen tradiertem Wissen und wurden weder romantisch verkl\u00e4rt noch religi\u00f6s besch\u00f6nigt; es zeigte sich daf\u00fcr eine deutliche Dichotomie zwischen einem \u02bbguten\u02bc und einem \u02bbschlechten\u02bc Tod. \u201e[A] vast body of devotional literature known as <em>ars moriendi<\/em>, the art of dying, taught people how to die well, since dying was seen as a test of both courage and virtue, and a good death might go some way to compensate for a less worthy life.\u201c<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die unterschiedlichen Denominationen hielten an der zweigeteilten Sterbevorstellung fest \u2013 aus unterschiedlichen Beweggr\u00fcnden. W\u00e4hrend von r\u00f6misch-katholischer Seite Konzepte wie das Fegefeuer die Menschen dazu anhielten, in regelm\u00e4\u00dfigem Gebet und Meditation ein opferbereites Leben zu f\u00fchren und schlie\u00dflich durch Beichte und Absolution (Krankensalbung bzw. Letzte \u00d6lung) g\u00f6ttliche Gnade zu erfahren, sahen sich die Gl\u00e4ubigen im protestantischen Glauben (im Verst\u00e4ndnis durch Jesu Leiden und Tod bereits der Erl\u00f6sung gewiss bzw. im calvinistisch-reformierten Sinne durch die Pr\u00e4destination augenscheinlich \u02bbvorbestimmt\u02bc) n\u00fcchternen Sterbepraktiken gegen\u00fcber, wobei die katholisch hervorgehobene Funktion des Priesters und Seelsorgers sich in Richtung der betenden Angeh\u00f6rigen und Nachbarn verschoben und die Dichotomie zwischen Himmel und H\u00f6lle sich verst\u00e4rkt hatte. Jeremy Taylor, anglikanischer Bischof von Down und Connor (Irland), unterstrich in seinem Werk <em>The Rule and Exercises of Holy Dying <\/em>(1651) das Vorbild Jesu Christi am Kreuz und die direkte Beziehung zwischen S\u00fcnde und Leid, d.h. das Leiden als gerechte Strafe f\u00fcr S\u00fcnde und Schuld, das es auszuhalten gilt, um am Ende die Krone des Lebens zu erlangen: \u201e\u2019Sickness &#8230; is that agony in which men are tried for a crown.\u2019\u201c<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sorgte auch das Zeitalter der Aufkl\u00e4rung f\u00fcr einen R\u00fcckgang der (urspr\u00fcnglich mittelalterlichen) <em>ars moriendi<\/em>-Tradition, so h\u00e4lt Patricia Jalland fest, dass gerade mit der Evangelikalenbewegung eine diesbez\u00fcgliche Wiederbelebung stattfand: \u201ethe Evangelical movement [&#8230;] restored the seventeenth-century emphasis on spiritual piety\u201c.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Aus Sicht der Evangelikalen \u2013 schlie\u00dflich hatte die Bewegung gerade in den USA einen immensen Einfluss auf weite, auch nicht ausgewiesen religi\u00f6se oder intensiv in evangelikalem Denken wurzelnde Gesellschaftskreise, auf gesellschaftliche Normen und Werte \u2013 verstanden als eine \u201ePr\u00fcfung der Glaubensst\u00e4rke\u201c<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a>, folgte der \u02bbgute Tod\u02bc genauen Regeln und Vorstellungen. So wurde schlie\u00dflich die Vorstellung vom \u02bbguten Tod\u02bc (und dem entsprechenden Zustand der Seele der Sterbenden), der vorbereitet, im Kreise der Lieben, im gesch\u00fctzten Raum eines Zuhauses stattzufinden hatte, auch au\u00dferhalb der Glaubensgemeinschaft propagiert. Im Idealfall hatte der Tod f\u00fcr Anh\u00e4nger der Evangelikalenbewegung keinen besonderen Schrecken, im famili\u00e4ren Ambiente in der Gewissheit der Glaubenserf\u00fcllung f\u00fchlten sie sich in Gottes Vorsehung aufgehoben und getr\u00f6stet. Eine besonders intensive literarisch-fiktionale Demonstration viktorianischer Sterbe- und Todesvorstellungen f\u00fchrt in England Charles Dickens 1843 in seiner Weihnachtsgeschichte <em>A Christmas Carol <\/em>an der L\u00e4uterung der Figur des kaltherzigen Ebenezer Scrooge vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u02bbschlechte\u02bc Tod, das Gegenbild zum \u02bbguten\u02bc, geschah pl\u00f6tzlich, ohne S\u00fchne bzw. geistliche Vorbereitung, was den Zustand des ewigen H\u00f6llenfeuers in Aussicht stellte, wobei viktorianische Theologie und Gesellschaft eine Abstufung innerhalb jenes \u02bbschlechten\u02bc Todes vorsahen: zur Unzeit (unvorbereitet, in fr\u00fchen Lebensjahren), ohne Abschied oder Auffinden des Leichnams, um diesen bestatten zu k\u00f6nnen (vom famili\u00e4ren Umfeld getrennt, auf Reisen oder nach Schiffbruch) oder im schlimmsten Falle durch Suizid.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III.<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"232\" height=\"300\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Tenniel-TheRaven-232x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4091\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Tenniel-TheRaven-232x300.jpg 232w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Tenniel-TheRaven-116x150.jpg 116w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Tenniel-TheRaven.jpg 387w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2: Illustration f\u00fcr Edgar Allan Poe&#8217;s &#8222;The Raven&#8220;, von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/John_Tenniel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">John Tenniel<\/a> (1858)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Poe drehte den Spie\u00df um und konzentrierte sich auf diejenigen, die andere zum Tod bef\u00f6rdern, M\u00f6rder, deren krude Psyche er herausstellte und das \u02bbkranke\u02bc Tun zum Thema seines Schreibens machte und es im Detail ausf\u00fchrte, ganz im Sinne der Charakterisierung von Stern und Gross: \u201eAmerican literature is a rebellious and iconoclastic body of art. The Puritan rebelled against the Anglican, the deist against the Puritan, the romantic against aspects of deism, the naturalist against aspects of romanticism, the symbolist against aspects of naturalism. In each case the rebellion was greeted with cries of outrage and prophecies of doom. [\u2026] there is a deeper nay-saying that characterizes American literature and remains constant beneath the shifting faces of rebellion.\u201c<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der S\u00fcdstaatler Poe widmet sich abstrakt und distanziert der Todesvorstellung, seine Erz\u00e4hlungen zielen eher auf abstruse Mordmethoden ab und konzentrieren sich auf die T\u00e4ter, selten die Opfer. Die Protagonisten zeigen viele Analogien zum Autor, dessen Portr\u00e4t zahlreiche Ausgaben seiner Werke ziert. Poe ist heute l\u00e4ngst kein Unbekannter, ebenso seine Protagonisten: Roderick Usher, Arthur Gordon Pym, C. Auguste Dupin oder etwa der Rabe\u2026 Dabei verwehen diese Namen leicht in der Vorstellung eines Opiumrauschs. Sie erscheinen als Thema oder Erz\u00e4hler-Ich und entschwinden am Ende der Erz\u00e4hlungen zuweilen lautlos im Dunkel des fulminanten Schlusses. Doch zuvor agieren sie (zumindest die menschlichen Protagonisten) fast gleichartig, zumindest vergleichbar, mit dem Ziel, der Unbill des Lebens oder Leidens zu entkommen, wenigstens die Stirn zu bieten, als dem Tode Geweihte oder Sterbebegleiter (<em>Usher<\/em>), in Neid und Hass Verstrickte (<em>Amontillado<\/em>) oder in Trauer und Verzweiflung Befindliche (<em>Ligeia<\/em>). Wom\u00f6glich sind Poes Texte schlicht f\u00fcr die Unterhaltung bestimmt, auch um einen \u201euniversally appreciable\u201c (1984b: 16) Zustand zu erwirken. Denn im Letzten zielt Poes Schreiben nach Selbstauskunft auf die Parameter \u2018pleasure\u2019 und \u2018beauty\u2019 hin.<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"228\" height=\"300\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/CaskofAmontillado-Clarke-228x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4093\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/CaskofAmontillado-Clarke-228x300.jpg 228w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/CaskofAmontillado-Clarke-114x150.jpg 114w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/CaskofAmontillado-Clarke.jpg 531w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3: Illustration f\u00fcr Edgar Allan Poe&#8217;s &#8222;The Cask of Amontillado&#8220; von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Harry_Clarke\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Harry_Clarke\">Harry Clarke<\/a> (1919)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als eine erste Probleml\u00f6sung erscheint der R\u00fcckzug in die Isolation, f\u00fcr Poe\u2019sche Helden die \u00dcberlebensstrategie Nummer Eins. Wo gew\u00f6hnlich gesellschaftlicher Zusammenhalt und Gemeinschaft gefordert sind, finden sich Poes Strategen in Einsamkeit und Abgeschiedenheit wieder. Diese Figuren, innerlich bereits abgeschnitten von der sie umgebenden Welt (\u201efrom all external reality\u201c<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a>), suchen die \u00e4u\u00dfere Einsamkeit zur L\u00f6sung ihrer \u2013 meist inneren \u2013 Probleme. Der Begriff Resilienz deutet in seiner lateinischen Bedeutung \u201e\u2018Zur\u00fcckspringen\u2019 [\u2026] [hin auf den] Kern des Konzepts, dass bestimmte Entit\u00e4ten nach einer St\u00f6rung in der Lage sind, in ihren Ausgangszustand zur\u00fcckzukehren\u201c<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a>. Als Konzept ist Resilienz oft recht unterschiedlich konnotiert \u2013 zumeist wird es wissenschaftlich so gedeutet, dass es \u201edazu beitragen soll, individuelle und systemische Krisen besser zu \u00fcberstehen\u201c<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierzu k\u00f6nnen Poes Protagonisten Auskunft geben. Selbst in den phantastischen, unrealistisch wirkenden Erz\u00e4hlsettings erweist sich Realit\u00e4t, gerade auch darin, dass Poe meisterlich Imagination mit Realit\u00e4t zu vermengen wei\u00df, wohl mit dem direkten Ziel, dass \u201ethe whole thing should have an air of realism\u201c<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a>. Poe, das Mitglied des \u2018Romantic Movement\u2019, setzte auf \u201eindividualized experience, asking only that it be imaginative and artistically usable\u201c<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a>. So stellte er sich literarisch den Problemen und Herausforderungen seiner Zeit, \u201ethe growing violence of an increasingly violent nineteenthcentury America\u201c<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der noch folgenden Zeit hat sich diesbez\u00fcglich wenig ver\u00e4ndert. Poes Themen erscheinen heute aktueller denn je, denn gerade heute ist die Auseinandersetzung mit aktuellen Problematiken mehr als dringlich, dies betrifft auch die Suche nach einem tragenden Resilienzkonzept f\u00fcr breite Kreise. Zu beachten gilt dabei, dass Resilienz keinen Endzustand beschreibt, sondern den Weg dorthin. Es ist die Frage, wie ein Individuum, die Entit\u00e4t auf eine Bedrohung reagiert. Resilienz verweist hier auf einen Prozess, nicht auf das Ziel. Grunds\u00e4tzlich wird \u201eein Konzept gehandelt, das Erfolg versprechende Antworten auf unterschiedliche Herausforderungen und Krisen in sich birgt. Diese Multidisziplinarit\u00e4t ist vor allem deshalb m\u00f6glich, weil der Terminus sowohl eine deskriptive als auch eine normative Dimension besitzt\u201c<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mythologische Bild vom Ph\u00f6nix aus der Asche findet hier seinen \u02bbSitz im Leben\u02bc. Neu und gest\u00e4rkt schaffen es Individuen aus schlimmsten Bedrohungen und Krisen hervorzugehen. Die absolute Bewahrung und Wiederbeschaffung des urspr\u00fcnglichen Zustands ist dabei fraglich, selbst wenn der Kern, das Grunds\u00e4tzliche, nicht verhandelbar ist. \u2018Es ist wie es ist\u2019, \u2018es bleibt wie es ist\u2019 und \u2018ich will so bleiben wie ich bin\u2019, m\u00f6chten uns unser gesellschaftliches Umfeld und diverse Werbekampagnen suggerieren. Eine Entwicklung, wohin auch immer, ist dabei nicht erw\u00fcnscht, die Grenzen sind gezogen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Poe_ligeia_byam_shaw-213x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4095\" style=\"width:250px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Poe_ligeia_byam_shaw-213x300.jpg 213w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Poe_ligeia_byam_shaw-107x150.jpg 107w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Poe_ligeia_byam_shaw.jpg 599w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 4: <em>&#8222;The thing that was enshrouded advanced boldly and palpably into the middle of the apartment&#8220;<\/em> (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Byam_Shaw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Byam Shaw<\/a>&#8217;s Illustration f\u00fcr <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Edgar_Allan_Poe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Poe<\/a>&#8217;s <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ligeia\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ligeia<\/a> in &#8222;Selected Tales of Mystery&#8220; (London: Sidgwick &amp; Jackson, 1909))<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sind deshalb Poes Helden so erfolglos in ihrem Streben nach \u00dcberleben und Neubeginn? Sie suchen in \u00f6rtlichen Ver\u00e4nderungen, ein ihren (gewohnten) W\u00fcnschen und Bed\u00fcrfnissen entsprechendes Leben weiter zu f\u00fchren und machen die Erfahrung, dass sie scheitern. In Poes Kurzgeschichte <em>Ligeia<\/em> (1984a: 262\u2013277) sucht der Protagonist und Erz\u00e4hler ein neues Leben in einem anderen Setting nach dem tragischen (nicht verwindbaren) Tod der geliebten Freundin, Partnerin und Muse. Im letzten Winkel Englands, in einer zerfallenen, isolierten, d\u00fcsteren Abtei (Parallele zu seinem Leben) lebt er seinen traditionellen, r\u00fcckw\u00e4rts gewandten Zustand weiter, der bereits den ersten Teil seines Lebens mit der geliebten Ligeia beschreibt: \u201eI met her first and most frequently in some large, old, decaying city near the Rhine. Of her family \u2013 [\u2026] it is of a remotely ancient date cannot be doubted\u201c (1984a: 262). Mit einer jungen (steht f\u00fcr Anfang, (Neu-)Beginn), zweiten Partnerin (Lady Rowena), das schiere Gegenteil zur grenzenlos Verehrten (\u201ethe wife of [\u2026] [his] bosom\u201c, ebd.), beginnt er sein Unternehmen. Diese Zweite wird als das direkte Gegenbild zur Vorg\u00e4ngerin in Aussehen und Charakter beschrieben. W\u00e4hrend die erste Frau in allem, was sie darstellte, die Kunst vertritt, sie selbst das Kunstwerk \u2013 in Perfektion \u2013 ist, werden mit der zweiten Gattin die Verh\u00e4ltnisse umgekehrt; nun ist nicht l\u00e4nger er, sondern sie das unselbst\u00e4ndige, abh\u00e4ngige Kind, das er in der ersten Beziehung war. Die junge Ehefrau wird zur Marionette, er zum Puppenspieler und Regisseur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Erz\u00e4hler zeigt sich Resilienz hier in der Erlangung von Macht. In der Umkehrung der fr\u00fcheren Beziehungssituation sucht er die L\u00f6sung (?) f\u00fcr sein Problem. Indem Poe Ligeia mit dem Ideal gleichsetzt (Einheit des Wahren, Guten und Sch\u00f6nen), sie dahinscheiden l\u00e4sst zugunsten einer \u2018realistischeren\u2019 Darstellung des Au\u00dfergew\u00f6hnlichen (die junge, gesunde Ehefrau Rowena in der kunstvoll ausgestatteten Schreckenskammer einer l\u00e4ngst verfallenen Abtei), folgt der Autor Denis Diderots poetologischen Gedanken. In seinem Werk <em>De la Po\u00e9sie dramatique <\/em>von 1758 zeigt das wissenschaftstheoretische Multitalent Diderot: \u201edas eindeutige Zur\u00fccktreten des idealistischen zugunsten des realistischen Wirklichkeitsbegriffs bei der Glaubhaftmachung des Au\u00dfergew\u00f6hnlichen und damit eine bewusste Distanzierung von der platonischen Vorstellung [\u2026] [bzw. einer normativen Poetik:] L\u2019imagination est la facult\u00e9 de se rappeler des images\u201c<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ligeias \u2018Auferstehung\u2019, gegen die Vorstellung einer Reinkarnation im K\u00f6rper der neuen Gattin gedeutet \u2013 ob im Fiebertraum, Opiumrausch, in Trauergedanken oder tats\u00e4chlich sei dahingestellt \u2013 zeigt eine R\u00fcckbesinnung auf die alten philosophischen Traditionen, eine Abkehr von Diderot hin zu Platon. Damit demonstrierte E.A. Poe seine Macht als K\u00fcnstler, selbst\u00e4ndig und selektiv zu entscheiden, wessen Gedanken er f\u00fcr w\u00fcrdig h\u00e4lt zu verfolgen oder nicht. Und er wird \u2013 zumindest im Kontext seiner \u02bbReligion\u02bc, seiner Kunst \u2013 zum Hohenpriester, der mit Hilfe seiner Helden als \u02bbperpetuum mobile\u02bc immer wieder reflektiert, experimentiert und transzendiert, um schlie\u00dflich im Selbst Heimat zu finden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fu\u00dfnoten:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Trotzdem gilt nach Rachel Polonsky, <em>Poe\u2019s aesthetic theory<\/em>, in: Kevin J. Hayes(Hg.)<em>, <\/em>The Cambridge Companion to Edgar Allan Poe, Cambridge 2002, 42\u201356, 43, die Feststellung: \u201eThe word \u2018aesthetic\u2019 does not occur in Poe\u2019s literary, critical, or theoretical writings\u201c.&nbsp; E. A. Poes Werke werden im Text mit Seitenangabe zitiert nach Patrick F. Quinn (Hg.), Edgar Allan Poe: Poetry and Tales, New York 1984a sowie Gary Richard Thompson (Hg.), Edgar Allan Poe: Essays and Reviews, New York 1984b.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Josef Ja\u0159ab, <em>Edgar Allan Poe\u2019s Literary Strivings. How to Sell Beauty When Truth is a Bore<\/em>, in:&nbsp; Hermann Josef Schnackertz (Hg.), POEtic Effect and Cultural Discourses, Heidelberg 2003, 51\u201360, 52: \u201e\u2018Literature to him was religion; and he, its high-priest\u2019, reportedly uttered one of his contemporaries, his one-time employer George Graham, with an understanding unique for the days that witnessed Poe&#8217;s uneasy literary strivings\u201c. Ich verwende um des besseren Sprach- und Leseflusses willen das generische Maskulinum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Kenneth Silverman, <em>Edgar A. Poe: Mournful and Never-ending Remembrance,<\/em> New York 1998, 173.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Leland S. Person, <em>Poe and Nineteenth Century Gender Constructions<\/em>, in: J. Gerald Kennedy (Hg.), A Historical Guide to Edgar Allan Poe, Oxford 2001, 129\u2013165 sowie Jeffrey Meyers, <em>Edgar Allan Poe. His Life and Legacy<\/em>. New York 2000.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vincent Buranelli, <em>Edgar Allan Poe<\/em>, Boston <sup>2<\/sup>1977, 19f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Patricia Jalland, <em>Death in the Victorian Family<\/em>, Oxford 1999, 17.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ebd., 18.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebd., 19.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Imke Neumann, <em>Krankheit und Tod in den Romanen von Charlotte Bront\u00eb<\/em>, Frankfurt a. M. 2003, 22.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Milton R. Stern \/ Seymour L. Gross, <em>General Introduction<\/em>, in: Dies. (Hg.), American Literature Survey. The Twentieth Century, Harmondsworth\/New York 1980, IX\u2013XIII, IX.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl.1984b: 16: \u201eI [\u2026] demonstrate a point upon which I have repeatedly insisted, [\u2026] that Beauty is the sole legitimate province of the poem. [\u2026] That pleasure which is at once the most intense, the most elevating, and the most pure, is, I believe, found in the contemplation of the beautiful. When, indeed, men speak of Beauty, they mean, precisely, not a quality, as is supposed, but an effect\u201c. Poes kompositorische Abhandlungen gelten f\u00fcr Prosa ebenso wie f\u00fcr Lyrik, zumal der Autor beides jeweils gekonnt zu verbinden wei\u00df und in Szene setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Frederick S. Frank \/ Anthony Magistrale, <em>The Poe Encyclopedia<\/em>. Westport\/CO 1997, 127.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Matthias Wei\u00df \/ Silja Hartmann \/ Martin H\u00f6gl, <em>Resilienz als Trendkonzept. \u00dcber die Diffusion von Resilienz in Gesellschaft und Wissenschaft<\/em>, in: Maria Karidi \/ Martin Schneider \/ Rebecca Gutwald(Hg.), Resilienz. Interdisziplin\u00e4re Perspektiven zu Wandel und Transformation, Wiesbaden 2018, 13\u201332, 15.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Ebd., 14.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Buranelli, <em>Edgar Allan Poe<\/em>, 67.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> Ebd., 28.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Tony Magistrale \/ Sidney Poger, <em>Poe\u2019s Children<\/em>, New York 1999, 29.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Maria Karidi \/ Martin Schneider \/ Rebecca Gutwald, <em>Einleitung. Vom multidisziplin\u00e4ren Vergleich von Resilienzkonzepten zu interdisziplin\u00e4ren Lernprozessen<\/em>, in: Dies. (Hg.), Resilienz. Interdisziplin\u00e4re Perspektiven zu Wandel und Transformation, Wiesbaden 2018, 1\u201310, 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Ruth Groh, <em>Ironie und Moral im Werk Diderots<\/em>, M\u00fcnchen 1984, 80f.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Photocredits<\/strong>: Titelbild <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:A-edgar-poe-1894.jpg\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:A-edgar-poe-1894.jpg\">(C) Wikimedia Commons<\/a>; Abb. 1 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Tenniel-TheRaven.jpg\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Tenniel-TheRaven.jpg\">(C) Wikimedia Commons<\/a>; Abb 2. <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:15_rackham_poe_caskofamontillado.jpg\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:15_rackham_poe_caskofamontillado.jpg\">(C) Wikimedia Commons<\/a>; Abb. 3 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:CaskofAmontillado-Clarke.jpg\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:CaskofAmontillado-Clarke.jpg\">(C) Wikimedia Commons<\/a>; Abb. 4 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Poe_ligeia_byam_shaw.JPG\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Poe_ligeia_byam_shaw.JPG\">(C) Wikimedia Commons<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 10\/2024<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem Beitrag entf\u00fchrt uns <b>Vera M. Waschb\u00fcsch<\/b> in die Welt von Edgar Allan Poe und zeigt, welche &#8211; auch religi\u00f6s inspirierten &#8211; Abgr\u00fcnde sich in seinem Werk verbergen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4089,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137,144,145,136,166],"tags":[87],"ppma_author":[395],"class_list":["post-4084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-christentum","category-kunst","category-literatur","category-religion","category-subjekt-und-psyche","tag-portraets","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":395,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"vera-m-waschbuesch","display_name":"Vera M. Waschb\u00fcsch","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"","last_name":"Waschb\u00fcsch","first_name":"Vera M.","job_title":"","description":"Vera M. Waschb\u00fcsch, M.A., r\u00f6misch-katholische Theologin, Anglistin,\r\nRomanistin, Sprech- und Kulturwissenschaftlerin, Freiburg i. Br."}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4084"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4104,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4084\/revisions\/4104"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4084"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fppma_author&post=4084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}