{"id":4105,"date":"2024-07-12T11:03:33","date_gmt":"2024-07-12T11:03:33","guid":{"rendered":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=4105"},"modified":"2024-07-18T10:25:18","modified_gmt":"2024-07-18T10:25:18","slug":"religion-kunst-protest-versuch-einer-kontextualisierung-der-ereignisse-rund-um-die-zerstoerung-der-linzer-marienskulptur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/religion-kunst-protest-versuch-einer-kontextualisierung-der-ereignisse-rund-um-die-zerstoerung-der-linzer-marienskulptur.htm","title":{"rendered":"Religion, Kunst, Protest \u2013 Versuch einer Kontextualisierung der Ereignisse rund um die Zerst\u00f6rung der Linzer Marienskulptur"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000228440\/versuch-einer-kontextualisierung-der-zerstoerung-der-linzer-marienskulptur\" style=\"background-color:#e2007a\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eine leicht gek\u00fcrzte Version dieses Textes wurde auf der Website der \u00f6sterreichischen Tageszeitung derStandard ver\u00f6ffentlicht.<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:55px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Ereignisse rund um die Zerst\u00f6rung der Skulptur \u201eCrowning\u201c der K\u00fcnstlerin Esther Strau\u00df haben \u00f6sterreichweit und dar\u00fcber hinaus hohe Wellen geschlagen. Der erschreckend frauenfeindliche Vandalismus \u2013 die Skulptur wurde drei Tage nach Ausstellungser\u00f6ffnung von einem bislang unbekannten T\u00e4ter gek\u00f6pft, der Kopf gestohlen \u2013 wirft viele Fragen auf. <strong>Katharina Limacher <\/strong>und <strong>Jakob Deibl<\/strong> gehen einigen dieser Fragen nach.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Skulptur, um die es geht, tr\u00e4gt den Titel \u201eCrowning\u201c (Kr\u00f6nung) und enth\u00e4lt damit einerseits eine Anspielung auf die Kr\u00f6nung der heiligen Maria, andererseits auf einen spezifischen Moment des menschlichen Geburtsvorgangs. Sie zeigt eine geb\u00e4rende Maria, mit gespreizten Beinen auf einem Felsen sitzend, im Moment des Geburtsvorgangs, in dem das K\u00f6pfchen des Kindes bereits sichtbar, aber noch fest vom K\u00f6rper der Geb\u00e4renden umschlossen ist. Ausgestellt wurde die Figur im Rahmen des Projektes \u201eDonnaStage\u201c, einem Format, das sich anl\u00e4sslich des 100-j\u00e4hrigen Weihejubil\u00e4ums des Mariendoms in Linz in Form von Installationen, Workshops und Diskussionsveranstaltungen explizit mit Frauenrollen, Familienbildern und Geschlechtergerechtigkeit befasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das interdisziplin\u00e4re Team aus Theologinnen, Architektinnen und Kunsthistorikerinnen, welches das Programm in Kooperation mit der Di\u00f6zese Linz kuratiert hat, formuliert sein Anliegen auf der Website<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> u.a. entlang folgender Fragen: Wie lassen sich heute Vorstellungen von Weiblichkeit, M\u00e4nnlichkeit, Geschlechtlichkeit formulieren? Was braucht es f\u00fcr eine \u00d6ffnung hin zu einer globalen Perspektive relationaler Verbundenheit und Verantwortlichkeit? Dass diesem Diskursangebot mit einer grausamen Form von Vandalismus eine Absage erteilt wurde, entfaltet seine symbolische Wirkmacht nicht zuletzt aufgrund spezifischer kontextueller Faktoren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der gesellschaftspolitische Kontext<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Enthauptung der Skulptur im Ausstellungsraum wurde von ultrakonservativen Stimmen in einschl\u00e4gigen Internetforen und via Telegram begleitet. So finden sich auf CitizenGo aktuell zwei Petitionen, die beide die Entfernung der Skulptur fordern \u2013 eine davon wurde von einer Privatperson initiiert, die andere von CitizenGo \u00d6sterreich. CitizenGO ist eine transnational organisierte Stiftung, die 2013 gegr\u00fcndet worden ist und weltweit Onlinepetitionen initiiert. Hervorgegangen aus der spanischen Stiftung HazteOir, die sich, wie sie schreibt, f\u00fcr die \u201eVerteidigung des Lebens, der Familien und der Freiheit in der ganzen Welt einsetzt\u201c, hat auch CitizenGo eine klare politische Linie: Sie f\u00e4llt auf nationaler und internationaler Ebene immer wieder mit Petitionen und ultrakonservativen Positionen im Themenbereich des Anti-Genderismus, also etwa der Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe oder dem Kampf gegen Selbstbestimmung bei Schwangerschaftsabbr\u00fcchen, auf. Die Stiftung beschreibt sich als Organisation der Zivilgesellschaft bzw. als Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Akteure. WikiLeaks-Dokumente aus dem Jahr 2021<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> enth\u00fcllten jedoch ein Beziehungsnetz zu rechtspopulistischen Parteien in Europa sowie die teilweise Finanzierung durch russische Oligarchen. Diese Strategie, sich den Anstrich der breiten Unterst\u00fctzung einer Graswurzelbewegung zu geben, w\u00e4hrend tats\u00e4chlich gro\u00dfe Geldgeber involviert sind, die versuchen, die \u00f6ffentliche Meinung zu beeinflussen und elektorale und legislative Erfolge zu feiern, wird gemeinhin als Astroturfing bezeichnet.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der oder die T\u00e4ter, die f\u00fcr den Vandalismus in Linz verantwortlich sind, konnten bisher nicht ermittelt werden. Allerdings wurde ein angebliches Bekennerschreiben auf dem Telegramkanal eines bekannten \u00f6sterreichischen Traditionalisten und Verschw\u00f6rungstheoretikers ver\u00f6ffentlicht, der wiederum seinerseits durch eine \u00e4hnliche Protestaktion am Rande der Amazonassynode 2019 einem gr\u00f6\u00dferen Kreis von Katholikinnen und Katholiken bekannt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Somit stehen die Ereignisse in Linz erstmal nicht nur f\u00fcr sich. Sie sind Teil einer transnationalen Entwicklung, in der eine international gut vernetzte christliche Rechte vor dem Hintergrund einer sehr konservativen Auslegung christlicher Werte nach der Deutungshoheit \u00fcber Geschlechterrollen und Familienbilder strebt. Zu diesem Schluss kommt auch ein von Neil Datta 2021 verfasster Bericht zuhanden des European Parliamentary Forum for Sexual &amp; Reproductive Rights, der die normativen, wirtschaftlichen und politischen Motivationen ausgesuchter Akteure des Anti-Genderismus in Europa untersucht und dabei auch CitizenGo ins Visier nimmt.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein anonymes Bekennerschreiben<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das elektronisch ver\u00f6ffentlichte anonyme Bekennerschreiben, an dessen Authentizit\u00e4t bislang nicht gezweifelt wurde, weist den Linzer Vandalismus als vors\u00e4tzliche Handlung aus religi\u00f6ser Motivation aus. Es erm\u00f6glicht, das Geschehen besser einzuordnen. Offensichtlich handelt es sich um eine bewusste Intervention und nicht um einen Akt unkontrollierten Vandalismus unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder um eine verwirrte Tat. Die Motivation wird klar als religi\u00f6s ausgewiesen; es sind keinerlei Anzeichen vorhanden, dass es sich um eine radikale k\u00fcnstlerische Geste handele, die ein Kunstwerk (in einem zugegebenerma\u00dfen brutalen Akt) \u00fcberschreibt und damit selbst ein k\u00fcnstlerisches Statement setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Akteur wird vom Betreiber des Telegramkanals als \u201eHeld von Linz\u201c, \u201etapferer Katholik\u201c, \u201eaufrechter K\u00e4mpfer\u201c und \u201etapferer Mann\u201c geframed. Zwar verzichten die Medien, in denen das Bekennerschreiben verbreitet wird, weitgehend auf eine geschlechtergerechte Sprache und verwenden stattdessen generisch maskuline Formen, dennoch deutet die klare Bezeichnung als \u201etapferer Mann\u201c darauf hin, dass wir tats\u00e4chlich von einem m\u00e4nnlichen T\u00e4ter sprechen k\u00f6nnen, der auch als solcher gelesen werden will.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1667\" height=\"2500\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4124\" style=\"width:331px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2.jpg 1667w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2-200x300.jpg 200w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2-100x150.jpg 100w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2-768x1152.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_02_c_Ulrich-Kehrer-2-1366x2048.jpg 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 1667px) 100vw, 1667px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 1: Die K\u00fcnstlerin Esther Strau\u00df gemeinsam mit ihrer Skulptur vor der Besch\u00e4digung. \u00a9 Ulrich Kehrer<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In seinem Bekennerschreiben berichtet der \u201eHeld von Linz\u201c, dass das Abschneiden des Kopfes der Statue lediglich eine Notl\u00f6sung war, weil sich das Zers\u00e4gen des Rumpfes als zu l\u00e4rmintensiv erwiesen habe und zu lange gedauert h\u00e4tte. Das weist nicht nur auf eine mangelhafte Vorbereitung im Vorfeld hin, sondern auch darauf, dass er bei seiner Aktion nicht auf Zuseher*innen und Zuh\u00f6rer*innen gesetzt hat. Er wollte anonym bleiben. Unabh\u00e4ngig davon, wie man die Handlung beurteilt, verliert sie damit den Geschmack des Heldenhaften. In einem funktionierenden Rechtsstaat im \u00f6ffentlichen Raum anonym einen Akt des Vandalismus zu setzen, hat nichts mit Heldentum zu tun, sondern f\u00e4llt zumindest unter den Tatbestand der Sachbesch\u00e4digung. Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind dadurch ausgezeichnet, dass sie andere Diskursformen kennen als Akte der Sachbesch\u00e4digung. Die K\u00fcnstlerin Esther Strau\u00df ist wie auch das Team, welches die Reihe \u201eDonnaStage\u201c kuratiert, mit realem Namen in die k\u00fcnstlerische Aktion gegangen; der \u201eHeld von Linz\u201c verbirgt sich hingegen hinter dem Schleier der Anonymit\u00e4t. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit leben jedoch davon, dass Menschen mit ihren Namen in die \u00d6ffentlichkeit treten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bekennerschreiben beginnt mit der Aussage, dass es dem Schreiber als einfachem Katholiken und S\u00fcnder nicht zustehe, \u201eAktionen unserer Bisch\u00f6fe zu verhindern\u201c. Daran hat er sich nicht gehalten. Wer katholische Strukturen ein wenig kennt, wei\u00df, dass im Dom, der Bischofskirche, niemand eine Kunstaktion wie \u201eDonnaStage\u201c veranstalten kann, ohne dass dies durch s\u00e4mtliche Gremien der Di\u00f6zese bis hinauf zum Bischof selbst gegangen ist. Dies gilt noch mehr, als es sich um ein Projekt im Rahmen des Hundertjahrjubil\u00e4ums des Domes handelt, das auch wissenschaftlich breit begleitet wird. Davon zeugt etwa die von der Zeitschrift des Bundesdenkmalamtes herausgegebene ausf\u00fchrliche Publikation \u201eDer Linzer Mariendom\u201c (\u00d6ZKD LXXVII, 2\/2023). Es handelt sich mithin um einen bewussten Schritt gegen die Hierarchie der Linzer Di\u00f6zese.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist im \u00dcbrigen ein bekanntes Muster, dass konservative Kreise Gehorsam gegen\u00fcber den Autorit\u00e4ten nur dann einfordern, wenn sich deren Vorgaben mit ihrer eigenen Meinung decken. Wo dies nicht der Fall ist, wechselt man aus der Rolle des Gehorsamen in die des Propheten oder eben des Helden, der Zeichenhandlungen ver\u00fcbt. Diese Flexibilit\u00e4t in der Beanspruchung von Rollen ist ein typisch zeitgeistiger Gestus. Es gibt keine festen Werte und Rollen, alle sind verhandelbar und k\u00f6nnen beliebig gewechselt werden: Gibt es einen konservativen Papst, propagiert man die Romtreue als zentralen Wert; ist einmal die Autorit\u00e4t liberaler, als man das selbst w\u00fcnscht, wechselt man in die Rolle des Widerstandsk\u00e4mpfers.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Innerkatholische Spannung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frontstellung, die am Vandalismusakt im Linzer Dom sichtbar wird, ist nicht prim\u00e4r eine zwischen konservativem Katholizismus und liberaler s\u00e4kularer Welt, sondern muss zun\u00e4chst als eine innerkatholische gesehen werden. Sie spielt sich in einem Feld ab, das trotz schwindender Mitgliederzahlen nach wie vor durch eine gro\u00dfe interne Diversit\u00e4t gepr\u00e4gt ist. Die neun Di\u00f6zesen, \u00fcber 3000 Pfarren und circa 200 Ordensgemeinschaften, die kirchlichen Wohlfahrtsorganisationen wie bspw. die Caritas und einige andere Institutionen mehr, bilden zusammen ein sehr diverses Feld katholischer Religion in \u00d6sterreich. Nebst den Stimmen katholischer Traditionalist*innen und Extremist*innen zeichnet sich der Katholizismus in \u00d6sterreich auch durch eine Vielzahl progressiver Stimmen aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders als beispielsweise das Punk-Gebet von Pussy Riot in der Christ-Erl\u00f6ser-Kirche von Moskau 2012, war die Aufstellung der Statue \u201eCrowning\u201c im Linzer Dom ein von der Hierarchie der Di\u00f6zese Linz mitgetragener Akt der Selbstreflexion. Solche Formen einer gewandelten Gedenkkultur verlangen religi\u00f6sen Organisationen viel ab, gibt es aber seit einiger Zeit auch an anderen Orten. Doch zur\u00fcck: Beides, die Kunstinstallation wie ihre teilweise Zerst\u00f6rung, sind Teil des Katholischen. Sie machen zun\u00e4chst eine innerkatholische Spannung bewusst und zeigen das breite Spektrum, das religi\u00f6se Praxis umfassen kann. Das ist nicht neu; freilich stellt sich f\u00fcr eine religi\u00f6se Gemeinschaft dabei die Frage, zu welcher Seite sie tendiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kunst, Religion, Protest<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"2500\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4126\" style=\"width:370px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1.jpg 2500w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_03_c_Ulrich-Kehrer-1-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2: Detail der Skulptur: Maria, die den Blick mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Himmel richtet. \u00a9 Ulrich Kehrer<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die christliche Tradition hat sich in den ersten Jahrhunderten ihrer Formierung dazu durchgerungen, dass eine bildhafte Darstellung des Heiligen nicht per se dem Bilderverbot (dem Verbot der Repr\u00e4sentation Gottes in einem Kultbild) widersprechen muss. Auch wenn Gott nicht darstellbar ist, kann es Darstellungen Jesu, des Geistes, der Trinit\u00e4t, der Gottesmutter geben. Damit betritt man freilich ein gef\u00e4hrliches Terrain: Die Darstellung des Heiligen wird affirmiert, gleichzeitig begibt sie sich immer an die Schwelle des Prek\u00e4ren, des Problematischen, des Verbotenen. Welche Darstellungen sind unter welchen Umst\u00e4nden erlaubt? Diese Frage kommt in der christlichen Tradition nicht zur Ruhe und wird in unterschiedlichen Konfessionen anders gehandhabt (z. B. steht die reformierte protestantische Tradition bildhaften Darstellungen wesentlich kritischer gegen\u00fcber als die katholische). Immer wieder hat man bestimmte Formen der Darstellung problematisiert, z. B. die Darstellung der Trinit\u00e4t in der Gestalt von drei M\u00e4nnern. Immer wieder stellte sich die Frage, ob man durch Regelungen in den k\u00fcnstlerischen Schaffensprozess eingreifen kann: Sollen bestimmte Formen der Darstellung verboten werden oder soll gar ein Kanon an erlaubten Formen aufgestellt werden? Nie wurden solche Regelungen g\u00e4nzlich eingehalten. Kann man K\u00fcnste, die, wie Christoph Menke ausf\u00fchrt, eine aufl\u00f6sende Kraft jeder Form von Normativit\u00e4t haben, \u00fcberhaupt dauerhaft einschr\u00e4nken? Immer wieder hat es \u00fcberdies Formen des Bildersturmes gegeben, die mitunter viel Zerst\u00f6rung bewirkt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitgen\u00f6ssische Kunst steht heute \u2013 \u00e4hnlich wie Religion \u2013 weithin im Zeichen des Verlustes allgemeiner gesellschaftlicher Bedeutung. Zumeist interessiert zeitgen\u00f6ssische Kunst nur ein Fachpublikum, dem gelegentlich ein elit\u00e4rer Zugang vorgeworfen wird. Breitenwirksam ist sie nicht, ohne staatliche F\u00f6rderungen kommt sie nur schwer aus. Auch das Ma\u00df der \u00f6ffentlichen Provokation scheint weithin ausgesch\u00f6pft. Was vor wenigen Jahrzehnten noch als anst\u00f6\u00dfig galt und Proteste ausl\u00f6ste, regt heute kaum mehr jemanden auf. Mit dem Vandalismus im Linzer Dom r\u00fcckt nun, ohne dass es daf\u00fcr staatlicher F\u00f6rderungen oder einer ausgefeilten medialen Strategie bed\u00fcrfte, ein zeitgen\u00f6ssisches, analoges Kunstwerk, das in einem Nebenraum eines Sakralbaus f\u00fcr nur etwa drei Wochen ausgestellt werden sollte, weit \u00fcber die Grenzen \u00d6sterreichs hinaus ins \u00f6ffentliche Bewusstsein ein. Niemand hat so sehr dazu beigetragen, dass das Bild der geb\u00e4renden Maria in allen Medien gezeigt wird, wie der anonyme Vandale. Eine derartige Bekanntheit h\u00e4tten weder das Kunstwerk \u201eCrowning\u201c noch das Projekt \u201eDonnaStage\u201c aus eigenen Mitteln erreichen k\u00f6nnen. Das Projekt l\u00e4sst nun eine breite Resonanz erwarten. F\u00fcr die in vielen Bereichen innovative Di\u00f6zese Linz ist das, neben allen Problemen, auch eine Chance.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der drastische Vandalismus und die Reaktionen darauf sind nicht zuletzt auch ein Beispiel f\u00fcr die Bedeutung von Emotionen im Kontext von Protesten und Mobilisierungsformen in der Gegenwartsgesellschaft. Das Gef\u00fchl der Verbundenheit spielt sowohl in der Ablehnung der Tat als auch bei den Bef\u00fcrwortern eine zentrale Rolle. Zusammen mit den beinahe endlosen Feedbackm\u00f6glichkeiten vernetzter Technologien entsteht hier f\u00fcr einen kurzen Moment eine \u00d6ffentlichkeit, in der dominante Narrative gest\u00f6rt und unterbrochen werden. Bereits ein kurzer Blick in die j\u00fcngere Vergangenheit zeigt, dass dies durchaus regelm\u00e4\u00dfig geschieht. Im M\u00e4rz 2024 wurde eine Installation des K\u00fcnstlers Gottfried Helnwein im Stephansdom aufgrund einer Petition von CitizenGO und zus\u00e4tzlicher negativer Medien\u00f6ffentlichkeit nicht wie geplant gezeigt. Und auch eine Inszenierung der Wiener Festwochen im Juni 2024 provozierte Kritik religi\u00f6ser Exponent*innen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch weitere Ereignisse lassen sich f\u00fcr die Betrachtung des Linzer Falls heranziehen: Als in den 1980er Jahren der \u00f6sterreichische K\u00fcnstler Rudi Wach ein Kruzifix f\u00fcr die Innbr\u00fccke in Innsbruck schuf, kam es zu zahlreichen Protesten von Seiten christlicher Gl\u00e4ubiger, weil das Kunstwerk Christus ohne Lendenschurz, nackt mit angedeuteten Genitalien darstellte. Es gab Drohungen, man wolle das Kreuz, sofern es aufgestellt werde, in den Inn werfen. Der K\u00fcnstler soll geantwortet haben, dass es dann sichtbar bleibe, weil es so schwer sei, dass es vom Fluss nicht fortgerissen w\u00fcrde. Das Kreuz wanderte schlie\u00dflich ins Volkskundemuseum, wurde aber im Jahr 2007 \u2013 ohne gr\u00f6\u00dfere Proteste \u2013 auf Betreiben von B\u00fcrgermeisterin Hilde Zach am vorgesehenen Platz aufgestellt. Wie bei \u201eCrowning\u201c entz\u00fcndete sich der Protest an einer Darstellung des Intimbereiches, beim Kreuz auf der Innbr\u00fccke allerdings bei einer m\u00e4nnlichen Figur. Kreuzigung und Geburt h\u00e4ngen beide mit den R\u00e4ndern des Lebens (Ende und Anfang) zusammen und sind Momente gro\u00dfer Verletzlichkeit. K\u00f6nnen Darstellungen an diesen R\u00e4ndern in besonderer Weise Protest ausl\u00f6sen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der im Jahr 2000 eingeweihten Donaucitykirche in Wien befinden sich abstrakte Kreuzwegbilder, die vom Architekten Heinz Tesar selbst entworfen wurden. In roter Farbe wurde \u2013 in einem anonymen Gestus \u2013 verteilt auf die Bilder in Worten eine Note des Protestes appliziert: \u201eOut with this shit, this is absolutely nothing\u201c. Ein danach angebrachtes Hinweisschild erkl\u00e4rt, dass es sich hierbei um eine nachtr\u00e4gliche Intervention handle; man habe entschieden, diese Verletzung des Kunstwerkes zu belassen, sie in gewisser Weise in das Werk aufzunehmen. Dies ist wohl im Fall der gek\u00f6pften Maria nicht unmittelbar m\u00f6glich. Die Beschriftung der Kreuzwegbilder erinnert an Street-Art-Graffiti-Kunst, die auch nicht selten die Grenze des Erlaubten \u00fcberschreitet, aber dabei niemanden zu Schaden kommen l\u00e4sst; der Akt des K\u00f6pfens \u2013 zumal einer weiblichen Figur \u2013 hat demgegen\u00fcber einen viel brutaleren Charakter und muss ganz andere Assoziationen ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anspruch auf Deutungshoheit<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1667\" height=\"2500\" src=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4127\" style=\"width:316px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer.jpg 1667w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer-200x300.jpg 200w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer-100x150.jpg 100w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer-768x1152.jpg 768w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Foto_01_c_Ulrich-Kehrer-1366x2048.jpg 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 1667px) 100vw, 1667px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3: Die Skulptur auf ihrem Sockel in einem Nebenraum des Linzer Doms. \u00a9 Ulrich Kehrer<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht unbedingt muss man die Installation im Linzer Dom gut oder sch\u00f6n finden. Danach verlangt sie nicht. Sie dr\u00e4ngt sich aber auch nicht auf: Man muss in den Nebenraum, in dem sie platziert ist, schon bewusst eintreten, um sie zu sehen. Man muss um sie herumgehen, um die Figur als geb\u00e4rende Maria zu identifizieren. Zu jeder Zeit konnte man im Linzer Dom beten, ohne die Figur anblicken zu m\u00fcssen. Niemals war sie als dauerhafter Bestandteil des Domes angek\u00fcndigt. Nur f\u00fcr wenige Wochen suchte sie dort gastlich aufgenommen zu werden, aber schon die blo\u00df tempor\u00e4re Anwesenheit als Gast schien manchen unzumutbar. Erstaunlich sind die Humorlosigkeit und der g\u00e4nzlich fehlende Sinn f\u00fcr Ironie bei denen, die das gewaltsame Vorgehen gegen die Figur guthei\u00dfen. H\u00e4tte es nicht tausende M\u00f6glichkeiten gegeben, die Darstellung, die man ablehnt, zu ironisieren? Spannend wird sein, ob es den Anh\u00e4nger*innen des \u201eHelden von Linz\u201c gelingen wird, Menschen auf ihre Seite zu ziehen, die von zeitgen\u00f6ssischen Kunstinstallationen nicht viel halten und \u201eCrowning\u201c nicht bef\u00fcrworten, aber selbst niemals einen Akt der Zerst\u00f6rung ver\u00fcbt h\u00e4tten. Wird es ihnen gelingen, diese Menschen in den Kulturkampf hineinzuziehen, den sie entfachen wollen, wie das Bekennerschreiben mit viel Pathos zum Ausdruck bringt: \u201eSo wie die Gottesmutter in Liebe alles f\u00fcr uns tut, so m\u00fcssen wir ohne zu z\u00f6gern alles f\u00fcr sie tun. Das beginnt bei Gebeten und endet, wenn n\u00f6tig, mit unserem Leben\u201c? Oder werden davon viele Leute abgeschreckt, f\u00fcr die mit martialischen Gesten wie der im Linzer Dom eine Grenze \u00fcberschritten ist, auch wenn sie f\u00fcr k\u00fcnstlerische Interventionen wie \u201eCrowning\u201c nichts \u00fcbrighaben? Kann eine Maria dadurch von Blasphemie befreit werden, dass man sie k\u00f6pft? Werden Leute, die jetzt den \u201eHelden von Linz\u201c feiern, in den offenen Diskursraum einsteigen, welchen das Projekt \u201eDonnaStage\u201c anbieten will?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Figur der Maria ist faszinierend und ambivalent: W\u00e4hrend sie in vielen Teilen der Welt \u2013 gerade auch im Umfeld indigener Religionen, zu deren Pantheon starke Fruchtbarkeitsg\u00f6ttinnen geh\u00f6r(t)en \u2013 als <a href=\"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/?p=4043\" data-type=\"post\" data-id=\"4043\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wichtige weibliche Komponente des Christentums und Symbol feministischer Identifikation<\/a> eine zentrale Stellung einnimmt, wird sie in unseren Breitengraden nicht selten als Symbol ultrakonservativer Werte vereinnahmt. Insbesondere die beiden Mariendogmen der Jungfr\u00e4ulichkeit und der unbefleckten Empf\u00e4ngnis pr\u00e4gen das konservativ-christliche Ideal von Weiblichkeit. Damit wird ein Frauenbild, welches mit St\u00e4rke und Schaffenskraft verbunden ist (nicht umsonst werden Wehen im Englischen als \u201eLabour\u201c \u00fcbersetzt!), dezidiert abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem Hintergrund patriarchaler Strukturen und der nach wie vor weit verbreiteten Gewalt gegen Frauen in \u00d6sterreich, ist der an der Linzer Skulptur ver\u00fcbte Vandalismus ein drastischer Versuch, Deutungshoheit \u00fcber Weiblichkeit im religi\u00f6sen Kontext zu erlangen. Hieran wird klar: Es gibt gewisse Gesten \u2013 etwa die Enthauptung \u2013, die nicht noch einmal Mittel f\u00fcr ein anderes, h\u00f6heres Ziel sein k\u00f6nnen, das sie rechtfertigen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fu\u00dfnoten:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.dioezese-linz.at\/institution\/418409\/100jahremariendom\/highlights\/article\/257002.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dioezese-linz.at\/institution\/418409\/100jahremariendom\/highlights\/article\/257002.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/intolerancenetwork\/tree\/part-1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/wikileaks.org\/intolerancenetwork\/tree\/part-1<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000128817724\/neue-wikileaks-dokumente-ueber-netzwerk-fundamentaler-christen-mit-rechten-parteien\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000128817724\/neue-wikileaks-dokumente-ueber-netzwerk-fundamentaler-christen-mit-rechten-parteien<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Lo Mascolo, Gionathan\/Stoeckl, Kristina (2023). The European Christian Right: An Overview. In: Gionathan Lo Mascolo (Eds.), <em>The Christian Right in Europe<\/em> (11-42). Bielefeld: transcript Verlag. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14361\/9783839460382-002\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.14361\/9783839460382-002<\/a> , p.30<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> European Parliamentary Forum for Sexual and Reproductive Rights (2021). Tip of the Iceberg. Religious Extremist Funders against Human Rights for Sexuality and Reproductive Health in Europe 2009 \u2013 2018. Written by Neil Datta. Brussels. <a href=\"https:\/\/www.epfweb.org\/sites\/default\/files\/2021-06\/Tip%20of%20the%20Iceberg%20June%202021%20Final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.epfweb.org\/sites\/default\/files\/2021-06\/Tip%20of%20the%20Iceberg%20June%202021%20Final.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Photocredits<\/strong>: Titelbild und Abb. 1-3: \u00a9 Ulrich Kehrer. Ver\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der <a href=\"https:\/\/www.dioezese-linz.at\/mariendom\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dioezese-linz.at\/mariendom\">Di\u00f6zese Linz<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RaT-Blog Nr. 11\/2024<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ereignisse rund um die Zerst\u00f6rung der Skulptur \u201eCrowning\u201c der K\u00fcnstlerin Esther Strau\u00df haben \u00f6sterreichweit und dar\u00fcber hinaus hohe Wellen geschlagen. Der erschreckend frauenfeindliche Vandalismus \u2013 die Skulptur wurde drei Tage nach Ausstellungser\u00f6ffnung von einem bislang unbekannten T\u00e4ter gek\u00f6pft, der Kopf gestohlen \u2013 wirft viele Fragen auf. <b>Katharina Limacher<\/b> und <b>Jakob Deibl<\/b> gehen in ihrem Beitrag einigen dieser Fragen nach.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4107,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[169,137,154,161,146,144,143,164,162,150,149],"tags":[],"ppma_author":[271,323],"class_list":["post-4105","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-soziale-medien","category-christentum","category-ethik","category-gender","category-gesellschaft","category-kunst","category-politik","category-recht","category-sozialwissenschaften","category-theologie","category-transformation","eq-blocks"],"authors":[{"term_id":271,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"jakob-deibl","display_name":"Jakob Deibl","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"https:\/\/jakob-helmut-deibl.at\/","last_name":"Deibl","first_name":"Jakob","job_title":"","description":"Assoz-Prof. DDr. Jakob Helmut Deibl lehrt Theologie mit Schwerpunkt \"Religion und \u00c4sthetik\" an der Katholisch-Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien und ist wissenschaftlicher Manager des Forschungszentrums RaT."},{"term_id":323,"user_id":0,"is_guest":1,"slug":"katharina-limacher","display_name":"Katharina Limacher","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/?s=96&d=mm&r=g","author_category":"","user_url":"","last_name":"Limacher","first_name":"Katharina","job_title":"","description":"Dr. Katharina Limacher ist VDTR Programmmanagerin und Religionswissenschaftlerin an der Universit\u00e4t Wien."}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4105"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4105\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4147,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4105\/revisions\/4147"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4105"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/rat-blog.univie.ac.at\/wp-json\/wp\/v2\/ppma_author?post=4105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}