Geschichte

Natty Dread: Wem gehören die Rastalocken und der Reggae?

Wie lässt sich der Diskurs um kulturelle Aneignung verstehen? Hans-Gerald Hödl beleuchtet in seinem Beitrag die kulturhistorischen Hintergründe der Dreadlocks, die immer wieder für mediale Diskussionen sorgen. Der Beitrag wurde ursprünglich in einer längeren Fassung auf dem Blog des Autors veröffentlicht.

Der Abwesende: Zu Leben und Werk Jean Wahls (1888–1974)

Die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts hat tiefe Spuren in Theologie, Philosophie und den Sozialwissenschaften hinterlassen. In seinem Porträt stellt Marian Weingartshofer einen ihrer einflussreichsten und zugleich im deutschsprachigen Raum fast vergessenen Vertreter vor, der als Freund und Lehrer so unterschiedliche Denker wie Levinas und Deleuze geprägt hat

„Stadt des Tanzes“. Paul Tillich in Dresden (1925 – 1929)

Das Wirken Paul Tillichs (1886–1965) in Dresden steht im Zentrum eines Kongresses, der kommenden Juli ebendort stattfinden wird. Christian Danz nutzt die Gelegenheit dazu, uns einen kurzen Einblick in den kulturellen Horizont des weltgewandten protestantischen Theologen zu geben und macht so Lust auf mehr.

Das österreichische Islamgesetz von 1912 aus der Perspektive der Forst’schen Duldungskonzeption

Amani Abuzahra nimmt uns in ihrem Beitrag mit in die Zeit der K.-u.-k.-Monarchie und beleuchtet die Frage der rechtlichen Anerkennung des Islams unter dem heute mehr denn je aktuellen Gesichtspunkt religiöser Toleranz.

Demokratie auf dem Prüfstand

Die Sozialethikerin Ingeborg Gabriel präsentiert uns in ihrem Text eine profunde Analyse zur Lage der Demokratie heute. Die sich durch den russischen Angriff auf die Ukraine ergebenden aktuellen Entwicklungen hat sie bereits in einem Text für die Presse analysiert, der hier nachgelesen werden kann.

Gnostic Myth and Enlightenment: On the Perversity of Institutional Promise/Misspeaking (Versprechen)

How can we see the discourse about ‘Gnosis’ in a contemporary light or how can we perceive it at all? Christian Zolles approaches this topic based on new interpretations of Edgar Allan Poe’s short story The Imp of the Perverse and of Jacob Taubes’ reflections on The Uneasiness with the Institution.

Gnostischer Mythos und Aufklärung: Von der Perversität institutionellen Versprechens

Wie kann der Diskurs um die ‚Gnosis‘ in ein zeitgemäßes Licht gerückt oder überhaupt noch erfasst werden? Christian Zolles versucht eine Annäherung ausgehend von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte The Imp of the Perverse / Der Dämon der Perversität und Jacob Taubes’ Ausführungen über Das Unbehagen an der Institution.

Deobandis, Taliban und moderner Islam. Teil 2

Seit der (Wieder-)Eroberung Afghanistans durch die Taliban ist das Stichwort des „Deobandismus“ überall dort nicht mehr wegzudenken, wo der Versuch unternommen wird, die Haltungen der neuen Herrscher Afghanistans zu verstehen. Im zweiten Teil seines Beitrages geht Rüdiger Lohlker auf die komplexe Geschichte des Einflusses der Deobandi-Schule in Afghanistan ein und beschreibt, welchen Stellenwert sie im Denken der Taliban einnimmt.
Teil 1, der eine Woche vor diesem Beitrag erschienen ist, geht stärker auf die historischen Wurzeln der Deobandi-Bewegung ein.

Deobandis, Taliban und moderner Islam. Teil 1

Seit der (Wieder-)Eroberung Afghanistans durch die Taliban ist das Stichwort des „Deobandismus“ überall dort nicht mehr wegzudenken, wo der Versuch unternommen wird, die Haltungen der neuen Herrscher Afghanistans zu verstehen. Im ersten von zwei Teilen seines Beitrages beleuchtet Rüdiger Lohlker die Geschichte dieser Bewegung, deren Spuren bis ins 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückführen. Dabei zeigt er auf, wie die westliche Sicht auf den Islam das Bild einer homogenen Bewegung an die Stelle einer komplexen historischen Entwicklung treten hat lassen.
Teil 2, der nächste Woche erscheinen wird, wird sich stärker mit der aktuellen Lage in Afghanista

„…jenen Platz suchen, wo die Welt am dunkelsten und leidvollsten ist“. Erstmalige Schriftenedition Otto Bauers, des religiösen Sozialisten

Achtung Verwechslungsgefahr! Cornelius Zehetner gibt in seinem Text einen kurzen Einblick in das Leben und Werk des religiösen Sozialisten Otto Bauer (auch genannt „der kleine Otto Bauer“), der leider oft hinter seinem berühmteren Namensvetter in Vergessenheit zu geraten drohte. Eine erstmalige Edition ausgewählter Schriften Otto Bauers, herausgegeben von unserem Autor, soll dies nun ändern: Die Präsentation des Buches ist für den 25. November geplant.